Wirtschaft
Swiss Re macht wieder Gewinn
Wieder mit Gewinn: Gebäude am Hauptsitz der Swiss Re in Zürich. (Bild: Keystone)
Swiss Re dreht wieder in die Gewinnzone. Im dritten Quartal hat der Rückversicherer 334 Millionen Franken Gewinn eingefahren und übertrifft deutlich die Erwartungen der meisten Analysten. Vor einem Jahr resultierte noch ein Verlust von 304 Millionen.
«Im dritten Quartal haben wir dank eines starken Kerngeschäfts und einer weiteren Reduktion der Risiken im Anlage-Portfolio den finanziellen Handlungsspielraum weiter verbessert», wird Konzernchef Stefan Lippe in einem Communiqué zitiert. Der weitere Ausblick sei daher «ermutigend».
Eigenkapital gestärkt
Der Gewinn sei belastet durch 706 Millionen Franken an Bewertungsverlusten auf Absicherungen von Unternehmensanleihen und von 263 Millionen Fr. an Wertberichtigungen, vor allem auf dem Bestand an strukturierten Produkten.
Das Eigenkapital des von der Finanzkrise stark getroffenen Konzerns stieg auf 26,2 Mrd. Franken, nachdem es Ende Juni noch 23,8 Mrd. Fr. betragen hatte. Das geschätzte Überschusskapital auf AA- Level stieg indessen auf 6 Mrd. Franken, was für das Vertrauen der Kunden in den Rückversicherer entscheidend ist.
All dies verhelfe Swiss Re zu einer guten Ausgangslage für die Erneuerungsrunde im Januar, so Konzernchef Lippe. Der seit vergangenem Februar amtierende Swiss-Re-Chef legt den Fokus konsequent wieder auf das Rückversicherungsgeschäft, nachdem sich der Konzern unter seinem Vorgänger Jacques Aigrain mit Ausflügen ins Investmentbanking erheblich verspekuliert hatte.
Starkes Kerngeschäft
Im dritten Quartal habe es wenig Naturkatastrophen gegeben, berichtet Swiss Re, zudem sei im traditionellen Leben-Geschäft der Sterblichkeitsverlauf günstig gewesen. Der Konzern profitiert auch vom positiven Ausgang eines Schiedsverfahrens.
So stieg im Sach- und Haftpflichtgeschäft (Property & Casualty) der operative Gewinn von 685 Millionen Fr. auf 998 Millionen Franken. Das Verhältnis von Schadenszahlungen und Kosten zu den Prämieneinnahmen (Combined Ratio) verbesserte sich deutlich auf tiefe 84,5 Prozent, nach 99,6 Prozent im Vorjahr.
Der Bereich Lebens- und Krankenversicherungen (Life & Health) kommt auf 388 Millionen Fr. operativen Gewinn, nach einem Verlust von 79 Millionen Fr. im Vorjahr.
Risiken abgebaut
Die Einheit Legacy (»Vermächtnis»), in der die toxischen Papiere aus dem Investment-Abenteuer der vergangenen Jahre abgewickelt werden, erzielte einen operativen Gewinn von 22 Millionen Franken. Legacy ist von der übrigen Kapitalbewirtschaftung (Asset Management) abgespalten worden.
Da die Liquidität der Märkte für verbriefte Anlagen im dritten Quartal zurückgekehrt sei, habe Swiss Re einen Teil der einst berüchtigten strukturierten Kreditrisikoversicherungen (Credit Default Swaps) mit 221 Millionen Fr. verkaufen können. (se/sda)
Erstellt: 03.11.2009, 09:07 Uhr
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



