Tote bei Protest gegen Schweizer Firma Xstrata

Die peruanische Regierung rief wegen Demonstrationen gegen die Schweizer Bergbaufirma Xstrata den Notstand aus: Mindestens zwei Menschen starben gestern bei Strassenkämpfen, viele wurden verletzt.

Die Bevölkerung möchte auf die durch Xstrata verursachten Umweltprobleme aufmerksam machen: Beschädigtes Auto in der Region Cusco. (28. Mai 2012)

Die Bevölkerung möchte auf die durch Xstrata verursachten Umweltprobleme aufmerksam machen: Beschädigtes Auto in der Region Cusco. (28. Mai 2012)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei Protesten gegen das Schweizer Bergbauunternehmen XStrata in Peru sind zwei Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt worden. Hunderte Demonstranten, darunter streikende Kumpel und Dorfbewohner, blockierten am Montag in der Provinz Espinar in der südlichen Region Cusco die Strassen mit Baumstämmen und Steinen.

Das sagte Behördenvertreter. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstössen mit der Polizei, die Tränengas einsetzte. Staatsanwalt Hector Herrera sagte, acht Verletzte würden in einem Spital von Espinar behandelt. Die Regierung von Cusco verhängte den Ausnahmezustand.

Vorwurf der Umweltverschmutzung

Die Demonstranten werfen XStrata vor, es verschmutze die Flüsse Salado und Canipia. Sie fordern Umweltstudien und verweisen auf den Tod vieler Tiere.

Zudem wollen sie, dass der Konzern seine Investitionen in die Entwicklung der örtlichen Wirtschaft von derzeit drei auf 30 Prozent seiner Gewinne erhöht. Es war der achte Tag von Protesten, bei denen bisher mindestens 20 Polizisten und 24 Demonstranten verletzt wurden.

(mrs/sda)

Erstellt: 29.05.2012, 07:51 Uhr

Artikel zum Thema

Glencore sorgt für Aufschwung im Fusionsmarkt

In der Schweiz sind bis Ende März 2012 Fusionen von insgesamt 71 Milliarden Franken geplant worden. Grund für den Rekord ist laut einer Studie die Mega-Übernahme von Glencore und Xstrata. Mehr...

Aktivisten protestieren vor Generalversammlung von Xstrata

Rohstoffe An der Generalversammlung des Rohstoffkonzerns Xstrata am Dienstag in Zug haben Demonstranten dem Unternehmen Umweltverschmutzung sowie Menschenrechtsverletzungen in Peru und Kolumbien vorgeworfen. Mehr...

Xstrata siegt vor Gericht - Australisches Kohleprojekt geht weiter

Rohstoffe Der britisch-schweizerische Bergbaukonzern Xstrata darf die Planungen für das grösste Kohleprojekt Australiens fortsetzen. Mehr...

Werbung

Kommentare

Abo

Digital Abos

Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Im 1. Monat nur CHF 1.-

Die Welt in Bildern

Aufgetischt: An der Haustiershow in Tokio riecht ein Hund an einem organischem Hundeessen. Wir wünschen einen guten Appetit (30. März 2017)
(Bild: Kim Kyung-Hoon) Mehr...