Wirtschaft
Preise der Schweizer Detailhändler geraten ins Rutschen
Aktualisiert am 12.08.2011 7 Kommentare
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Denner senkt inmitten der Debatte um die Preise von importierten Waren für etwa 50 Produkte die Preise. Dank der Stärke des Frankens will der Lebensmitteldiscounter Markenprodukte mit 20 Prozent tieferen Preisen in die Regale stellen, wie er am Freitag mitteilte.
Der Detailhändler Spar senkt seinerseits die Preise bei Eigenmarken, und Coop, die Nummer 2 des Schweizer Detailhandels, kündigte ebenfalls ein Preisabschlag von durchschnittlich 9 Prozent auf 177 Artikeln an.
Discounter will Druck auf Importeure ausüben
Die Preissenkungen stehen allerdings mehr im Zusammenhang mit dem harten Preiskampf im Schweizer Detailhandel als mit der Weitergabe von günstigeren Importpreisen. So teilte Denner mit, dass die Preissenkungen teilweise auf Währungsvorteilen berechnen, teilweise aber auch auf eigene Rechnung gehen.
Mit den Preissenkungen will der Discounter im Besitz der Migros seinerseits Druck auf Markenkonzerne und Importeure ausüben, welche Währungsvorteile nicht weitergeben. Auch Coop finanziert die Preisabschläge nach eigenen Angaben mit Effizienzsteigerungen und dem Verzicht auf einen Teil der Marge.
Von ihren multinationalen Lieferanten erwarte man aber, dass auch diese ihre Währungsgewinne umgehend weitergeben, schrieb Coop in einer Mitteilung vom Freitag weiter.
Spar senkt Preise von Eigenmarken
Der Detailhändler Spar sieht sich mit seinen 2,5 Prozent Marktanteil in der Schweiz nicht in der Lage, bei der politischen Diskussion um die Importpreise gross mitzumischen. Wie Spar-Chef Stefan Leuthold in einem am Freitag publizierten Interview mit dem «Blick» erklärte, sollen dies «die Grossen» machen. Damit meinte er Coop und Migros.
Auch Spar werde jedoch bei verschiedenen Eigenmarken die Preise senken. Dies sei möglich, weil die betreffenden Produkte im europäischen Verbund der Spar-Gruppe eingekauft würden und damit die Wechselkurse weitergegeben werden könnten. Bei allen Produkten, wo ein Importeur involviert ist, seien Spar jedoch die Hände gebunden. (pbe/sda)
Erstellt: 12.08.2011, 20:35 Uhr
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7 Kommentare
MIGROS & COOP: Mit 76% Marktanteil seit Ihr der Schweizer Detailhandel: Schmeisst die Produkte von Liefereraten mit vertikalen Absprachen aus dem Sortiment: Tschüss mit Procter& Gamble, Beiersdorf etc.. Die stehen über Nacht ohne Distribution da. Tut nicht so wie zahnlose Babys. Oder wollt Ihr wirklich einen Konsumentenstreik? Sollen wir eure Logist etwas aufmischen? Antworten
Einkäufe im benachbarten billigen Euroland sowie die Aussicht der Schweizer Detaillisten, Umsatz zu verlieren, verfehlen ihre Wirkung nicht. Die Rolle der WeKo und der CH-Politik darf man getrost in Frage stellen - denn beide haben bisher nichts unternommen, um die Märkte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wer einen funktionierenden Markt behindert, gehört im Herbst abgewählt... Antworten
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