Wirtschaft
«Verlässt Google die Schweiz, gehen 2400 Arbeitsplätze verloren»
Interview Reto Knobel. Aktualisiert am 13.04.2010 76 Kommentare
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FDP-Nationalrat Ruedi Noser (49) ist Chef der Noser Group im zürcherischen Hombrechtikon und Präsident von ICT-Switzerland, dem Schweizer Dachverband der Informatik- und Telecombranche. (Bild: Keystone )
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Ruedi Noser, Google
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Schweiz beklagt den Mangel an IT-Spezialisten. Nachdem der Bund für das Jahr 2010 das Arbeitskontingent für ausländische Fachkräfte halbiert hat, ist sogar die Schliessung des europaweiten Forschungszentrums in Zürich ein Thema.
Das ist nicht nur ein Problem von Google, sondern eines der gesamten Branche. Die Informatik hat einen strukturellen Arbeitskräftemangel und ist auf Ausländer angewiesen. Wir brauchen jedes Jahr etwa 6000 neue IT-Arbeitskräfte und wir bilden nur etwa die Hälfte davon selbst in der Schweiz aus.
Warum holen Sie diese nicht aus dem EU-Raum? Der Beschluss, das Kontingent zu halbieren, betrifft nur Ausländer ausserhalb der EU.
Wir sind nicht nur auf Deutsche und Engländer angewiesen, sondern auch auf Amerikaner, Koreaner, Chinesen und Inder. Für diese Ausländer gilt, dass sie nur Arbeitsbewilligungen für 1, 2 oder 3 Jahre bekommen. Dann muss ein neues Kontingent beantragt werden.
Aus Gründen des Inländervorrangs und der Beschäftigungssicherung in der Schweiz ist die Massnahme des Bundesrats nachvollziehbar.
Für die IT-Branche nicht. Ende März musste einer meiner Mitarbeiter, ein indischer Informatiker, das Land verlassen. Welchen Sinn macht das? In Deutschland fand er sofort einen neuen Job, wir hingegen konnten die Person noch nicht ersetzen – weder mit einem Schweizer noch mit einem ausländischen Spezialisten. Ich rechne damit, dass die wenig durchdachte Bundesratsmassnahme 10'000 bis 15'000 Jobs verschwinden lässt – wenn sie nicht raschmöglichst rückgängig gemacht wird. Das sind Jobs, die wir unmöglich mit Schweizer Arbeitnehmern besetzen können. Ich gehe davon aus, dass insbesondere der Finanzplatz gezwungen ist, weiter Arbeitsplätze nach Asien auszulagern.
Was unternehmen Sie?
Ich habe in meiner Funktion als Präsident des Informatik- und Telekom-Dachverband ICT-Switzerland einige Fälle dokumentiert und diese an das Bundesamt für Migration weitergeleitet. Diese Woche wird unser Verband zudem beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vorsprechen. ICT-Switzerland drängt dazu, dass die Regierung den Entscheid schnell überprüft und rückgängig macht. Zudem ist der Entscheid des Bundesrates, das Kontingent zu halbieren, auf ein halbes Jahr beschränkt. Das gibt zusätzlich Anlass zu Hoffnung, dass der Entscheid für das zweite Halbjahr rasch geändert werden kann.
Google Zürich ist der grösste Forschungsstandort des Suchmaschinen-Riesen ausserhalb der USA und beschäftigt 600 Mitarbeiter. Welche Folgen hätte die Schliessung für den Wirtschaftsstandort Schweiz?
