Wirtschaft
Trinken, Partys, Dates mit Fremden: Eine Ex-Bankerin beichtet
Aktualisiert am 02.09.2009 38 Kommentare
Auszüge aus dem Tagebuch der arbeitslosen Bankerin wurden in der Zeitschrift «New Yorker» publiziert – und sorgten für Aufsehen und Rätselraten in der Branche. Wo hat sie gearbeitet? Bei einer amerikanischen Bank? Oder doch «für die Schweizer Steuersünder», also bei der UBS, wie laut einem Bericht der «Financial Times Deutschland» (FTD) ein Leser in einem Kommentar auf der Webseite des Magazins behauptete?
Die Verschwiegenheit, was ihren früheren Arbeitgeber betrifft, dürfte für die Zukunft der jungen Frau freilich äussert sinnvoll sein: Der Lebenswandel, den sie beschreibt, mag für eine Hardrock-Band eine Empfehlung sein, doch für die konservative Bankenwelt gewiss nicht. Nach dem Aufstehen gegen Mittag, so erzählt sie laut dem Bericht der FTD, wird zunächst per Internet etwas zu essen bestellt, weil es «draussen einfach zu regnerisch» ist.
Arbeitslos und Spass dabei
Seit mindestens sechs Monaten ist die Frau ohne einen Arbeitsplatz – ein Umstand, mit dem sie nach ihren Schilderungen kein Problem hat. Um sich ihren aufwändigen Lebensstandard zu sichern, nennt sie zwei Quellen: die Arbeitslosenversicherung und ältere Herren, mit denen sie sich zu Dates trifft, um «meinen Manhattan-Speiseplan zu finanzieren», wie die FTD zitiert.
Eine amouröse Beziehung hat die junge Frau mit den Gentlemen freilich nicht im Sinn. Stattdessen feiert sie laut ihrem Tagebuch allabendlich Partys, die nicht selten in einem fremden Bett enden – inklusive des peinlichen Filmrisses am Morgen.
Lotterleben als Trauerspiel
Das Tagebuch einer offenbar attraktiven Unbekannten, die den Müssiggang den Mühen vorzieht und dies schamlos und öffentlich eingesteht – kein Wunder, dass die Bekenntnisse die vielen arbeitslosen Bankiers in den USA, die verzweifelt einen neuen Job suchen, provozieren.
Einen Trost fanden sie in einer Passage, in der die junge Frau ihr Unglück selbst dokumentierte. Beim Anblick eines verliebten Paares, so erzählte sie dem Lesepublikum, werde ihr übel; die Stadt habe sie schon mit 24 Jahren abstumpfen lassen. ()
Erstellt: 02.09.2009, 11:08 Uhr
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38 Kommentare
Bei einer Auszahlungsquote von fast 97% kann bei den Versicherer kaum von 'Geld aus der Tasche ziehen' geredet werden. Mann kann darueber reden ob immer richtige Entscheidungen gefaellt worden sind; ob die Administration zu teuer ist etc. Gross's Kommentar ist doch sehr Kibbutz/Komosolz Ethik orientiert - die Leistung eines Vermieters ist offensichtlich - sonst gaebe es keine Mieter? Antworten
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