Wirtschaft

Swissport und Ryanair verursachen Chaos in London

Aktualisiert am 03.08.2009

Am Samstag haben 700 Passagiere am Londoner Flughafen Stansted ihre Maschine verpasst. Die Schuld schob der irische Billigflieger dem Schweizer Abfertigungsunternehmen zu.

Mehr als 700 Passagiere hätten ihren Flug verpasst, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Ursache seien Probleme beim Check-in und der Gepäckaufgabe für Ryanair-Flüge gewesen. Die Fluggesellschaft habe für ihre insgesamt 255 Flüge am Samstag nur elf Schalter geöffnet. Am Wochenende zuvor seien es noch doppelt so viele gewesen.

Unter den Reisenden befand sich ein BBC-Reporter auf dem Weg in die Ferien. «Es ist ein Albtraum», sagte David Dimbleby der «Times». «Die Polizei ist hier mit Maschinengewehren, um uns eigentlich vor Terroristen zu schützen, aber sie schützen letztendlich die Ticketverkäufer von Ryanair.»

Verantwortung auf Swissport geschoben

Ryanair machte am Sonntag einen personellen Engpass für das Chaos verantwortlich und entschuldigte sich. Gab den Schwarzen peter aber weiter: Die Servicegesellschaft Swissport, die im Auftrag von Ryanair die Flüge abfertigt, habe eine «ungenügende Anzahl von Gepäckaufgabe-Schaltern» geöffnet. Diese entschuldigte sich ebenfalls.

Eine Information über die Erstattung der verpassten Flüge wurde nicht erteilt. Ryanair versucht seit geraumer Zeit, sich mit verschiedenen Sparmassnahmen zu profilieren. Für Aufsehen sorgten die Ideen einer Toilettengebühr oder eines Gratisflugs für Stehplätze. (raa/sda)

Erstellt: 03.08.2009, 06:20 Uhr

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