Pro Arbeitsplatz, der in der Informatikbranche aufgegeben wird, verschwinden zwei bis drei Zulieferer. Das heisst: Verlässt Google die Schweiz, gehen bis zu 2400 Arbeitsplätze verloren. Zudem hat Google für das Forschungszentrum in Zürich ja ehrgeizige Ausbaupläne. Die wären dann auch gefährdet, wenn die Kontingentierung so restriktiv bleiben würde. Wir sind aber zuversichtlich, dass dieser für den Forschungs- und Werkplatz Schweiz problematische Entscheid rasch korrigiert werden kann.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.04.2010, 14:05 Uhr
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76 Kommentare
Der Arbeitskräftemangel in der IT ist auch durch die strukturelle Unattraktivität bedingt. Faire Kompensation von Überstunden? Attraktive Teilzeitstellen? Kann man in der IT gleich vergessen. Ausser man arbeitet im oberen Kader, aber dort konzentriert man sich eh mehr auf die Boni als auf die IT. Kein Wunder sind die Studentenzahlen am Departement Informatik der ETH Zürich seit Jahren rückläufig. Antworten
Sind wir doch einfach ehrlich - es sind (nur!) jene aus der ganzen Welt als Mitarbeiter herzlich willkommen, die hoch qualifiziert sind - und von denen nicht schon einige in der Schweiz Arbeitslosengeld beziehen. Alle Anderen sind nicht willkommen. Zahlung festlegen für Kontingente ist folglich definitiv keine geeignete Antwort - vielmehr auch nur der Ausdruck von Hilflosigkeit. Antworten
@Andreas Strunz; Das ist eben das kurzsichtige Denken, das bei uns überhand genommen hat. Am besten sind halt die 20 Jährigen Schulabgänger, die schon 40 Jahre IT Erfahrung mitbringen. Amerikanisches Denken ist bei uns nicht erwünscht ! Go Home Google. Da sollte mal die Gewerkschaft Komunikation/Informatik eingreifen. Antworten
Also dann sind wir konsequent! Schaffen wir die PFZ ab! Fertig mit der Pseudointernationalisierung, die uns nur Massen von Leuten aus 3 EU Staaten brachte. Oeffnen wir uns wieder der ganzen Welt, und nehmen die besten. Aber dann bitteschoen an der Urne nicht wieder den ... einziehen! Antworten
So ernten wir nun langsam die Früchte unserer fauligen Saat. Wir haben gespart beim Ausbilden von Lehrlingen, wir habens verschlafen, uns die besten IT-topshots auf dem Markt zu grapschen und wir dümpeln gemächlich der nächsten Entwicklung entgegen, die wir sicherlich auch verpennen werden: den Anschluss an die Wirtschaft Europas. Danke, SVP, danke, weiter so, da die Schweiz kein IT-Zeugs braucht! Antworten
@marco Lardi, Rene Baron: Falsch! Diese Vorgehensweise zwingt Firmen dazu, Ihre IT-Arbeitsplätze in die EU oder Asien zu verlagern. IT-Unternehmen haben keine Zeit zuerst jahrelang irgendwelche Schweizer auszubilden, nur damit sie hier ihre Firmen betreiben können. Die Standortwahl Schweiz beruht auf fiskalen Faktoren, nicht auf emotionalen. Antworten
Die Firma hat ohnehin viel zu viele Mitarbeiter. Das Tochterunternehmen Youtube beschäftigt weltweit auch bloss 70 Leute - und das als eine der zehn meistbesuchten Websites. Gerne verabschieden wir Google Richtung Osteuropa, wo es noch mehr Steuern zu sparen gibt. Und aus dem zurückbleibenden Urwald-Lounge-Disco-Gebäudekomplex wird die grösste und edelste Kinderkrippe Europas. Antworten
