Wirtschaft

Plant Schweizer Rohstoffgigant milliardenschwere Übernahme?

Aktualisiert am 03.05.2010 2 Kommentare

Der Zuger Rohstoffhändler Glencore International erwägt einen milliardenschweren Zusammenschluss mit dem Bergbaukonzern Xstrata. Bis zu einer Einigung dürften noch mehrere Monate verstreichen.

Der weltgrösste Rohstoffhändler: Hauptsitz von Glencore in Baar.

Der weltgrösste Rohstoffhändler: Hauptsitz von Glencore in Baar.
Bild: Keystone

Durch die Transaktion könnte ein Rohstoffgigant mit einem Wert von rund 89,4 Milliarden Franken entstehen. Beide Seiten hätten bereits Banken als Berater engagiert, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag.

Bis zu einer Einigung werde es jedoch voraussichtlich noch mehrere Monate dauern. Xstrata wird derzeit am Markt mit rund 54,5 Milliarden Franken bewertet.

Glencore gehört zu den grössten nicht börsennotierten Firmen der Welt und ist bisher im Besitz der Mitarbeiter. Diese Struktur wird aber immer stärker als Wachstumshindernis empfunden. Es gibt immer wieder Gerüchte, wonach Glencore den Gang an die Börse plane. Gemäss «Financial Times» könnte es mit der Übernahme von Xstrata nun bald soweit sein. Es werden die Jahre 2011 oder 2012 genannt.

Von Marc Rich gegründet

Für die 1974 vom US-Unternehmer Marc Rich gegründete und später an das Management verkaufte Gesellschaft wäre ein Börsengang mit tief greifenden Einschnitten verbunden. Unter anderem müsste die öffentlichkeitsscheue Firma Investoren, Aufsichtsbehörden und Konkurrenten Einblick in ihr extrem erfolgreiches Öl-, Kohle und Metall-Handelsgeschäft gewähren.

Das vom Steuerparadies Zug aus regierte Glencore-Imperium hat sich im Laufe der letzten 35 Jahre von einem reinen Handelsunternehmen zu einem der wichtigsten Rohstoffproduzenten gemausert. (bru)

Erstellt: 03.05.2010, 07:16 Uhr

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2 Kommentare

peter ess

03.05.2010, 08:04 Uhr
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Glencore/Xstrata sind bereits heute quasi vertikal 'verbrüdert' aber nicht abhängig. Glencore verkauft die Produkte vor, bestellt die Produktion nach Auftragseingang bei Xstrata. Xstrata wuerde es wahrscheinlich heute nicht geben ohne dass Glencore bei der Geburt behilflich gewesen wäre. Glencores' Involvierung im russischen Alu und Getreidehandel wäre erwähnenswert gewesen. Antworten


André Perret

04.05.2010, 04:44 Uhr
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Was auch erwähnenswert wäre, ist die womögliche Verbindung von Xstrata mit der damals berühmt-berüchtigten (kanadische) Bre-X! Antworten



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