Wirtschaft

Skandalhändler Kerviel drohen fünf Jahre Haft

Aktualisiert am 06.01.2010

In der Affäre um Milliardenspekulationen bei der französischen Grossbank Société Générale muss der Börsenhändler Jérôme Kerviel im Juni vor Gericht.

In grossem Stil verspekuliert: Jérôme Kerviel.

In grossem Stil verspekuliert: Jérôme Kerviel. (Bild: Keystone)

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Der Prozess gegen Jérôme Kerviel finde vom 7. bis zum 23. Juni statt, teilten die Justizbehörden am Mittwoch in Paris mit. Kerviel wird vorgeworfen, der Société Générale durch eigenmächtige Geschäfte einen Schaden von 4,9 Mrd. Euro zugefügt zu haben. Der 32-Jährige muss sich in dem Verfahren wegen Vertrauensbruchs, Fälschung und unbefugter Nutzung von Computersystemen verantworten. Ihm drohen in dem Verfahren vor der elften Pariser Strafkammer fünf Jahre Haft und 375'000 Euro Geldstrafe.

Kerviel hatte laut Anklage vor der Entdeckung seiner Spekulationen im Februar 2008 zeitweise Positionen von 50 Mrd. Euro aufgebaut. Er soll dabei fiktive Bestellungen eingesetzt haben, um seine Geschäfte zu verschleiern. Der Börsenhändler wirft seinen Vorgesetzten dagegen vor, von seinen Geschäften gewusst zu haben. Sie schritten demnach nicht ein, so lange er Gewinne machte. Kerviel muss sich wegen der Affäre nun aber als einziger verantworten. (vin/sda)

Erstellt: 06.01.2010, 16:52 Uhr

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