Roche: Tamiflu notfallmässig an die Ukraine

Der Basler Pharmakonzern Roche hat der Ukraine in einer Blitzaktion eine Flugzeugladung des antiviralen Mittels Tamiflu geschickt.

Das Flugzeug hob am Sonntagabend in Basel ab und wurde am Montagmorgen in Kiew von Premierministerin Julia Timoschenko in Empfang genommen. Wegen des rasanten Anstiegs der Fälle von Schweinegrippe hatte die Ukraine die internationale Gemeinschaft am Sonntagabend dringend um Hilfe gebeten. Bei Roche ging eine Notbestellung für Tamiflu der Ukraine ein, wie ein Sprecher des Unternehmens am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das Grippemittel sei ab Lager geliefert worden.

Nach Angaben der ukrainischen Regierung handelte es sich um 300'000 Packungen, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Einige Apotheken sollen wegen der Grippeepidemie zuletzt mehrere hundert Euro pro Tamiflu-Packung verlangt haben. Die Regierung will diesen Preis-Wucher auf Kosten verängstigter Menschen hart bestrafen.

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hatte am Wochenende die internationale Staatengemeinschaft zu Nothilfe im Kampf gegen die Schweinegrippe in seinem Land aufgerufen. Das Virus bedrohe die «nationale Sicherheit». Die Ukraine könne dieser Gefahr nicht aus eigener Kraft der Gefahr entgegentreten, erklärte Juschtschenko in Kiew. (raa/sda)

Erstellt: 02.11.2009, 20:13 Uhr

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