Wirtschaft
Schicksalswochen für Apple
Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 06.10.2011 1 Kommentar
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Auch nach Eröffnung der US-Handelsplätze gibt die Aktie von Apple (AAPL 562.29 -0.54%) infolge von Steve Jobs Tod kaum nach. Auch in Übersee sind die Investoren offenbar von der Innovationskraft des Konzerns weiterhin überzeugt. Was heute und in den nächsten Wochen passiert, dürfte für das Schicksal des Apple-Konzerns nicht ausschlaggebend sein.
Doch die Konkurrenz schläft nicht. Die schärfsten Mitbewerber unter den Handyherstellern – das sind HTC, Samsung, LG, Microsoft und Nokia – haben Apple in der jüngeren Vergangenheit Kopfschmerzen bereitet. Das wird anhand der heutigen Börsenentwicklung für Technologieaktien einmal mehr deutlich: bis auf HTC haben alle genannten Titel zugelegt. Der Grund für das leichte Minus bei HTC ist auf die veröffentlichten Quartalszahlen zurückzuführen, aber die Schwankungen bleiben minimal.
Hängt Android iOS weiter ab?
Im Softwaremarkt wird die neue, alte Apple-Führung wohl wachsam bleiben müssen. Bereits heute ist Android, ein Betriebssystem für mobile Endgeräte, Marktführer mit 43 Prozent. Gefolgt von Apples iOS mit 16 Prozent und Mitbewerbern wie Research in Motion (RIM) mit 12 Prozent oder Microsoft mit 1,6 Prozent. Diese Weltmarktanteile hat das US-Marktforschungsinstitut Gartner erhoben.
Dass die Situation für Apple ernst ist, zeigt die Reaktion des Konzerns auf die Innovationen von Samsung: Apple verklagt Samsung, weil der südkoreanische Konzern Patente verletzt habe. «Das ist eine beliebte Taktik, wenn sich der eigene Produktlaunch verzögert, wie zuletzt beim iPhone», sagt ZKB-Analyst Gabriel Bartholdi.
60-Milliarden-Dollar-Markt
Die Bedrohung der Android-Allianz für die iOS-Erfinder wird auch nach dem Tod des Apple-Gründers nicht kleiner. HTC, Samsung und auch Google könnten den Technologieriesen aus Cupertino mit ihrem Betriebssystem noch weiter abhängen. Es geht dabei um viel Geld: Der Smartphonemarkt ist laut Expertenschätzungen rund 100 Milliarden Dollar schwer.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.10.2011, 18:19 Uhr
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