Wirtschaft

UBS-Ehrenpräsident fordert Villigers Abgang

Aktualisiert am 16.10.2011 65 Kommentare

Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger soll rasch zurücktreten. Dies fordert Nikolaus Senn, Ehrenpräsident der UBS. Für ihn ist auch klar: Ein Schweizer soll die definitive Nachfolge von Oswald Grübel übernehmen.

Will bis 2013 im Amt bleiben: Kaspar Villiger.

Will bis 2013 im Amt bleiben: Kaspar Villiger.
Bild: Keystone

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Kein Verständnis für die Proteste auf dem Paradeplatz: Nikolaus Senn. (Bild: UBS)

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Nikolaus Senn, Ehrenpräsident der UBS, (UBSN 11.15 -0.89%) fordert einen raschen Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger. Dieser solle sein Amt früher zur Verfügung stellen als geplant. «Es wäre gut, wenn er das Verwaltungsratspräsidium auf die nächste Generalversammlung an den designierten Nachfolger Axel Weber übergeben würde», sagt Senn im Interview mit der «SonntagsZeitung».

Weber sei ein international bekannter Bankier. «Deswegen wäre eine definitive Nachfolgelösung auf die nächste Generalversammlung hin meines Erachtens zweckmässig.» Villiger hatte angekündigt, dass er bis 2013 im Amt bleiben will.

Schweizer Nachfolger für Grübel

Als Nachfolger von Ex-CEO Oswald Grübel solle ein Schweizer an die Bankenspitze berufen werden, verlangt Senn. Mit Interims-CEO Sergio Ermotti habe man «einen geeigneten Kandidaten». Der Tessiner kenne die Bank und sei auch international tätig gewesen. «Ich gebe ihm gute Chancen.»

Als haltlose «Theorie» bezeichnet Senn die Herabstufung der UBS durch die Ratingagentur Fitch. Es sei Mode geworden, auf bekannte Banken zu schiessen. «Da hat sich eine Gilde von besserwissenden Ökonomen herausgebildet, die Noten verteilen und sich für den allwissenden Gott halten.» Die meisten Banken seien gut unterwegs. «Es wird zu keiner Bankenkrise kommen», sagt Senn gegenüber der «SonntagsZeitung».

Kein Verständnis für Demonstranten

Wenig Verständnis zeigt er für die Anti-Banken-Demonstration vom Samstag auf dem Zürcher Paradeplatz. «Das sind Leute, die wenig oder nichts zu tun haben, zum Teil Fanatiker. Solche Aktionen bringen nichts.» (kpn, jak)

Erstellt: 16.10.2011, 07:37 Uhr

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65 Kommentare

Xaveer Inderbitzin

15.10.2011, 23:44 Uhr
Melden 108 Empfehlung

"'Es wird zu keiner Bankenkrise kommen', sagt Senn."
Soso. Für wen sind denn die von den Steuerzahlern finanzierten Milliarden-Rettungsschirme in Europa?
Antworten


Victor Heldner

16.10.2011, 07:37 Uhr
Melden 75 Empfehlung

Wer bei der UBS als CEO und/oder VR Präsident nachrückt ist nicht so relevant, in der Regel kommen sie aus den gleichen FDP Seilschaften. Der Fisch stinkt zuerst am Kopf und auf der Teppichetage ändert sich nichts. Betreffend Demostrationen auf dem Paradeplatz kann es wohl nur heissen: der alte Mann hat den Anschluss verpasst. Antworten



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