Was gut für die Wirtschaft ist, ist nicht automatisch gut für die Bevölkerung. Und was gut für Google ist, ist nicht automatisch gut für Zürich und die Schweiz. Wenn es Google in der Schweiz nicht passt sollen sie halt dorthin gehen wo sie angeblich bessere Bedingungen haben. Lange genug hat sich die Schweiz von der Wirtschaft und deren Vertretern (FDP) erpressen lassen. Antworten
Wiedersprüchlicher geht es nicht mehr....auf der einen Seite kann ganz Europa hier wohnen und arbeiten auf der anderen Seite ist es dem Rest der Welt vorbehalten??? Entweder Kontingenten für alle, (schliesslich hat es damals sehr gut funktioniert) oder dann sind alle Bürger dieser Erde willkommen. Antworten
@Marcel Meier; Sie habe Recht, nirgends steht etwas von Lehrlingsausbildung oder Praktikumsplätze, nicht mal auf der Homepage. Anrufen geht auch nicht, kommt nur die nette Stimme. Bei 600 Mitarbeiter muss es doch Pflicht seine, eine Prozentzahl an Lehrlingen auszubilden. Aber ich wette das geschieht nicht, das verursacht Kosten. Darum kann von mir aus Google aus der Schweiz wegziehen. Antworten
Eine Beschränkung der Kontingente ZWINGT Firmen endlich a) einheimische Spezialisten auszubilden b) auf offene statt geschützte Spezial-Technolgie zu setzen c) Know how zu teilen d) Löhne zu bezahlen, welche nicht nur die Minimalbedürfnisse des fernöstlichen Singles decken , sondern auch für den Lebensstandard einer einheimischen Familie und deren Nachwuchs (= zukünftige Spezialisten) reicht. Antworten
@Bossotto - Solange dauernd mit der Outsourcing/Offshoring-Keule geschwungen wird, lernt niemand mehr diesen Beruf. Wie die Erfahrung zeigt, kochen diese sogenannten 'Spezialisten' auch nur mit Wasser, egal, woher sie kommen. Ziel des periodisch herbeigeredeten IT-Fachkräftemangels: Senkung des Lohnniveaus für IT-Leute! Antworten
Das gleiche wurde 89 und 90 gesagt. 91 - 93 wurden dann sehr viele Informatiker regelrecht mit einem Tritt in den Hinter vor die Türe gestellt. Neuanstellungen erfolgten 94 und 95, natürlich um 30% weniger Lohn, dafür würde 20% mehr Leistung gefordert. Ich wusste damals schon, dass sich dies rächen würde. Ascom kann ein Lied singen betreffend Zusammenarbeit mit Pakistanern und Indern! Viel Glück! Antworten
Was für ein Blödsinn! Als ob es nicht genügend Fachkräfte in der Schweiz gäbe!! Versuchen die uns zu veräppeln oder was? Es geht hier nur um Geld sparen, weil Einheimische teurer sind. Als ob Milliarden von Gewinn nicht reichen würde, es müssen Trillionen werden... Antworten
Ich muss hier eine Lanze für die indischen IT-Leute brechen, ich mache seit 2004 Offshore-Projekte und wir haben hier dutzende Onsite, diese Mitarbeiter sind nicht einfach günstig, sondern sie sind best-ausgebildet mit Uni-Abschluss. Auch wir hatten den Fall dass eine Mitarbeiterin nach kanpp 2 Jahren CH verlassen musste, innert 4 Tagen musste sie alles auflösen, so etwas ist menschen-unwürdig! Antworten
Die Schweiz macht ca. 0.1% der Weltbevölkerung aus. Wenn man nun die Besten der Besten in einem Bereich sucht, und dies tut Google, dann kann man nicht erwarten dass allzu viele davon unter den Schweizern zu finden sind. Ist ja nicht so als ob man einen der 100 Besten weltweit sucht, sondern eher einer der top drei weltweit. wie soll sowas nun mit solch irrsinnigen Vorschriften vereinbar sein? Antworten
