Wirtschaft

Schweinegrippe: Swiss setzt Taskforce ein

Aktualisiert am 27.04.2009

Die Ausbreitung der Schweinegrippe löst in der Reisebranche Unsicherheit aus.

Die Reiseveranstalter warteten am Montag auf behördliche Anordnungen. Solange die Bundesbehörden nicht vor Reisen nach Mexiko warnen, können Kunden nicht kostenlos annullieren, wie eine AP-Umfrage vom Montag in der Branche ergab.

Die Reisebüros stehen mit ihren Kunden vor Ort in Kontakt: «Wir raten den Reisenden davor ab, sich in grossen Menschenmengen zu bewegen und empfehlen, an Orten mit vielen Menschen allenfalls eine Schutzmaske zu tragen», sagte Kuoni-Sprecherin Andrea Müller auf Anfrage. Zurzeit seien rund 100 Schweizer mit Kuoni in Mexiko, die meisten befänden sich aber in Badeferien-Regionen auf der Halbinsel Yucatán und nicht im Zentrum, wo die Schweinegrippe-Fälle aufgetaucht waren. Den Kunden, die bald nach Mexiko reisen, rät Kuoni, vor der Abreise einen Arzt zu besuchen und für den Notfall allenfalls das Grippe-Medikament Tamiflu in der Reiseapotheke mitzunehmen. Für Reisen nach Mexiko verweist Kuoni auf die Empfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Dasselbe gilt bei Tui Suisse. Rund 100 Kunden des Reiseveranstalters befinden sich zurzeit in Mexiko, ebenfalls hauptsächlich auf Yucatán. «Einige sind noch dieses Wochenende nach Mexiko gereist», sagte Sprecher Roland Schmid, und weiter: «Wir beobachten die Situation in Mexiko genau und beraten unsere Kunden auch über Vertretungen vor Ort.» Bei Hotelplan sind rund 80 Kunden in Mexiko, davon zehn in Mexico-Stadt. Laut Sprecherin Elina Fleischmann steht der Reiseveranstalter in ständigem Kontakt mit den Kunden und gibt die Empfehlungen des EDA weiter.

Bei der Fluggesellschaft Swiss beobachtete man am Montag noch keine Auffälligkeiten bei den Annullierungen, wie Sprecherin Andrea Kreuzer auf Anfrage sagte. Direktflüge nach Mexiko bietet die Fluggesellschaft nicht an, aber auch bei Flügen in die USA merke man zurzeit nichts Aussergewöhnliches. Die Fluggesellschaft hat eine Taskforce gegründet, der unter anderem Fachleute vom Flugmedizinischen Dienst angehören. Die Taskforce steht in direktem Kontakt mit dem Bundesamt für Gesundheit und würde im Ernstfall Massnahmen einleiten. Das könnte beispielsweise das Verteilen von Schutzmasken im Flugzeug sein oder Instruktionen der Crews über das Verhalten bei einem Verdachtsfall an Bord. (ts/ap)

Erstellt: 27.04.2009, 13:47 Uhr

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