Wirtschaft

Piloten schlagen Alarm: Giftqualm in Swiss-Jets

Aktualisiert am 26.04.2009

Bei einem sogenannten Event Fume gelangt Ölqualm über die Triebwerke ins Flugzeug. Wenn Piloten die kontaminierte Luft einatmen, sind die Flugsicherheit und die Gesundheit der Crew und Passagiere gefährdet.

Piloten fordern eine Untersuchung: Cockpit einer Swiss-Maschine.

Piloten fordern eine Untersuchung: Cockpit einer Swiss-Maschine. (Bild: Keystone)

Ein «Fume Event» sei bei allen 77 Flugzeugen der Swiss möglich, schreibt heute der «Sonntagsblick». «Jeder Jet, der Luft über Triebwerke einsaugt, kann theoretisch betroffen sein», sagt Henning M. Hoffmann, Geschäftsführer der Pilotenvereinigung Aeropers. «Wenn Piloten kontaminierte Luft einatmen, ist die Flugsicherheit gefährdet.» «Unsere Piloten sind beunruhigt», sagt er weiter.

Jetzt fordern die Pilotenverbände Aeropers, IPG und Kapers eine Untersuchung: «Wir möchten wissen, wie häufig die Luft im Flugzeug vergiftet ist und wie gefährlich das ist.»

Flugpersonal erkrankt

In den letzten zwei Jahren waren immer wieder Piloten und Flight Attendants wegen Rückständen von erhitztem Öl schwer erkrankt und arbeitsunfähig geworden. Mediziner nennen die Krankheit Aerotoxisches Syndrom.

Die Swiss nimmt gegenüber dem «Sonntagsblick» Stellung: «Wir haben im Durchschnitt weniger als einen Fall mit sichtbarem Rauch pro Jahr.» Dennoch: «Wir nehmen das Thema sehr ernst und installieren freiwillig neue Technologien.» (mbr)

Erstellt: 26.04.2009, 07:56 Uhr

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