Wirtschaft

VW investiert über 240 Millionen Euro in Malaysia

Aktualisiert am 21.12.2010

Autohersteller Volkswagen hat nach jahrelangen Verhandlungen den Einstieg in Malaysia geschafft. Mit dem Fahrzeughersteller DRB-Hicom wurde ein Vertrag zur Montage von VW-Modellen unterschrieben.

In Malaysia laufen schon bald die Bänder an: VW stärkt seine Position im asiatischen Raum.

In Malaysia laufen schon bald die Bänder an: VW stärkt seine Position im asiatischen Raum.
Bild: Keystone

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VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler sagte, der Konzern werde seine Präsenz in Malaysia schrittweise ausbauen und die dort gebauten Autos möglicherweise auch in andere asiatische Länder exportieren.

Zunächst sollen die Modelle Passat und Jetta im Werk Pekan des malaysischen Unternehmens gebaut werden. Die Autos kommen komplett zerlegt an und werden dort zusammengeschraubt. Wenn der Absatz sich gut entwickelt, will VW auch mehr Teile in Malaysia selbst bauen.

241 Millionen Euro Investitionen

Klingler erklärte weiter, anfänglich solle die Kapazität in dem Werk bei «einigen tausend Fahrzeugen» im Jahr liegen und dann erhöht werden. Die Investitionen von umgerechnet 241 Millionen Euro trägt zu 70 Prozent DRB-Hicom. VW hatte Mitte August mit DRB-Hicom eine Absichtserklärung zum Bau von Autos in Malaysia unterzeichnet. Zuvor hatte VW jahrelang mit dem staatlichen malaysischen Automobilhersteller Proton verhandelt. Diese Gespräche waren jedoch gescheitert.

VW ist in der Region Südostasien mit einem Absatz von nur 14'000 Stück im Jahr 2009 schwach vertreten und will laut Klingler auf 40'000 bis 50'000 im Jahr 2015 kommen. Länder wie Indonesien, Malaysia oder Vietnam gelten als Wachstumsländer mit mehr als 500 Millionen Bürgern.

VW schnappt sich vernachlässigte Regionen

VW will bis 2018 grösster Autobauer der Welt sein und muss daher vom Konzern vernachlässigte Regionen als Absatzmarkt entwickeln. In vielen Ländern ist dazu der Aufbau einer lokalen Produktion notwendig, weil die Regierungen ihre Märkte vor übermächtigen Importeuren schützen wollen. In China und Indien ist VW bereits mit eigenen Fabriken vertreten. (pbe/dapd)

Erstellt: 21.12.2010, 19:31 Uhr

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