Wirtschaft
Schweizer legen deutsche Marine lahm
Die neuen Korvetten der deutschen Marine eignen sich besonders für küstennahe Gewässer und können gegen mögliche Bedrohung von Land aus eingesetzt werden. Eine ihrer ersten Missionen wäre deshalb die Bekämpfung von Piraten vor Somalia gewesen. Die Schnelölboote sind so konstruiert, dass sie nur sehr schlecht vom Gegner durch Radar- oder Infrarot-Geräte erkannt werden können. Auf ihrem Heck kann ein Hubschrauber landen. Umgerechnet rund 300 Millionen Franken kostet jede der neuen Korvetten.
Doch nun liegen die Schnellboote im Heimathafen Rostock -Warnemünde vor Anker. Nach Ansicht der deutschen Marine ist daran der Schweizer Getriebehersteller Maag Systems aus Winterthur ZH schuld, wie der «Sonntagsblick» berichtet. Bei Testfahrten der Korvette Oldenburg vor wenigen Wochen sei eine Schraube in eines der Getriebe gefallen und habe grosse Schäden verursacht. Seither, behauptet die Bundeswehr weiter, seien bei der Fehlersuche erhebliche Konstruktionsmängel an den Schweizer Getrieben entdeckt worden, schreibt das Sonntagsblatt weiter.
Vorsichtshalber sind die Testfahrten der Korvetten abgebrochen worden. Bis zum 12. Juni sollen die Winterthurer Getriebebauer jetzt ein Konzept zur Mängelbeseitigung vorlegen. Insgesamt dürfte die Fehlerbeseitigung Maag gemäss «Sonntagsblick» mehrere Millionen Euro kosten. Die Firme konnte am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreicht werden. (se)
Erstellt: 31.05.2009, 09:17 Uhr


