Toyota-Debakel: Bereits 89 Sammelklagen eingereicht

Aktualisiert am 09.03.2010

Auf den Autobauer Toyota kommen in den USA im Zusammenhang mit den gigantischen Rückrufaktionen neue Forderungen zu, die den Konzern 3 Milliarden Dollar oder mehr kosten können.

Durchlebt schwierige Zeiten: Akio Toyoda.

Durchlebt schwierige Zeiten: Akio Toyoda. (Bild: Keystone)

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In verschiedenen Städten wurden nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP inzwischen 89 Sammelklagen von enttäuschten Toyota-Besitzern gegen den Hersteller eingereicht. Die Fahrer fordern den Ersatz des Wertverlustes, den gebrauchte Toyota-Modelle seit Beginn der Pannenwelle erlitten haben.

Bei rund 6 Millionen betroffenen Autos und einem Wertverlust von 500 Dollar pro Fahrzeug könnten Kosten von 3 Milliarden Euro für Toyota ( 76.8 -0.52%) entstehen. Nach einer Preisliste für Gebrauchtwagen sind die Preise für zurückgerufene Toyotas um 350 bis 750 Dollar gefallen. Bisher wurden in den USA 5,4 Millionen Stück zurückgerufen, weltweit mehr als 8 Millionen Stück.

52 Todesopfer nach Gaspedal-Unfällen

In der Milliardensumme noch nicht enthalten sind Entschädigungen für Toyota-Fahrer nach Unfällen wegen der fehlerhaften Bremsen am Modell Prius oder wegen der klemmenden Gaspedale vieler anderer Modelle. Bisher wurden der US-Strassenverkehrssicherheitsbehörde 52 Todesopfer nach Gaspedal-Unfällen gemeldet.

Der erste Prozess wegen der Wertverluste soll am 25. März vor einem Bundesgericht in San Diego stattfinden. Die Richter wollen auch darüber beraten, ob alle Sammelklagen zu einem Prozess zusammengefasst werden. Im Jahr 2008 hatte Toyota-Konkurrent Ford an 800'000 Besitzer von Explorer-Geländewagen Gutscheine über je 300 bis 500 Dollar verteilt. Der Restwert von gebrauchten Explorern war nach einer Unfallserie eingebrochen. (sam/ddp)

Erstellt: 09.03.2010, 15:38 Uhr

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