Dies ist ein weiteres Problem der EU. Sie öffnet uns Europa, zwingt uns aber uns gegenüber dem Rest der Welt zu verschliessen. Und ich frage sie nun: wo liegt die Zukunft bezüglich Aussenhandel, Fachkräfte usw. Ich glaube nicht in Europa. Fazit: Personenfreizügigkeit für die ganze Welt. Limitierung für alle indem die Wohnbevölkerung der Schweiz limitiert wird. Damit steigt auch die Qualität. Antworten
In Indien oder China gäbe es Top-Fachleute im Bereich Informatik. Aber nie war es schwieriger für diese Leute eine Aufenthalts- bzw. Arbeitsbewilligung in der CH zu erhalten als heute. In der Folge müssen sich die hiesigen Unternehmen mit mittelklassigen Leuten aus der EU begnügen... Antworten
Wenn es Gooogle nur um billige Arbeitskräfte geht, wieso kommen sie auf die Idee, in Zürich eine Firma aufzubauen. In Indien wäre es doch so viel billiger. Offensichtlich spielt nicht der Lohn die zentrale Rolle sondern die Qualität des Standortes. Und wenn wir diese Qualität bewusst verschlechtern, sind wir für Google und viele andern Hightech-Firmen interessant. Antworten
Immer dieses Gejammer der kurzfristigen Gewinnmaximierer. Die Unternehmen sollten gescheiter mal Geld in die Hand nehmen um hier ansässige Leute AUSZUBILDEN. Und nicht den billigen und schnellen Weg gehen, Arbeitskräfte auf der ganzen Welt zusammenzusuchen. Antworten
Das Problem ist nicht die 1. Generation von Einwandern die sich in aller Regel super integriert, sondern die 2. und 3. Generation welche im Lande sich immer noch nicht 100%ig heimisch fühlt. Es ist ein Integrationsproblem. Im übrigen führen hinsichtlich Einwanderung alle Europäischen Länder die gleiche Diskussion wie in der CH. Ich glaube nicht, dass Google Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen anstellt. Antworten
Viele meiner "Vorschreiber" haben keine Ahnung! Die sprechen von Lohndrückerei, oder dass eine SVP-FDP-Politik dies verursachte... Fakt ist, dass die Spezialisten aus Drittstaaten nur mit Einkommen von mind. 150'000 p.a. eine Bewilligung erhalten. Aus Kostengründen wird keine Firma solche Mitarbeiter einstellen. Oftmals benötigen Firmen MA, die eine exotische Sprache sprechen, die kein CH oder D k Antworten
Wenn es ein hochstehender Forschungs-, Arbeits- und Werkplatz wie die Schweiz nicht schafft, flexibel auf strukturelle und konjunkturelle Bedürfnisse einer Schlüsselbranche wie die ICT, zu reagieren und es auf's Spiel setzt, dass ein Big Player wie Google hier seine Fahnen streicht, wird das ein sehr schlechtes Licht auf unseren Standort werfen und die Googles von morgen von uns fern halten. Antworten
Der Regulierungswahn der Regierung kostet den Schweizer Konsumenten jaehrlich Milliarden. Die verschiedensten Branchen Touristik, Baugewerbe etc. stoehnen seit Jahrzehnten ob den unverstaendlichen Entscheiden. Die IT-Branche ist nur das juengste Opfer. Denke da auch an die R/F Konzessionen. Leider bleibt nur Kopfschuetteln. Antworten
Arbeitskontingent für ausländische Fachkräfte absurd, ich lebe im Tessin, und hier 25% der Arbeitskräfte sind italienischer Pendler = Lohndumping für Tessiner und hohe Arbeitslosigkeit. Auf eine Seite sind wir unglaublich streng mit nicht EU-Leute und gleichzeitig für die EU-Bürger sind alle Türe offen. Antworten
@Hans Meier: wer sich über fehlende Arbeitskräfte beklagt muss sich bei der SP und den Grünen bedanken! Sie holen Wirtschaftsflüchtlinge ins Land und wehren sich dagegen, wenn gefordert wird, dass die Schule die Jugendlchen auf die Wirtschaft vorbereiten sollten. Es ist leider Tatsache, dass wir mit der bisherigen Bildungspolitik keine IT-Spezialisten bekommen, dafür Subventionsbezüger und Beamte Antworten
