Wirtschaft

UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang

Aktualisiert am 26.05.2012 87 Kommentare

Das missratene Börsendebüt von Facebook kommt auch die involvierten Banken teuer zu stehen. Als Market Maker streicht auch die Schweizer UBS laut Berichten einen happigen Verlust ein.

Die Begeisterung war von kurzer Dauer: Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf einem Bildschirm in New York, kurz nach dem Handelstart. (18. Mai 2012)

Die Begeisterung war von kurzer Dauer: Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf einem Bildschirm in New York, kurz nach dem Handelstart. (18. Mai 2012)
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Facebook: Das grösste soziale Netz geht an die Börse

Facebook: Das grösste soziale Netz geht an die Börse
Der Börsengang von Facebook ging am Freitag, 18. Mai 2012 über die Bühne. Es war der zweitgrösste Börsengang aller Zeiten.

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Es fing nicht gut an, als am Freitag vor einer Woche die Aktien des sozialen Netzwerks Facebook (FB 24.3125 -2.98%) an die US-Technologiebörse Nasdaq gingen. Schon der Handelsstart musste um 30 Minuten verschoben werden. Danach führten Software-Pannen zu Verzögerungen. Viele Investoren wussten lange nicht, ob und zu welchem Preis sie Beteiligungspapiere kaufen oder verkaufen konnten. Viele fuhren Verluste ein. Die Verunsicherung war gross. Am Ende des ersten Handelstages resultierte ein magerer Kursgewinn von 23 Cent gegenüber dem Ausgabepreis von 38 US-Dollar.

Die Nasdaq sieht sich nun mit Klagen von verärgerten Anlegern konfrontiert. Einige Banken und Handelsfirmen drohen ebenfalls mit juristischen Konsequenzen. Nun wurden auch erste Zahlen zu den Verlusten bekannt, die die bis zu 30 Konsortialbanken eingefahren haben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters verloren die vier in Bezug auf Facebook führenden Marktmacher zusammen rund 115 Millionen Dollar.

Nasdaq stellt nur 13 Millionen Dollar bereit

Der Börsengang von Facebook soll der UBS (UBSN 17.19 -0.75%) demnach einen Schaden von 30 Millionen Dollar beschert haben. Die «Financial Times» (FT), die sich ebenfalls auf Insider stützt, spricht von einem Verlust von rund 20 Millionen Dollar. Die amerikanische Citigroup hat gemäss Reuters und FT einen Verlust von 20 Millionen Dollar zu beklagen, und bei den Brokerfirmen Knight Capital Group (30 bis 35 Millionen Dollar) und Citadel Securities (30 Millionen Dollar) hat Facebook ebenfalls beträchtliche Löcher in die Bilanzen gerissen.

Andere Wallstreet-Firmen, die sich als «Market Maker» bereit erklärt hatten, Aktien zu kaufen und zu verkaufen, um damit den Handel aufrecht zu erhalten, dürften auch noch Verluste anmelden. Die insgesamt daraus resultierenden Schadenersatzforderungen werden voraussichtlich den Betrag von 13 Millionen Dollar bei weitem übertreffen, den die Nasdaq für solche Klagen zurückgestellt hat. (rub)

Erstellt: 26.05.2012, 10:16 Uhr

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87 Kommentare

Willi Wollherr

26.05.2012, 11:39 Uhr
Melden 316 Empfehlung 0

Für UBS-Verhältnisse ist es eine hervorragende Leitung der Verantwortlichen, die dieses Mal nur 30 Mio in den Sand gesetzt haben. Zusatzboni wären angebracht, sonst verliert man schlimmstenfalls noch diese wertvollen Mitarbeiter.
Solche Geschäfte sind Musik in den Ohren und dabei kann man gut die KMU vergessen, die auf den Knien rutschen für 20 000 CHF Kredit und damit die Bank belästigen.
Antworten


Julius Hadorn

26.05.2012, 10:50 Uhr
Melden 212 Empfehlung 0

BRAVO! Habe kürzlich einen Bericht gelesen, wo jemand versuchte, Fr. 30'000.- zu investieren. So wie man diesen Herrn bei der UBS behandelte, so freue ich mich, dass die Arroganz der UBS entsprechend belohnt wurde. Antworten



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