Wirtschaft

Peter Hasler ist der neue Verwaltungsratspräsident

Aktualisiert am 20.01.2010 14 Kommentare

Der ehemalige Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, Peter Hasler, tritt die Nachfolge von Claude Béglé als Post-Präsident an. Dies gab das Uvek am Mittwoch bekannt.

Weitherum geachtet: Peter Hasler (M.).

Weitherum geachtet: Peter Hasler (M.).
Bild: Keystone

Peter Hasler soll als neuer Verwaltungsratspräsident die Post wieder zur Ruhe bringen. Der Bundesrat wählte den früheren Direktor des Arbeitgeberverbands am Mittwoch zum Nachfolger des am Vorabend zurückgetretenen Claude Béglé. Der 64-Jährige tritt sein Amt per sofort an.

Hasler bewege sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft, teilte das Departement von Postminister Moritz Leuenberger mit. Breite Anerkennung - namentlich im Bereich der Sozialpartnerschaft - habe er in seiner Funktion als Direktor des Arbeitgeberverbands erworben, dem er von 1993 bis 2006 vorstand. Seither hat der promovierte Jurist und Vater zweier erwachsener Söhne verschiedene Verwaltungsratsmandate inne. Zwei davon wird er laut dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zugunsten seiner neuen Tätigkeit aufgeben.

Mandate nicht klar deklariert

Hasler war nach dem sofortigen Rücktritt von Béglé als möglicher Nachfolger gehandelt worden. In einer persönlichen Erklärung sprach Béglé von unqualifizierten Angriffen auf seine Person und einer öffentlichen Diffamierung. Der 61-jährige Waadtländer, der seit dem Frühjahr 2009 den Verwaltungsrat der Post präsidierte, war mit seinem Führungsstil und seinen Plänen zur Auslandexpansion der Post, aber auch mit der überraschenden Absetzung von Michel Kunz als Konzernchef Mitte Dezember auf massive Kritik gestossen. Im Verwaltungsrat sah sich Béglé bereits vor seinem Amtsantritt mit heftigem Widerstand konfrontiert. Die internen Reibereien gipfelten schliesslich im Rücktritt der beiden Verwaltungsräte Rudolf Hug und Wolfgang Werle. In den vergangenen Tagen warfen zudem verschiedene Medien Béglé vor, Verwaltungsratsmandate bei ausländischen Unternehmen bei seiner Wahl zum Post-Präsidenten im Juni 2008 nicht klar deklariert zu haben.

Postminister Leuenberger hatte sich lange hinter Béglé gestellt und Kritik am Verfahren, das zu dessen Wahl führte, von sich gewiesen. Nach den Abgängen im Verwaltungsrat ordnete der UVEK-Chef jedoch eine Überprüfung des gesamten Gremiums an.

Der Bundesrat habe Béglés Rücktritt in seiner Sitzung vom Mittwoch zur Kenntnis genommen und anerkenne, dass dieser sich im Interesse der Post zu diesem Schritt entschlossen habe, hiess es in der Mitteilung weiter. Für sein Engagement dankte der Bundesrat Béglé. (sam/sda)

Erstellt: 20.01.2010, 12:51 Uhr

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14 Kommentare

Stefan Meyer

20.01.2010, 10:38 Uhr
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Sicher eine gute Wahl. Peter Hasler ist ein "typischer" Liberaler, welcher zwar die Interessen der Arbeitgeber und des Bürgertums vertritt, sich aber auch der Notwendigkeit des sozialen Friedens, des Ausgleichs und des Service Public bewusst ist. Ich fand seine öffentlichen Dispute mit Herrn Gaillard immer interessant, da Sie immer von gegenseitigem Respekt geprägt waren. Antworten


Jürg Schmid

20.01.2010, 11:36 Uhr
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Für einen "zugriffigen" VR-Präsidenten hat Béglé (zu) lange gebraucht um zu merken was es geschlagen hat. BR Leuenberger hat aber den Wechsel gut vorbereitet. Freundlicherweise hat er Béglé die Möglichkeit gegeben selbst zu kündigen. Antworten



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