Wirtschaft

UBS beschäftigt mehr Mitarbeiter in Amerika als in der Schweiz

Die Bedeutung des US-Geschäftes der Grossbank ist enorm. In Nord- und Südamerika verwaltet die UBS Hunderte von Milliarden.

Die UBS hat Ende März jenseits des Atlantiks 673 Milliarden Franken an Vermögen verwaltet, einen sehr grossen Teil davon in den USA. Angesichts von fast 27'000 Mitarbeitern, die dort in Lohn und Brot stehen, ist die Bedeutung des US-Geschäfts der Grossbank enorm.

Für Nord- und Südamerika hat die UBS wie im Februar bekanntgegeben das Vermögensverwaltungsgeschäft, derzeit ihre stabilste Einnahmequelle, vom Rest abgetrennt und nennt den Bereich nun «Wealth Management Americas». Für die Kunden auf den beiden Kontienten beschäftigt die UBS mehr Mitarbeiter als in der Schweiz.

Kauf von Paine Webber

Im Anbetracht der 2,18 Billionen Franken an verwalteten Kundenvermögen, die die Bank konzernweit gemäss Bericht um ersten Geschäftsquartal 2009 ausweist, zeigt sich, dass rund ein Drittel davon von vermögenden Privatkunden aus Nord- und Südamerika kommen.

Dies geht auf den Kauf von Paine Webber im Jahr 2000 zurück. Als die UBS die New Yorker Privatbank übernahm, war auf einen Schlag die Hälfte der Vermögensverwaltungskunden Amerikaner.

Auch die Investmentbank der UBS hat in den USA nach wie vor Gewicht, trotz der horrenden Verluste, welche die Abteilung in den vergangenen zwei Jahren angehäuft hat. Nach eigenen Angaben beschäftigte die Bank in Nord- und Südamerika Ende 2008 etwa 5800 Mitarbeiter, viele davon in der Zweigstelle in New York.

Verkauf von Pactual

Allerdings haben Stellenabbau und der Verkauf der brasilianischen Tochter Pactual im April die Mitarbeiterzahl in der Investmentbank in der Zwischenzeit reduziert.

Die dritte UBS-Einheit Global Asset Management, also das Geschäft mit Anlagen von institutionellen Kunden, spiele in den USA hingegen eine «vernachlässigbare» Rolle, heisst es bei der Bank. (sam/sda/)

Erstellt: 10.07.2009, 14:17 Uhr

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3 Kommentare

john doe

10.07.2009, 16:48 Uhr
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2dann richtig. Wie wäre es mal Onlce Sam mitzuteilen man werfe sämtliche Dollarbestände, US Anleihen der Nationalbank und der UBS in einer Konzentrierten Aktion auf den Markt? Kann man sich vorstellen was das in den volatilen Märkten auslösen würde? Ein Finanzhurrikan wäre ein laues Lüftchen dagegen. Wenn man so unter Druck gestellt wird und es nicht nur um eine Bank geht, muss man halt Klotzen.. Antworten


Sibylle Weiss

10.07.2009, 15:44 Uhr
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Wenn die CH nicht so spurt,wie die amerikanische Justiz dies verlangt,dann könnte die USA auf die dumme Idee kommen,ein Handelsembargo gegen die CH zu verhängen u.der UBS die USA-Lizenz entziehen.Dazu kommt,dass dies vor der UBS nicht Halt machen wird u.andere Firmen (Roche/Novartis/Nestle) durch Einfrieren deren Vermögenswerte in den USA bestraft würden mit katastrophalen Folgen für die CH. Antworten


Tom Kuhn

10.07.2009, 15:13 Uhr
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Die UBS beschäftigt nicht nur viele sondern sehr viele hochbezahlte Angestellte in den USA. Im Gegensatz zur CS hat die UBS die wichtigesten Eier in einem Korb platziert. Deswegen wird die UBS wie eine Zitrone von den USA ausgepresst. Der Wirtschaftskrieg hat bereits angefangen. Die USA wollen wohlhabende Kunden wieder zurück. Die Politiker haben das Spiel nicht begriffen. Es geht um Geld. Toll! Antworten



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