Wirtschaft

Schumacher-Verpflichtung hart kritisiert

Aktualisiert am 24.12.2009

Die Autoindustrie erleidet Milliardenverluste, Arbeiter müssen Lohneinbussen hinnehmen. Und dann verpflichtet Mercedes Rennsport-Superstar Michael Schumacher. Angestellte haben erbost reagiert.

Hier herrscht Freude, in den Mercedes-Werken gar nicht: Bekanntgabe der Verpflichtung von Michael Schumacher.

Hier herrscht Freude, in den Mercedes-Werken gar nicht: Bekanntgabe der Verpflichtung von Michael Schumacher.
Bild: Reuters

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Formel 1: GP Monaco

NameTeamZeit
1.Mark WebberRed Bull 1:46:06.557
2.Nico RosbergMercedes +0.600
3.Fernando AlonsoFerrari +0.900
4.Sebastian VettelRed Bull +1.300
5.Lewis HamiltonMcLaren +4.100
6.Felipe MassaFerrari +6.100
7.Paul di RestaForce India +41.500
8.Nico HülkenbergForce India +42.500
9.Kimi RaikkonenLotus +44.000
10.Bruno SennaWilliams +44.500
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Stand: 27.05.2012 21:29

Formel 1: WM-Stand Fahrer

NameTeamP
1.Fernando AlonsoFerrari76
2.Mark WebberRed Bull73
3.Sebastian VettelRed Bull73
4.Lewis HamiltonMcLaren63
5.Nico RosbergMercedes59
6.Kimi RaikkonenLotus51
7.Jenson ButtonMcLaren45
8.Romain GrosjeanLotus35
9.Pastor MaldonadoWilliams29
10.Sergio PerezSauber22
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Stand: 27.05.2012 15:50

Belegschaftsvertreter halten dies für das falsche Signal in der Autokrise, die zu Milliardenverlusten und Lohneinbussen führte. «Die Belegschaft hätte es eher verstanden, wenn Mercedes aus dem teuren Formel-1-Geschäft ausgestiegen wäre», sagte der Betriebsratschef des Bremer Mercedes-Werkes, Uwe Werner, der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe). Den Dreijahresvertrag, den Mercedes mit dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister geschlossen hatte, nannte Werner schwer vermittelbar.

Auf der einen Seite verordne die Führung des Autokonzerns Daimler, zu dem die Marke Mercedes gehört, einen harten Sparkurs und verlagere Teile der Produktion ins Ausland. Auf der anderen Seite gebe er viele Millionen für die Formel Eins aus.

Diese Investitionen werden sich nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer für Daimler nicht auszahlen. «Warum sollte der Mercedes-Fahrer sich ausgerechnet wegen der Formel 1 für den Kauf eines Mercedes entscheiden? Das kann man kaum nachvollziehen», sagte er im Bayerischen Rundfunk.

Kosten in keinem Verhältnis

Die Kosten des Rennsport-Engagements stünden in keiner Relation zu den möglichen Erträgen. Am Ende müssten die Kunden dafür aufkommen. «Jedes Fahrzeug muss um 200 bis 300 Euro teurer verkauft werden, um die Formel 1 für Mercedes zu finanzieren», sagte der Wirtschaftsprofessor, der an der Universität Duisburg-Essen lehrt.

Gemeinsam mit dem arabischen Daimler-Grossaktionär Aabar hatte Mercedes-Benz im November die Mehrheit am Rennstall Brawn übernommen. Damit endet die seit 1995 laufende Zusammenarbeit der Stuttgarter mit dem Team McLaren.

Hoher Verlust

Das unter Daimler-Chef Dieter Zetsche vorangetriebene Formel-1-Engagement stösst unter den Beschäftigten auf Unmut, da der Konzern im laufenden Jahr trotz Lohnkürzungen knapp 2 Mrd. Euro Verlust angehäuft hat und den Mitarbeitern auch im kommenden Jahr harte Einschnitte abverlangen will.

Zudem hatte Daimler zuletzt beschlossen, die Produktion der Mercedes-Benz-C-Klasse vom Montagewerk in Sindelfingen nach Bremen und in die USA zu verlagern. Toyota, BMW und Honda hatten der Formel 1 zuletzt den Rücken gekehrt. (sam/sda)

Erstellt: 24.12.2009, 13:41 Uhr

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