Wirtschaft

Stade de Suisse AG muss 1,1 Millionen Franken zahlen

Die Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG, der auch die BSC Young Boys Betriebs AG einverleibt ist, muss der Sportvermarkterin V&F AG Schadenersatz zahlen.

Niederlage: Stefan Niedermaier, Geschäftsführer der Stade de Suisse AG.

Niederlage: Stefan Niedermaier, Geschäftsführer der Stade de Suisse AG. (Bild: Keystone)

Die Urteilsbegründung des Berner Handelsgerichts liegt noch nicht vor, wie der Geschäftsführer der Stade de Suisse (SdS) AG, Stefan Niedermaier, in Bern bekanntgab. Die V&F wird für ihr entgangene Einnahmen in der Saison 2007/08 entschädigt. Die Zürcher Firma war mehrere Jahre für die Vermarktung der Young Boys verantwortlich. Die Stade de Suisse AG hatte der V&F vorgeworfen, sie habe zu wenig für die Vermarktung des Vereins getan. Daraufhin kündigte sie den bis Sommer 2010 laufenden Vermarktungsvertrag vorzeitig.

Die SdS AG wird erst in voraussichtlich drei Monaten, wenn das Urteil schriftlich vorliegt, entscheiden, ob sie den Schuldspruch anfechten wird. Das Urteil werde weder die Young Boys noch die SdS AG zurückwerfen, gab sich Niedermaier überzeugt. Erstens sei es trotz allem richtig gewesen, den Vertrag mit V&F zu kündigen. «Ohne Kündigung wären wir nicht da, wo wir jetzt sind». Deshalb sei auch seine Position bei der SdS kein Thema. Der Verwaltungsrat habe bereits Kenntnis vom Urteil.

Zweitens habe die SdS mit Blick auf den Prozess Rückstellungen gemacht. Die Urteilssumme entspreche ungefähr dem, was in den vergangenen Jahren als Reserve angelegt worden sei, so Niedermaier. Die SdS sei also nicht ganz überrascht vom Verdikt. Noch offen ist, ob mit dem Urteil des Berner Handelsgerichts nun die Angelegenheit für die SdS AG ausgestanden ist. Die V&F kündigte während der öffentlichen Verhandlung am Berner Handelsgericht an, auch für alle weiteren Saisons Schadenersatzforderungen geltend zu machen.

(si)

Erstellt: 05.03.2009, 18:14 Uhr

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