Wirtschaft
Suva erzielt Rendite von zwölf Prozent
Die Suva hat 2009 nach dem Verlust im Vorjahr wieder ein positives Ergebnis erzielt. Die Performance auf den Kapitalanlagen verbesserte sich von minus 12,2 Prozent auf erfreulich hohe über zwölf Prozent, wie die Unfallversicherung am Montag mitteilte.
Zur guten Performance habe ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren beigetragen. So hätten sowohl die Sachwertanlagen als auch die festverzinslichen Papiere von dem sich aufhellenden wirtschaftlichen Umfeld sowie den tiefen Zinsen in Folge der sehr expansiven Notenbankpolitik profitiert. Der Buchwert der Kapitalanlagen stieg von 29,3 Milliarden Franken auf rund 32 Milliarden Franken. Die aktive Anlagestrategie der Suva ziele auf eine breite Diversifikation. Sie beinhaltet neben festverzinslichen Papieren den relativ hohen Anteil von 24 Prozent kotierter Aktien, zwölf Prozent Immobilien sowie 14 Prozent Alternativanlagen.
Renten an über 100'000 Personen
Die Jahresrechnung 2009 wird laut Suva mit einem positiven Ergebnis abschliessen. 2008 wies die Gesamtrechnung einen Verlust von 149,4 Millionen Franken aus. Die Suva bezahlt laut eigenen Angaben an über 100'000 Personen Invaliden- und Hinterbliebenenrenten. Das Anlagevermögen diene der Sicherung dieser Renten. Die lange Laufzeit dieser Renten ermögliche es, das Vermögen langfristig anzulegen und erhebliche Wertschwankungen in Kauf zu nehmen, da in guten Anlagejahren jeweils konsequent Wertschwankungsreserven geäufnet würden. Der finanzielle Deckungsgrad, sprich das Verhältnis von Vermögen gegenüber Verpflichtungen, betrug per Ende 2009 gut 117 Prozent. Im Vorjahr waren es 107,8 Prozent gewesen. Detaillierte Angaben zum Geschäftsjahr 2009 und zur Prämienentwicklung 2011 kündigte die Suva für ihre Bilanzmedienkonferenz vom kommenden 11. Juni an.
Mit Blick auf die laufende Revision des Unfallversicherungsgesetzes lehnt die Suva den von der vorberatenen Kommission des Nationalrates beschlossenen Abbau der Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung ab. Die Senkung der Versicherungsdeckung um rund 20 Prozent sei fragwürdig, da die Versicherung ausgezeichnet funktioniere, solide finanziert sei und keinen Sanierungsbedarf aufweise. (vin/ddp7sda/)
Erstellt: 08.03.2010, 16:32 Uhr



