Wirtschaft
Schweizer Kaupthing-Kunden erhalten ihr Geld
Möglich wird der für alle Beteiligte positive Abschluss, weil die im letzten Oktober zusammengebrochene Kaupthing Bank Luxembourg, zu der auch der Schweizer Zweig gehört, von Investoren übernommen und erfolgreich umstrukturiert wurde.
Die für die Ausbezahlung der Forderungen der Gläubiger im Konkursverfahren der Zweigniederlassung Genf erforderliche Summe sei vollständig sichergestellt und auf einem Bankkonto in der Schweiz eingegangen, heisst es in einer Mitteilung der Bankenaufsicht Finma. Damit könnten sowohl sämtliche noch ausstehenden Einlagen als auch alle übrigen gegenüber der Zweigniederlassung Genf bestehenden und im Konkursverfahren anerkannten Forderungen zu 100 Prozent befriedigt werden. Kleinanleger hatten bereits am vergangenen 16. und 17. Oktober alle Guthaben von bis zu 5000 Franken ausbezahlt erhalten.
Im August soll ausbezahlt werden
Die Finma und die Konkursliquidatoren wollen nun alles daran setzen, dass sämtliche Anleger im Laufe des Monats August ihre Guthaben samt Zins zurückerhalten. Vollständig zurückbezahlt werden auch die von Banken und Effektenhändlern im Zusammenhang mit der Einlagensicherung zur Verfügung gestellten Beträge von insgesamt rund 28 Millionen Franken.
Es handelte sich um den ersten und bisher einzigen Anwendungsfall der Einlagensicherung in der laufenden Finanzkrise. Aus den Mitteln wurden bis Ende Oktober Einlagen bis zum damals gesicherten Höchstbetrag von 30'000 Franken zurückerstattet. Die Schweizer Kaupthing-Kunden erhielten damit viel früher Geld als zum Beispiel jene in Deutschland, die erst jetzt mit der erfolgreichen Restrukturierung der Luxemburger Kaupthing Bank ihre Spareinlagen zurückerhalten.
Einlagensicherung hat «Test bestanden»
Die Schweizer Einlagensicherung hat damit aus Sicht der Finma den Test bestanden, wie Sprecher Tobias Lux auf Anfrage sagte. Die Limite für gesicherte Spareinlagen ist vom Parlament im letzten Dezember im Dringlichkeitsverfahren von 30'000 auf 100'000 Franken erhöht worden. Im Finanzdepartement wird zurzeit eine umfassende Revision vorbereitet.
Bewährt hat sich nach den Worten von Lux auch das Vorgehen der Finma, schon im letzten Herbst den Konkurs über die Schweizer Niederlassung der Kaupthing Bank zu eröffnen. Damit sei eine halbe Million Franken pro Monat gespart worden. Sollte die neue Bank wieder eine Zweigniederlassung in der Schweiz eröffnen wollen, müsste sie bei der Finma ein Bewilligungsgesuch stellen. (oku/ap)
Erstellt: 14.07.2009, 19:53 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



