Wirtschaft
Warum jemand seine Firma verlässt – oder verlassen muss
Die Motive fürs Verlassen eines Unternehmens variieren - je nachdem, ob Mitarbeitende danach gefragt werden, die den Wechsel bereits vollzogen haben, oder solche, die sich mit dieser Absicht tragen. Besonders augenfällig sind diese Unterschiede beim Lohn: Für abgesprungene Mitarbeitende ist die Bezahlung letztlich nicht relevant gewesen.
Ganz anders die potenziellen Wechsler («Nichtwechsler»), bei denen der Lohn zusammen mit dem Betriebsklima das wichtigste Kriterium darstellt. Die Gründe, weshalb sich Mitarbeitende haben abwerben lassen, liegen dafür stärker in den beruflichen Perspektiven (Karriereplanung) und ihrer Berechenbarkeit (Arbeitsplatzsicherheit) sowie im persönlichen Wohlbefinden (Work-Life-Balance).
Investitionen in die Menschen lohnen sich
Diese Ergebnisse sind dem Schweizer Human-Relations-Barometer 2009 zu entnehmen, der mittlerweile zum vierten Mal herausgegeben worden ist. Das Gemeinschaftswerk von Universität Zürich und ETH Zürich basiert auf einer Repräsentativumfrage bei über 1400 Beschäftigten.
Für Bruno Staffelbach, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Uni Zürich, zeigen die Motive der abgesprungenen Beschäftigten, dass sich Investitionen ins Human Resource Management (HRM) für die Firmen auf jeden Fall lohnten. Die wichtigsten Wechselmotive seien nämlich überwiegend HRM-bezogen. Allerdings, so Staffelbach, falle der grösste Teil der Personalarbeit heute nicht in der Personalabteilung an, sondern im Verhältnis zwischen Linienvorgesetzten und Mitarbeitenden. Die Vorgesetzten seien auf die Unterstützung des HRM angewiesen - wie auch auf den Support der Firmenleitung. Letzteres bezog Staffelbach auf die Forderung, dass Linienvorgesetzte mehr Zeit bekommen müssten für die Führung ihrer Mitarbeitenden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 19.03.2009, 07:12 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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