Paradoxerweise stellt man billige EU-Arbeitskräfte ein und stellt die eigenen CH-Fachkräfte auf die Strasse. Dei Freizügigkeit schadet dem CH-Spezialistenmarkt. Eine Ausbildung in der Schweiz kostet mehr als im Ausland, daher ist es legitim, dass Schweizer einen höheren Lohn fordern für den entgagenen Lohn während der Ausbildung. Antworten
Gesucht Informatiker mit Hochschulabschluss, max. 30 jährig, min. 10 Jahre Erfahrung, usw. Wo gibt es so etwas? Indien natürlich. Nach einigen Jahren können die wieder nach Hause oder stempeln gehen. Und Informatiker hier im Land? Zu teuer und zu alt, ob die gut sind oder nicht, ist ja gar nicht wichtig. Antworten
Herr Noser möchte billige Informatiker aus dem Ausland. CH-Informatiker sind zu teuer und können ruhig stempeln gehen. Für ihn stimmt die Rechnung, für die CH aber nicht. Denn damit er einen billigen Informatiker aus Indien haben kann, müssen wir einen arbeitslosen Informatiker finanzieren. Im Moment gibt es haufenweise Informatiker (CH und EU) auf dem Markt, die Arbeit suchen und stempeln. Antworten
Viele Firmen möchten nur die Rosinen. Unter den Arbeitslosen gibt es sicher genügend Leute, die bereit und Willens wären sich weiterzubilden, wenn die Firmen auch bereit wären in sie zu investieren. Aber nein, es ist halt einfacher Leute aus dem Ausland zu holen. Und zu Google; die sind in der CH wegen der ETH, die weltweit als eine der besten Unis gilt! Soviel zur Schliessung der Forschung. Antworten
Irgendwie ist das schizophren. Einerseits gieren alle nach den multinationalen Firmen und ihren Mitarbeitern/Expats, da diese hier ordentlich Geld liegenlassen und die völlig überzogenen Preise bezahlen. Andererseits möchte man am liebsten die Schotten dichtmachen und die ausländischen Arbeitnehmer wegschicken. Auf allen Ebenen profitieren geht eben nicht und das werden wir bald schmerzlich spüren Antworten
Ich kann jedem jungen Menschen nur vor einer IT Ausbildung abraten, als der Boom herschte machte ich ein Informatikstudium an der FH aus eigener Tasche bezahlt.Heute bekommt man dafür einen miesen Lohn inkl. massive unbezahlten Überstunden.Ich rate meinen Kinder ein Wirtschaftsstudium + danach Bankenjob an, viel Geld, hohe Lebensqualität und ein einfacheres Leben.Sollen doch die billigen Inder kom Antworten
Noser wird wahrscheinlich Merz ersetzen oder steht bereits in den Startlöchern um auf sich aufmerksam zu machen. Nichts als billige Eigenprofilierung. Oh je! Google macht Milliardenprofite und kann echt gute bis sehr gute IT Profis anstellen, man müsse eventuell den Google nach Bern einladen und erklären, dass da keine US Militärbasis ist, sondern der teuerste Platz der Welt - die Löhne auch. Antworten
Firmen müssten einfach dem Staat soviel Geld für jeden MA abdrücken, sodass dieser für die üblichen Monate in denen ein MA Arbeitslosengeld beansprucht zu 80% bezahlt werden kann, denn für die meisten Abgänge sind die Firmen ja verantwortlich nicht der MA. Antworten
Ausländische Spezialisten einzustellen ist teurer als einheimische (Reisekosten, Zuschüsse an Mietkosten, etc....) Wer sich über die fehlenden Schweizer beschwert, muss sich bei der SVP / FDP bedanken, die bei jeder Gelegenheit bei der Bildung ihre Sparideen verwirklichen (siehe ZH-Kantonsrat). Leider sind uns Kühe wichtiger als eine gute Ausbildung. Antworten
