Wirtschaft

«Ich werde die Konsequenzen ziehen»

Aktualisiert am 18.09.2011 88 Kommentare

Die UBS wurde für ihr Schweigen zum Betrugsfall von London kritisiert. Nun steht der Konzernchef gleich selbst hin: Oswald Grübel übernimmt die Verantwortung, lässt aber offen, was das genau heisst.

«Die Verantwortung trägt der CEO, also ich»: Oswald Grübel im Interview mit der Tagesschau.

«Die Verantwortung trägt der CEO, also ich»: Oswald Grübel im Interview mit der Tagesschau.
Bild: Screenshot: SF

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«So etwas kann passieren, auch wenn es das nicht sollte»: Mit diesen Worten erklärte UBS-Konzernchef Oswald Grübel gegenüber der Tagesschau des Schweizer Fernsehens seine Sicht des Milliarden-Betrugsfalles in der Londoner Trading-Abteilung seiner Bank. Der Betrugsfall habe wenig mit dem Geschäft an sich zu tun, «weil das Geschäft im Normalfall solche Verluste nicht generieren kann.»

Es sei im Interesse der UBS, (UBSN 11.23 2.00%) solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Wie dies geschehen solle, würden die Abklärungen zeigen, die derzeit am Laufen seien. Er könne aber nicht garantieren, dass so etwas nicht mehr vorkomme: «Wir beschäftigen 65'000 Menschen rund um den Globus, und solange wir Menschen beschäftigt haben, können wir nicht für jeden einzelnen die Hand ins Feuer legen.»

Neue Strategie

Der Vorfall von London werde aber auf alle Fälle Eingang finden in die neue Investment-Banking-Strategie, die die UBS schon seit einem Jahr erarbeitet. Die neue Strategie, sagte Grübel, sei nötig geworden, weil die Erträge im Investmentbanking rückläufig seien.

Zur Schuldfrage sagte Grübel: «Die Verantwortung trägt der CEO, also ich.» Er werde die Konsequenzen daraus tragen müssen. Welcher Art diese Konsequenzen seien, werde zum gegebenen Zeitpunkt bekanntgegeben. (ami)

Erstellt: 18.09.2011, 20:56 Uhr

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88 Kommentare

Adam Ant

18.09.2011, 22:36 Uhr
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Es ist kein Betrugsfall: dieser grosse Verlust ist offizielle Geschäftsstragegie. Man ging bewusst wieder hohe Risiken ein. Hr Grübel lügt wie gedruckt! Er behauptet nichts von den grossen Risiken gewusst zu haben. Das kann und darf nicht sein. Antworten


Hans Lips

19.09.2011, 09:10 Uhr
Melden 98 Empfehlung

Sowohl in Zürich als auch in London oder andernorts müssen an kritischen Stellen eben SChweizer platziert werden.Ich sage damit nicht, dass dies Schweizern nicht passieren könnte.Ich sage, dass allenthalben die ehrliche, bodenständige und verantwortungsvolle Schweizer Mentalität, die schliesslich diese Banken geschaffen hat, fehlt.Da können Ausländer noch etwas von uns lernen. Antworten



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