Umfrage: Bankgeheimnis soll bleiben
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Das Bankkundengeheimnis muss bleiben: Dieser Meinung sind gemäss einer Umfrage 73 Prozent der Schweizer (Vorjahr: 78 Prozent). Doch zugleich geht eine Mehrheit davon aus, dass das Bankkundengeheimnis in den nächsten Jahren gekippt wird.
In der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) haben es 57 Prozent der Befragten als unwahrscheinlich erachtet, dass das Bankkundengeheimnis in der heutigen Form in fünf Jahren noch bestehen wird. Im Vorjahr haben 35 Prozent entsprechend geantwortet.
Doch finden auch 70 Prozent der 1004 Befragten, man solle dem europäischen Druck auf das Bankkundengeheimnis nicht nachgeben. Sie sind auch gegen den automatischen Informationsaustausch mit ausländischen Steuerbehörden.
Schlechte Noten für Politiker
Doch bekommen die Politiker für ihr Engagement in der Sache schlechtere Noten als noch im Vorjahr: Nur noch 40 Prozent finden, die offizielle Schweiz setze sich genug ein, um das Bankkundengeheimnis zu bewahren. Im Vorjahr waren es noch 64 Prozent. Der Anteil der Skeptiker ist von 24 Prozent auf ebenfalls 40 Prozent gewachsen.
89 Prozent finden es grundsätzlich richtig, dass die finanziellen Daten der Bankkunden gegenüber Dritten geschützt werden müssen. Die Ergebnisse wertet die Bankiervereinigung als starkes Bekenntnis zur finanziellen Privatsphäre - trotz oder gerade wegen der anhaltenden Diskussion über das Bankkundengeheimnis, wie es in einer Mitteilung heisst.
Wieder vermehrt Vertrauen
Die Bankiervereinigung hat die Umfrageteilnehmer auch zu ihrem Verhältnis mit der Hausbank befragt. 87 Prozent haben sich positiv oder sogar sehr positiv geäussert (Vorjahr: 85 Prozent). Auch die Kunden von Grossbanken haben demnach wieder vermehrt Vertrauen gefasst: Der Anteil jener, die sich positiv äusserten, hat sich auf 22 Prozent verdoppelt. (raa/ddp)
Erstellt: 12.03.2010, 15:50 Uhr
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