Wirtschaft

Sberbank droht GM mit Klage wegen Opel

Aktualisiert am 25.12.2009

Der geplatzte Opel-Deal brachte der russischen Sberbank, die mit Magna den deutschen Autohersteller übernehmen wollte, Verluste ein. Jetzt fordert die Bank Geld von der Opel-Mutter General Motors.

Immer wieder schlechte Nachrichten: GM-Fahne beim Opel-Werk in Bochum.

Immer wieder schlechte Nachrichten: GM-Fahne beim Opel-Werk in Bochum.
Bild: Keystone

Die russische Sberbank droht dem US-Autokonzern General Motors wegen des gescheiterten Verkaufs des Tochterunternehmens Opel mit einer Schadenersatzklage. GM sollte wegen seines Rückziehers im November «freiwillig» eine Entschädigung zahlen, sagte der Chef der Sberbank, German Gref, am Freitag im russischen Fernsehen. Wenn General Motors nicht dazu bereit sei, für Verluste der Sberbank im Zusammenhang mit dem geplatzten Deal aufzukommen, werde die Bank vor Gericht ziehen.

Die Sberbank wollte gemeinsam mit dem österreich-kanadischen Zulieferer Magna International das deutsche GM-Tochterunternehmen Opel kaufen. Das Führungsgremium des durch ein Insolvenzverfahren geretteten Konzerns GM hatte sich noch im September grundsätzlich zum Verkauf der Anteilsmehrheit von Opel an Magna und die Sberbank entschieden. Anfang November erklärte General Motors aber dann überraschend, dass der Konzern Opel behalten wolle. (vin/ap)

Erstellt: 25.12.2009, 21:02 Uhr

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