Tabakriese Philip Morris verklagt Norwegen
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Der US-Tabakkonzern Philip Morris will Norwegen wegen eines Gesetzes verklagen, das Zigaretten aus den Auslagen der Geschäfte verbannt. Mit dem Verbot will das Land spontane Käufe von Zigaretten eindämmen.
Die amtlichen Statistiken seit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar hätten keinen Rückgang der Raucherzahlen ergeben, sagte Philip-Morris-Sprecherin Anne Edwards am Dienstag dem norwegischen TV-Sender NRK. Ausserdem könne die Tabakindustrie nicht frei konkurrieren, wenn sie ihre Produkte nicht zeigen dürfe.
In Norwegen müssen die Geschäfte Zigarettenschachteln seit Anfang Jahr in geschlossenen Regalen aufbewahren. Bei Zigarettenautomaten müssen die Logos der Marken unkenntlich gemacht werden. Ähnliche Gesetze haben auch Irland und Island erlassen.
«Auf dem richtigen Weg»
Die norwegische Gesundheitsbehörde sieht der Klage gelassen entgegen. «Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte Behördenchef Björn-Inge Larsen zu NRK.
«Wenn Philip Morris tatsächlich annehmen würde, dass dieses Verbot den Tabakkonsum nicht verringern würde, würden sie sich darüber nicht den Kopf zerbrechen», sagte er. Seit 2004 gilt in Norwegen ein Rauchverbot an öffentlich zugänglichen Orten, darunter auch Kneipen, Restaurants und Diskotheken. (vin/sda)
Erstellt: 09.03.2010, 20:05 Uhr
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