UBS-Steueraffäre: Erster US-Bürger in Haft

Aktualisiert am 02.04.2009

Ein 55-jähriger Amerikaner soll bei der Schweizer Grossbank mehrere Millionen Dollar vor den US-Steuerbehörden versteckt haben.

1/14 Verschiedene Kundenberater sollen Gelder von der UBS zu anderen Banken gebracht haben, nachdem die USA 2008 gegen die Bank Ermittlungen aufgenommen hatten. (Bild: Banker am Paradeplatz)

   

In den USA ist erstmals ein US-Bürger im Zusammenhang mit einer Steuerhinterziehung über UBS-Konten angeschuldigt worden. Der 55-Jährige Buchhalter eines Yachtunternehmens wurde am Donnerstag von einem Richter in Miami bis zur gerichtlichen Anhörung kommende Woche in Haft gesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, bei der Schweizer Grossbank Vermögenswerte in Millionenhöhe vor den US-Steuerbehörden versteckt zu haben. So habe er zwischen 2001 und 2008 über zwei Millionen Dollar in Krügerrand-Goldmünzen bei der UBS deponiert sowie Wertschriften im Wert von über 4,5 Millionen Franken über die Konten erworben.

Die Schweiz hatte am vergangenen 18. Februar die Daten von 255 Konten amerikanischer UBS-Kunden an die US-Behörden übermittelt. In der Folge wurde ein Strafverfahren gegen die UBS in den USA sistiert. Die UBS zahlte zugleich ein Sühnegeld von 780 Millionen Dollar. Die US-Steuerbehörde IRS verlangte in der Folge mit einer Zivilklage die Herausgabe von 52'000 weiteren Namen von amerikanischen Kunden der Schweizer Grossbank. (vin/ap)

Erstellt: 02.04.2009, 20:56 Uhr

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