Swiss gebucht, Lufthansa geflogen

Aktualisiert am 21.03.2010

Die Schweizer Fluggesellschaft lässt eine gewisse Anzahl ihrer Flüge durch andere Airlines ausführen. Zu viele sagen die Swiss-Piloten. Sie gehen gegen das Unternehmen vor.

Nicht immer fliegt man mit dem gewünschten Signet auf der Flosse: Maschinen von Swiss und Lufthansa auf dem Flughafen Kloten.

Nicht immer fliegt man mit dem gewünschten Signet auf der Flosse: Maschinen von Swiss und Lufthansa auf dem Flughafen Kloten.
Bild: Keystone

Der Pilotenverband Aeropers akzeptiert nicht, dass die Swiss mehr Flüge durch die Tochtergesellschaft Edelweiss Air und die Muttergesellschaft Lufthansa abwickeln lässt, bestätigte Aeropers-Geschäftsführer Henning Hoffmann einen Bericht des «SonntagsBlick».

Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zwischen der Swiss und Aeropers sei genau festgelegt, wie viele Flugzeuge anderer Airlines pro Tag Flüge für die Swiss durchführen dürfen. Nach Ansicht von Aeropers sind es zu viele. Wenn die Swiss mehr Piloten benötige, solle sie selbst zusätzliches Personal einstellen.

Neue GAV-Verhandlungen stehen

Da die Meinungsverschiedenheiten nicht zu bereinigen waren, hat Aeropers den Rechtsweg beschritten und gegen die Fluggesellschaft Swiss eine Klage wegen Verletzung der Regelungen über den Unterwanderungsschutz eingereicht. Die Swiss hat Kenntnis von der Klage, wollte sich aber nicht weiter dazu äussern. Solche Klagen würden mit den Sozialpartnern direkt besprochen, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Mit der Klage verschärft sich der Ton zwischen der knapp 900 aktive Mitglieder zählenden Aeropers und der Swiss, die Mitte Jahr Verhandlungen über einen neuen GAV führen werden. Neben dem Konkurrenzschutz fordern die Piloten angesichts der Gewinne des Unternehmens bessere Arbeitsbedingungen inklusive höhere Löhne. Der alte GAV läuft Ende Jahr aus. (sda)

Erstellt: 21.03.2010, 13:23 Uhr

Wirtschaft

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