Pleitebank besitzt genug Uran für eine Atombombe
Von Vincenzo Capodici. Aktualisiert am 14.04.2009 12 Kommentare
Lehman Brothers, im letzten September kollabiert, wird Stück für Stück liquidiert. Die Auflösung der einst stolzen Investmentbank dürfte etwa zwei Jahre dauern. Lehman Brothers verfügt kaum noch über Vermögenswerte, die Pleitebank ist aber im Besitz von etwa 500'000 Pfund Uran, wie die Zeitung «Financial Times Deutschland» berichtet. Die Zeitung beruft sich auf Schätzungen der Nachrichtenagentur Bloomberg. Beim aktuellen Preis von 40 Dollar pro Pfund ist der Uranbesitz etwa 20 Millionen Dollar wert. Die Grössenordnung dieser Zahlen bestätigt Bryan Marsal, Lehman-Vorstandschef und -Insolvenzverwalter. «Wir sind bereit, das Uran zu verkaufen, wenn sich der Markt verbessert.» Mit dem Erlös will der Insolvenzverwalter einen Teil der Schulden von Lehman Brothers begleichen. Der Schuldenberg beträgt etwa 200 Milliarden Dollar.
Laut «Financial Times Deutschland» handelt es sich beim Uran, das Lehman Brothers besitzt, um Yellowcake, ein Pulvergemisch mehrerer Uranverbindungen. 500'000 Pfund Yellowcake reichten aus, um einen modernen Reaktor für ein Jahr zu betreiben – oder auch um eine Atombombe zu bauen.
Lehman erhielt Lizenz kurz vor Pleite
Lehman Brothers stieg einen Monat vor dem Kollaps am 15. September 2008 mit dem Erwerb der notwendigen Lizenz in den Uranhandel ein. Uran wird üblicherweise über Brokerhäuser gehandelt. Doch auch Finanzinvestoren spielen zunehmend eine bedeutende Rolle im Handel mit Uran, dessen Preis in den letzten Jahren stark anstieg.
Inzwischen ist eine Trendwende zu beobachten: Der Uranpreis ist in den letzten fünf Monaten von 55 auf 40 Dollar pro Pfund gesunken. Analysten befürchten, dass Länder wie China und Indien ihre Nuklearprojekte angesichts der Wirtschaftskrise zurückstellen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.04.2009, 15:33 Uhr
Kommentar schreiben
12 Kommentare
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft
- 1So günstig zum Eigenheim wie nie
- 2Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 3Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 4Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 5Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 6UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen













































