Es ist immer das gleiche: selbstherrliche Bürokraten ohne jedwede Ahnung von der Wirtschaft und davon, wo wie und mit wem gearbeitet wird, schaufeln langsam aber sicher unser Grab, das dann von einer Unmenge von ungebildeten Ausländern mit Blumen bepflanzt werden kann... Antworten
Wegen der Masseneinwanderung dank Personenfreizügigkeit hat man bei den sog. Staaten ausserhalb der EU das Kontingent halbiert. Dies zeigt deutlich, dass dadurch eine gezielte Einwanderung benötigter Spezialisten verhindert wird. Die CH muss dringend die PFK kündigen u. zu einer steuerbaren Einwanderungspolitik zurückkehren, um gezielt, benötigte Fachkräfte (und nur diese) einwandern zu lassen. Antworten
an hueppi, müller und co.: das problem ist ja nicht, dass man hier ausländische fachkräfte anstellt. sondern dass die "einheimische" bevölkerung solche berufe gar nicht erst in erwägung zieht! was soll ich mit "schweizer" spezialisten, die nur halb so gut sind wie "ausländische"? an alle: hört doch einfach mal auf mit eurem engstirnigen denken. das würde schon sehr viel erleichtern. Antworten
Inder billiger als CH.Wohnen die gratis oder haben keine Ausgaben?Scheinbar soll die AL-Zahl in der CH ja gesunken sein.Sind die Arbeitslosen (225) von Geisslingen und die 2400 von Google in dieser Statistik inbegriffen, vermutlich nicht;diese Zahlen dürfte die Arbeitslosenzahl wieder steigen lassen. Antworten
Das ist eine der Konsequenzen der SVP- und der hörigen FDP-Politik! Herr Noser, es muss jedoch auch gesagt sein, dass die Intelligenz der Inder mittels hiesigem Potenzial jederzeit ausgeglichen oder verbessert werden kann. Hiermit wäre auch der Lohnunterschied gerechtfertigt! Antworten
liebe züricher, liebe schweizer, wieso jammert ihr denn? ihr habt euch aufgeregt, dass es zu viele deutsche gibt, ihr wollt die personenfreizügigkeit kündigen, ihr wollt ausländische studenten stärker zur kasse bitten...... das ist eine der folgen, die ihr so wollt. seid glücklich und freut euch darüber! .....es gibt nun nicht mal das fünferli und's weckli! Antworten
mein Mann ist auch ein Nicht-EU-Ausländer, der hier als Spezialist einen Job fand, allerdings wurden ihm x Steine in den Weg gelegt. Resultat: er ist in seiner Branche der einzige mit 15 Jahren Erfahrung, alle anderen frisch ab Schule ohne Praxiserfahrung. Bei Flugzeugmechanikern nicht gerade ideal.. Dass bereits Angestellte gehen müssen, ist lächerlich, über Neuanstellungen lässt sich streiten. Antworten
Ich sehe das durchaus positiv. Minus 2400 Arbeitsplätze macht minus 2400 ausländische Spezialisten (solche die sich sowieso nicht integrieren und z.B. ihre Kinder in mehrsprachige Elitekindergärten/Schulen schicken). Und das Beste: plus 2400 freie Wohnungen !!! Antworten
Sind so viele noch dem Wachstumswahn verfallen? Um unsere Lebensqualität wieder herzustellen brauchen wir die Halbierung der Wohnbevölkerung der Schweiz, nicht bloß eines Kontingents an ausländischen Arbeitskräften. Jede Maßnahme, die zur Abnahme der Einwohnerzahlen führt, ist herzlichst willkommen. Antworten
ich habe fuer das gejammere wenig verstaendnis. zum beispiel stellen firmen jeweils keine abgaenger von FH und anderen kader schulen ein. das ist nicht nur in der IT so. es jedoch dort sehr viel gutes personelles kapital. dazu kommt, dass wir keine solche zuwanderung, wie in den letzten 2/3 jahren verkraften koennen. nach asien gehen die jobs aus kostengruenden, nicht wegen kontingenten! Antworten
