Wirtschaft
Orange rasselt mit dem Säbel
«Entweder Orange-Sunrise, oder Sunrise allein»: Im Telekommarkt läuft alles auf ein Duopol hinaus. (Bild: Keystone)
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Bis spätestens Ende April hat die Wettbewerbskommission (Weko) zu entscheiden, ob sie der Übernahme von Sunirse durch Orange und Sunrise grünes Licht geben wird. Im Vorfeld der Beschlusses hat die Behörde am Montag letzter Woche die beiden beteiligten Konzerne sowie die Swisscom und die Stiftung für Konsumentenschutz zu einem Hearing vorgeladen.
Im Rahmen dieser Gespräche soll nun Orange gedroht haben, sich vollständig aus der Schweiz zurückzuziehen, wenn der Zusammenschluss nicht zu Stande kommt. Dies berichtet die Fachzeitschrift «Computerworld». Nimmt man das Säbelrasseln von Orange ernst, muss Swisscom so oder so in Zukunft nur noch mit einem Konkurrenten rechnen: Entweder Orange-Sunrise, oder Sunrise allein.
Das französische Telekom-Unternehmen wollte gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet keine Stellung nehmen. «Wir kommentieren laufende Verfahren nicht», erklärt Therese Wenger auf Anfrage. Man sei aber zuversichtlich, dass der geplante Zusammenschluss bewilligt werde.
Konsumentenschützer gegen Fusion
Beim Weko-Hearing sprach sich nur der Konsumentenschutz gegen die Elephantenhochzeit im Telekom-Sektor aus. Dazu würden die nötigen Rahmenbediungen für fairen Wettbewerb fehlen, argumentiert Geschäftsführerin Sara Stalder. Deshalb müsste vor einem Zusammenschluss das Fernmeldegesetz mehr Zähne erhalten. Denn bislang erlaube das Gesetz dem Regulator nicht, von sich aus gegen zu hohe Preise vorzugehen.
(dvp)
Erstellt: 18.03.2010, 17:24 Uhr
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