Orell Füssli erleidet herben Gewinneinbruch

Der Gewinn sank um 69 Prozent. Orell Füssli kämpft unter anderem mit Problemen von Lieferanten beim Druck von Banknoten.

Orell Füssli hat im vergangenen Jahr einen herben Gewinneinbruch erlitten. Unter dem Strich verdiente die Zürcher Industrie- und Handelsgruppe noch 15 Millionen Franken. Das sind 69 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Betriebsgewinn (EBIT) sackte gemäss dem provisorischen Abschluss um 62 Prozent auf 23 Millionen Fr. ab, wie Orell Füssli am Dienstag mitteilte. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 306 Millionen Franken. Werden Währungseinflüsse herausgerechnet, beträgt der Umsatzrückgang in den fortgeführten Geschäften 13 Prozent.

Probleme mit Banknoten

Nachdem in der ersten Jahreshälfte das Maschinenbau-Geschäft der Division Atlantic Zeiser einen schweren Rückschlag hinnehmen musste, stabilisieret sich der Geschäftsgang in der zweiten Jahreshälfte auf tiefem Niveau, erklärte Orell Füssli, ohne aber weitere Zahlen zu nennen. Der detaillierte Geschäftsabschluss wird am 8. April veröffentlicht.

Rückschläge verzeichnete auch die Division Sicherheitsdruck. Orell Füssli kämpft mit Problemen von Lieferanten beim Druck von Banknoten. Das führte zu bedeutenden Ausfällen bei Umsatz und Gewinn. Das Unternehmen geht aber gemäss früheren Angaben davon aus, dass die Ertragsausfälle in den kommenden Jahren zu einem schönen Teil kompensiert werden können.

Weniger Mitarbeiter

Der Geschäftsgang des Buchhandels war geprägt durch eine insgesamt verhaltene Umsatzentwicklung und durch hohe Anlaufkosten der vor rund einem Jahr eröffneten Filialen. Auch die Verlagsgeschäfte konnten das Vorjahresergebnis nicht halten. Innert eines Jahrs sank der Mitarbeiterbestand von Orell Füssli um 7 Prozent auf 1028. (sam/sda)

Erstellt: 09.02.2010, 09:46 Uhr

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