Das Konzept von Google bei der Einstellung von Mitarbeitern ist offensichtlich: Bevorzugt werden ausländische Arbeitskräfte ohne soziale Kontakte in der Schweiz - diese verbringen mehr Zeit im Büro, was bei Google ja ohnehin mit allen Mitteln gefördert wird. Und selbst die Freizeit verbringen sie mit Arbeitskollegen. Bei gleicher Qualifikation werden also vermutlich Ausländer bevorzugt. Antworten
Stefan Jost hat 100% recht. Was soll das überhaupt? Kontingent halbiert? Es klingt leider sehr nach Schildbügerstreich. Die Schweiz braucht internationale Fachkräfte und Spezialisten. Nur weil jetzt jeder EU-Bürger in die CH kommen kann, heisst das doch nicht, dass wir die Türe für alle anderen jetzt fast zumachen. Antworten
Leider ist es für diese Branche billiger, wenn sie Informatiker aus Indien anstellt als Schweizer. Aus Kostengründen wiurde stark an der Ausbildung von Informatiker gespart. Im Zeitalter der PFZ vernachlässigt man die Ausbildung u. importiert die Arbeitskräfte per Internet im Ausland. Diese ständigen Drohungen der Wirtschaft empfinde ich als Erpressung. Antworten
Bund und Kantone jubeln, wenn solche Firmen ihren Sitz in die CH verlegen. Die zusätzlichen Steuereinnahmen lassen manchen Lokalpolitiker vor Freude im Kreis springen. Der Nutzen für die Einheimischen ist dagegen langsam mehr als fraglich, wenn die neuen Arbeitsplätze nicht in erster Linie für diese geschaffen werden. Mehr Zuzüger = mehr steuerfinanzierte Infrastruktur. Ein Nullsummenspiel. Antworten
Immer wieder diese Angstmache von wegen Arbeitsplatz-Verlust. Angst essen Seele auf, hiess es bei Fassbinder einst. Wie wahr! Interessant ist ja, dass die Wirtschaft so oder so ständig Leute entlässt. Ein Grund lässt sich immer finden. Und die Steuerzahler fangen es via Arbeitslosenkasse wieder auf. Praktisch, nicht? Diese ständige Angstmache geht zunehmend auf die Nerven! Antworten
Den Schweizer Headhunter fehlt leider häufig die fachliche Kompetenz, gute Leute in der Schweiz zu finden. Dadurch weichen die Firmen auf ausländische, international tätige Headhunter aus, die am liebsten die Leute anbieten, wo die höchste Gewinnspanne winkt und das sind die Ausländer die zu niedrigen Ansätzen arbeiten. Oft werden auch grösser Quantitäten an gleichen Skills gesucht. Antworten
Das Google nach Zürich gekommen ist hatte vermutlich steuerliche Gründe. Die Schattenseite erkennen sie jetzt offensichtlich. Im Finanzsektor wird es für Zürich allerdings kritischer als im IT-Sektor. Länder mit einer weniger restriktiven Einwanderungspolitik und grossem Finanzsektor können hier ihren Vorsprung ausbauen. London, Hong Kong und Singapore sind eben offener und profitieren davon. Antworten
Ja dann geht doch und jammert nicht rum...und bitte was hat das wieder mit der SVP zu tun? Ja ist halt bequem immer der gleichen Partei die Schuld für alles zu geben...lächerlich Das kann ich mir fast nicht vorstellen, das bei unseren offenen Grenzen keine geeigneten Mitarbeiter gefunden werden können... und dafür gibt es natürlich auch keine passenden CH. Antworten
