Wirtschaft

Swatch erhöht Preise für Luxusuhren

Aktualisiert am 23.01.2011

Mit monatelanger Verzögerung schlägt der schwache Euro nun doch durch: Der Schweizer Uhrenkonzern erhöht die Preise, um den Währungszerfall auszugleichen.

Ihre Uhr kostet in Euroländern und den USA bald mehr: Aishwarya Rai, Botschafterin für Longines.

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Die Swatch-Gruppe erhöht im Euro- und Dollarraum auf ihren Luxusuhrenmarken die Preise, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Betroffen seien Longines, Blancpain und Breguet. «Wir müssen es tun», zitiert die Zeitung Konzernchef Nick Hayek.

Die im Vergleich zum Franken tiefen Kurse schlagen sich nun doch in der Rechnung nieder. Der Umsatz habe sich seit 2007 um 10 Prozent oder 595 Millionen Franken verringert – alleine wegen Währungseffekten. Tatsächlich kann sich Swatch für jeden eingenommenen Euro deutlich weniger Franken gutschreiben als früher.

Luxussegment umkämpft

Vor Swatch haben bereits Rolex und die Marken von Richemont – Cartier und IWC – ihre Preise erhöht. Ulysse Nardin und Audemars Piguet werden folgen. Damit solle auch verhindert werden, dass Konsumenten Schweizer Uhren günstiger im Ausland einkaufen. Man wolle einen grenzüberschreitenden Parallelhandel verhindern, zitiert die «Sonntagszeitung» Cartier-Chef Bernard Fornas.

Das Luxusuhren-Segment ist für die Schweizer Uhrenmacher immer wichtiger, wie die «NZZ am Sonntag» heute schreibt. Besonders die Marken Omega und Longines hätten sich zu Zugpferden für die Swatch-Gruppe entwickelt. Grund seien auch die hohen Gewinnmargen im Sektor: Von 100 Franken Umsatz könne etwa Richemont 20 Franken als Gewinn verbuchen.

Erstellt: 23.01.2011, 09:01 Uhr

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