Wirtschaft
S&P senkt reihenweise Bankenratings – auch UBS betroffen
Aktualisiert am 30.11.2011 63 Kommentare
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Insgesamt nahm S&P die Kreditwürdigkeit von 37 internationalen Banken unter neuen Kriterien unter die Lupe. Um die Krisenfestigkeit der Geldhäuser stärker zu gewichten, seien in die neuen Kriterien auch makroökonomische Trends und die Rolle von Regierungen und Zentralbanken eingeflossen, teilte Standard & Poor's am Dienstagabend mit.
Obwohl die Revision bereits vor mehr als einem Jahr angekündigt wurde, trifft der am Dienstag bekanntgegebene Schritt die Institute, die meisten davon aus den USA und Europa, in einer Zeit grosser Unsicherheit. Auf die Geldhäuser könnten höhere Finanzierungskosten zukommen.
Zu den um jeweils eine Stufe herabgestuften Häusern gehören neben der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) die US-Banken Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan und Bank of America sowie die britischen Banken Barclays, HSBC und RBS. Das Rating der UBS wurde um eine Stufe von «A+» auf «A» gesenkt. Die Bewertung von 20 Banken, darunter Credit Suisse, Deutscher Bank, ING und Société Général, blieb hingegen unverändert.
Für besseren Ruf
Anfang des Monats hatte S&P mitgeteilt, für mehr als 750 Banken in den kommenden Wochen aktualisierte Ratings zu veröffentlichen. Mit der Überprüfung der Bewertungskriterien bemüht sich die Agentur, ihren Ruf zu verbessern, der durch falsche Bewertungen von Finanzprodukten gelitten hatte.
S&P und die Rivalen Moody's und Fitch hatten sich vorhalten lassen müssen, dass sie zu gut benotet hätten. Trotz Spitzennoten musste der Staat rettend ins Finanzsystem eingreifen und neben der UBS so manche Bank vor dem Kollaps retten. Seitdem drängen insbesondere europäische Politiker darauf, dass die Ratingagenturen ihre Kriterien überarbeiten und transparent machen.
In jüngster Zeit hatten die Ratingagenturen sich aber aus einem anderen Grund den Zorn der europäischen Politiker zugezogen: Inmitten der Schuldenkrise hatten sie die Kreditwürdigkeit von Problemstaaten wie Griechenland immer weiter herabgestuft und damit den finanziellen Druck auf die Länder noch erhöht. Die EU will die Ratingagenturen nun per Gesetz an die Kandare zu nehmen. (jak/sda)
Erstellt: 30.11.2011, 07:13 Uhr
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63 Kommentare
Es gibt nur eine Lösung aus der sich immer schneller drehenden Krise. Alle Ratingagenturen müssen per sofort gestoppt werden. Also was passiert jetzt. Es werden alle Unternehmen mit grossen UBS Aktienbeständen gesucht und natürlich per sofort runtergestuft, diese aber wiederum sind Kunden der UBS und ziehen natürlich ihr Geld ab. Was soll dieses Spiel? Drumm den Dominokreislauf sofort stoppen. Antworten
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