SBB und Trenitalia lösen Cisalpino auf, Name verschwindet
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Am 13. Dezember nehmen die beiden Staatsbahnen den internationalen Personenverkehr zwischen der Schweiz und Italien wieder selber in die Hand. Mit dem neuen Betriebskonzept soll der Verkehr auf der Nord-Süd-Achse zwischen der Schweiz und Italien wieder verlässlicher werden, wie SBB und Tenitalia am Freitag mitteilten. Die Qualität entspreche seit längerem nicht mehr den Erwartungen und werde allzu oft als ungenügend taxiert.
Die Muttergesellschaften hätten sich in den vergangenen Monaten bemüht, zusammen mit der Tochter Cisalpino die Verlässlichkeit des Rollmaterials und die Pünktlichkeit zu verbessern. Das habe zu Verbesserungen geführt, entspreche aber noch nicht dem gewünschten Qualitätsniveau.
40 Stellen werden aufgeteilt
Die rund 40 Mitarbeitenden der Cisalpino werden von SBB und Trenitalia übernommen. SBB und Trenitalia haben zudem beschlossen, ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember die Nachtzüge zwischen der Schweiz und Italien einzustellen.
Die Cisalpino-Fahrzeugflotte wird aufgeteilt. Fünf der insgesamt neun ETR-470-Kompositionen gehen an Trenitalia, vier an die SBB. Die erst teilweise ausgelieferten 14 neuen ETR-610-Kompositionen werden zwischen den beiden Bahnen je hälftig aufgeteilt.
Häufige Negativschlagzeilen
Cisalpino war 1993 von SBB, Trenitalia und BLS (Bern Lötschberg Simplon Bahn) gegründet worden. Zuletzt waren SBB und Trenitalia zu je 50 Prozent beteiligt.
Von Anfang an sorgten Pannen und Zugsverspätungen allzu häufig für Negativschlagzeilen. Im vergangenen Februar hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) einen Konzesionsentzug angedroht, wenn die Qualität sich nicht deutlich verbessere. Anfang September dann hiess es seitens des BAV, der von Cisalpino eingeschlagene Weg als «zielführend» und sah vom Konzessionsentzug ab. (cpm/sda)
Erstellt: 25.09.2009, 15:34 Uhr
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