Wirtschaft

Swatch mit Volldampf in die Zukunft

Aktualisiert am 26.02.2012 10 Kommentare

Chinesen und andere emsige Käufer von Uhren bescheren der Schweiz 500 neue Arbeitsplätze. Swatch-Chef Nick Hayek will dieses Jahr auch ebenso viele neue Stellen im Ausland schaffen.

Kann dank reger Nachfrage ausbauen: Nick Hayek in Biel. (20. Februar 2012)

Kann dank reger Nachfrage ausbauen: Nick Hayek in Biel. (20. Februar 2012)
Bild: Keystone

Swatch Group

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Der Chef des Uhren- und Schmuckimperiums Swatch, Nick Hayek, will dieses Jahr in der Schweiz voraussichtlich mindestens 500 neue Stellen schaffen. Er geht davon aus, dass der erfolgsverwöhnte Konzern weltweit etwa 1000 neue Mitarbeiter braucht.

Er entscheide über die Einrichtung einer neuen Stelle im heute 28'000 Beschäftigte zählenden Unternehmen immer selbst mit, sagte Hayek der Zeitung «Der Sonntag». Er und seine leitenden Mitarbeiter lehnten eine Mentalität ab, mit der Angestellte kurzfristig angeheuert, aber nach Bedarf auch schnell wieder entlassen würden.

«Das half uns in der letzten Krise vor zwei Jahren, als wir keine Mitarbeiter entlassen mussten», sagte Hayek, der wie sein 2010 verstorbener Vater den Ruf eines innovativen und kreativen Unternehmers und Querdenkers hat. Er werde nicht wie andere Konzerne Kostensenkungsprogramme mit «schönen Fantasienamen» verkünden. Dabei gehe es doch in der Regel nur um Kniefälle vor den Aktionären, sagte Hayek.

Hayek weist Ruf nach Transparenz zurück

Hayek ist darüber hinaus kein Fan von Aktionärs-Abstimmungen über Managerlöhne. Die Kritik der Anlagestifung Ethos, dass Swatch keine konsultativen Abstimmungen über den Vergütungsbericht zulasse, wies Hayek zurück.

Jedes Unternehmen funktioniere anders und Regeln, die alle über einen Kamm scherten, brächten nichts. Viele dieser Regeln kämen aus den USA und Grossbritannien. «Alle diese Standards, die im Namen der Transparenz ausgerufen werden, dienen nur dazu, den grossen Fonds und Pensionskassen das Leben zu erleichtern», sagte er.

Ethos kümmere sich primär um Finanzanlagen und was dazu gehöre, sagte Hayek. Das sei legitim. Kreativität und motivierte Mitarbeiter seien aber ebenso Teil eines Unternehmens. Er gab zudem zu bedenken, dass die wirklich wichtigen Fragen jene nach Investitionen und der Schaffung von Arbeitsplätzen seien. (rub/sda)

Erstellt: 26.02.2012, 14:11 Uhr

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10 Kommentare

raymond cuany

26.02.2012, 15:24 Uhr
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Man kann Ihnen nur gratulieren Herr Hayek! Wenn nur mehr Unternehmer eine solche Einstellung hätten! Antworten


Peter Kaegi

26.02.2012, 15:42 Uhr
Melden 33 Empfehlung 0

Obwohl die Uhrenindustrie eigentlich am stärksten unter dem hohen Frankenkurs im Export leiden müsste, hören sie von Herr Hayek nicht das Frankenkursgejammer wie von anderen Schweizer Unternehmern.
Vermutlich war der Innovationsdruck der Uhrenindustrie einiges grösser als bei anderen Branchen.
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