Wirtschaft

SBB will Preise erhöhen und ans Geld der Businesskunden

Aktualisiert am 09.09.2009 52 Kommentare

SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi hält Tariferhöhungen auf Ende 2010 für unabdingbar. Zudem sieht er neue Einnahmequellen bei Geschäftsleuten.

«Sitzungen im Zug, Ruhe- oder Verpflegungszonen»: SBB-Spitze mit VR-Präsident Ulrich Gygi (r.) und CEO Andreas Meyer.

«Sitzungen im Zug, Ruhe- oder Verpflegungszonen»: SBB-Spitze mit VR-Präsident Ulrich Gygi (r.) und CEO Andreas Meyer.
Bild: Keystone

Tariferhöhungen würden auch für alle anderen Mitglieder im Verband des öffentlichen Verkehrs (VöV) nötig, sagte Gygi im Interview mit der «Handelszeitung» vom Mittwoch. Alle Zweige der Bahn sollten zum Gewinn beitragen. Im Regionalverkehr lasse sich aber aufgrund der Gesetzeslage nichts verdienen.

Weil der Bahn bei den Ticketpreisen die Hände gebunden sind, setzt Gygi nun insbesondere auf Geschäftsreisende. Sie sollen von neuen Angeboten profitieren, dafür aber auch tiefer in die Tasche greifen. «Ich denke da beispielsweise an Sitzungen im Zug, Ruhe- oder Verpflegungszonen», sagte Gygi.

Der SBB-Chef ist zudem überzeugt, dass nicht alle Möglichkeiten für neue Einnahmequellen ausgeschöpft sind - zum Beispiel «im Bereich der neuen Absatzkanäle wie Internet oder Mobile Phone und in Sachen Loyalitätsprogramme». Im Güterverkehr will sich die SBB bis Ende Jahr auf einen Cargo- Partner festlegen. Laut Gygi wäre «eine vertieftere Partnerschaft mit Hupac» wünschbar. (sam/sda)

Erstellt: 09.09.2009, 12:03 Uhr

52

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

52 Kommentare

Jürg Thoma

09.09.2009, 20:57 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Immer weniger Sitzplätze 2.Klasse, verdreckte Züge, im neueren Rollmaterial (ICN, Doppelstocker) engere Platzverhältnisse, wegen jeder Kleinigkeit Zugsausfälle (der zahlende Bahnpassgiere wird wie der Ochse vor dem Scheunentor stehengelassen) und das alles soll noch teurer werden als es jetzt schon ist?. Die Geldgierigen Manager werden alles noch schlimmer machen. Antworten


Jürg Braunschweiler

09.09.2009, 22:22 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Während die SBB Geld für 1. Class Lounges aus dem Fenster wirft, dürfen Pendler für Käfighaltungsähnlichen Transport jährlich tiefer in die Tasche greifen, vermehrt Verkehrsstörungen stoisch ertragen,die Unterdeckung der SBB Pensionskasse mit Steuergeldern finanzieren.Das SBB Mangament hat versagt. Es wird Zeit, dass die täglichen SBB Kunden unisono in den Ausstand treten und schwarz fahren. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.