Wirtschaft

Tausche Gold gegen Dollar

Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 16.12.2011 24 Kommentare

Aus Sorge, dass Europa die Schuldenkrise nicht bewältigen kann, liquidieren viele Investoren ihre Wertbestände und flüchten in den Dollar. Das wirkt sich auch auf den Goldpreis negativ aus.

1/11 Die Zürcher Kantonalbank verfügt über einen der grössten Goldbestände in der Schweiz.

   

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Von 1756 US-Dollar je Feinunze ist der Goldpreis bis gestern auf 1574 Dollar abgesackt. Bis heute Nachmittag hat sich der Goldpreis auf nur 1583 Dollar je Feinunze (31 Gramm) erholt. Und das, obwohl der World Gold Council eine weltweite Rekordnachfrage nach dem Edelmetall vermeldete. «Auch börsengehandelte Fonds in Gold, sogenannte ETF, befinden sich auf einem hohen Niveau», sagt UBS-Rohstoffanalyst Giovanni Staunovo. Und dennoch ging der Goldpreis seit dem 8. Dezember bis gestern deutlich nach unten.

«Ausgelöst hat den Preisverfall der Handel mit Terminkontrakten und nicht der Verkauf von physischem Gold», sagt Goldexpertin Susanne Toren von der ZKB. Da die Marktteilnehmer immer grössere Probleme mit der Refinanzierung hätten, müssten sie ihre Engagements reduzieren, erklären Rohstoff-Analysten der Credit Suisse (CS) die Entwicklung. Das heisst: Neben Risikopositionen wurde auch Gold verkauft, um dafür Dollar zu bekommen. Die Angst vor drohender Illiquidität löste den Preiseinbruch bei Gold und anderen Rohstoffen wie Kupfer oder Platin aus.

Investoren zweifeln an Europas Entschlossenheit

Wie geht es weiter? Tobias Merath, Chefanalyst für Rohstoffe bei der CS, geht davon aus, «dass die nächsten Tage schwierig werden». Denn Europa könnte bei der Umsetzung der angekündigten Sparmassnahmen zur Rettung des Euro hinter den Plänen zurückbleiben. Und das wiederum könnte die Unsicherheit erhöhen, was den negativen Zusammenhang zwischen Dollar und Goldpreis verstärkt. «Wenn die Investoren in den Dollar flüchten, dann stärkt das die US-Währung und schwächt den Goldpreis», sagt Vontobel-Chefstratege Thomas Steinemann.

Zusätzlicher Druck auf den Goldpreis kommt aus Indien und China. Die beiden Länder sind die weltweit grössten Goldnachfrager. Die indische Rupie hat stark verloren und «indisches Gold» ist daher als Fluchtwährung nicht so attraktiv. In China hingegen liegt bei den Investitionen in Gold der Fokus auf dem Schutz vor Inflation. Allerdings ist dort die Inflation leicht zurückgegangen. Daher ist auch aus dem Blickwinkel der Investoren in China Gold derzeit nicht der zwingende Rettungsanker. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.12.2011, 16:44 Uhr

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24 Kommentare

Bojan Antonovic

15.12.2011, 18:04 Uhr
Melden 50 Empfehlung

"... flüchten in den Dollar" Das ist genau so lachhaft, wie Guttenberg Internet-Berater der EU wird. Antworten


Lena meier

15.12.2011, 17:32 Uhr
Melden 36 Empfehlung

So wie Gold/Silber fallen entweder wenn London öffnet oder die Comex USA sind Manipulationen die (GlodmannSachs,FED sollen solange manipulieren mit ihren Papier-Gold bis es Pysisch kanpp wird. Mein Gold wiegt immer noch soviel wie vor der Drückung, ob ich jezt mehr Beschriftete und Ungedeckte Papiere dafür bekomme oder nicht ist mir egal.. Antworten



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