Ich dachte immer, dass erfolgreiche Firmen ihre Leute selber ausbilden. Aber offensichtlich ist es heute eher so, dass man sich gegenseitig die vermeintlich Besten abjagt, hohe Saläre bezahlt und vom Staat sowohl Förderbeträge sowie gut ausgebildete (auf Staatskosten versteht sich) Absolventen fordert. Das ist lukrative! Das gesamt Risiko dem Staat und wenns nicht passt zieht man einfach weiter. Antworten
Von der ICT hört man die gleichen Argumente, wie von der deutschen Bitkom. Leider stimmt das nicht ganz so. Es gibt einen Mangel an 20 - 30-jährigen Informatikern, mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung, kostengünstig und der Bereitschaft möglichst viele unbezahlte Überstunden zu machen. Bei älteren ist das nicht ganz so, da sie Familie und keinen Burn-Out haben wollen. Antworten
Mich würde nicht wundern, wenn der Bundesrat die Schweiz noch mehr ins abseits bringt, und wir noch mehr verlieren. Google ist auf die Schweiz nicht angewiesen, die Schweiz aber auf Google. Die haben doch keine Ahnung was hier abläuft. Das muss sofort korrigiert werden. Antworten
Wie schön, dass jetzt auch ein FDP-Politiker einsieht, dass die Schweiz die Zuwanderung steuern muss. Es bringt uns nichts, wenn massenhaft Arbeitskräfte aus dem EU-Raum einreisen, kurz arbeiten und dann arbeitslos werden, weil ein noch billigerer oder willigerer Einwanderer den Job übernimm. Wir müssen die Zuwanderung steuern können und die Arbeitskräfte (Spezialisten) weltweit rekrutieren. Antworten
Das Problem betrifft nicht nur die IT Branche. Während halbgebildete EU-Bürger in Hundertschaften in die Schweiz strömen, werden internationale Spezialisten vor die Türe gestellt oder erst gar nicht herein gelassen. Eine absolut schwache Leistung unserer realitätsscheuen Regierung, die mit der Ventil-Klausel ein viel besseres Mittel ungenutzt liess und jetzt noch einen draufsetzt. Antworten
Die Beschäftigungssicherung ist doch nur eine faule Ausrede. Wenn dies wirklich der Fall ist sollte das Kontingent nämlich für die EU-Bürger reduziert werden. Denn Arbeitnehmer aus EU-Ländern sind für die Unsicherheit der Schweizer Bürger auf dem Stellenmarkt verantwortlich. Unsere Bundesräte wollen sich gegenseitig toppen im floppen! Die Schweiz braucht gute Ausländer und noch bessere Leader Antworten
Also ist Google aus wenigen Gründen in die Schweiz gekommen: Wenig Steuern Möglichkeit viele ausländische "Fachkräfte" einzustellen Ich dachte immer, dass die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten (lokalen, regionalen) Arbeitskräften seinen Anteil an der Standortauswahl hat. Wenn jeder den Besten will, haben wir bald ein Heer an unbeschäftigten Zweitbesten. Wieder eine reife Leistung. Antworten
Die Massnahmen sind schon durchdacht. Es sind seit Jahren Tausende von IT-Arbeitsplätzen nach Asien verschwunden. Da zu viele Unternehmen keine Leute mehr ausbilden wollen wie vor >20 Jahren muss man sich auch nicht wundern über einen Mangel den man selbst verursacht hat durch kurzfristiges Denken. Der hohe CH Franken tut noch sein übriges dazu. Antworten




Bruno Cosandey
Dass in der Schweizer ICT-Landschaft eine Bewegung Richtung Ausland eingesetzt hat, wird jeder Branchenkenner bestätigen. Diese Tendenz ist mit Kontingenten oder "netten Aufenthaltsbedingungen" nicht aufzuhalten und hat NUR mit den Gesamtkosten zu tun. In der Schweiz werden in der IT Spitzenleute ausgebildet. Die Ratings der EPFL und ETHZ schon vergessen?? @Thomas Bisang: Betrag kann nicht stimmen Antworten