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Wer im nächsten Jahr mehr verdient

Aktualisiert am 29.10.2010 6 Kommentare

Die UBS hat erhoben, in welchen Branchen die Löhne 2011 steigen – und wie viel den Angestellten tatsächlich bleibt.

Prozent

Quelle: UBS

Lohnerhöhungen nominal nach Branche.


Die Lohn-Umfrage der UBS

An der jährlichen Herbstumfrage der UBS zu den Löhnen haben dieses Jahr 315 Unternehmen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände aus 22 Branchen teilgenommen. Die geschätzten Lohnsteigerungen der Umfrage wichen in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt um 0,31 Prozentpunkte von der durchschnittlichen offiziellen Lohnstatistik ab, die das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht.

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Im nächsten Jahr dürften die Löhne im Durchschnitt um 1,6 Prozent steigen. Das gab die UBS (UBSN 11.15 -0.89%) am Freitag bei der Präsentation ihrer alljährlichen Lohn-Umfrage bekannt. Die Experten rechnen dabei mit einer Teuerung von 0,9 Prozent. Damit werden die Löhne 2011 real um 0,7 Prozent steigen.

Nach dem überraschend starken Aufschwung, den die Schweizer Wirtschaft 2010 erlebt habe, bestehe nun vielerorts Nachholbedarf, stellt die UBS fest. Gerade in der Metall- und Elektroindustrie (plus 2 Prozent) sowie im Baugewerbe (plus 1,8 Prozent) würden die Lohnerhöhungen deutlich höher ausfallen als im Vorjahr, schätzt die Grossbank.

Angelangt ist man dort aber noch nicht: Auf dem Bau haben die Arbeiter eine Protestwoche durchgeführt, weil sie mit dem Lohnangebot der Baumeister (plus 0,6 Prozent) unzufrieden sind.

Die Tourismus-Angestellten kommen schlecht weg

Mehrere Branche gewähren laut UBS 2011 mittlere Nominallohnerhöhungen von 2 Prozent: Neben der Metall- und Elektroindustrie, der IT- und Telekombranche setzten sich das Autogewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen an die Spitze des Branchenvergleichs.

Am unteren Ende sind der öffentliche Sektor, der Tourismus, der Konsumgütersektor (ohne Lebensmittel) sowie die Uhren- und Textilindustrie. Diese dürften einen Aufschlag von 1 Prozent gewähren.

2010 weniger Erhöhung als 2009

Im vergangenen Jahr fielen die Lohnerhöhungen ausserdem weniger üppig aus als auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise, wie die UBS weiter bekannt gab. Die befragten Unternehmen hätten angegeben, die Löhne 2010 um 1,1 Prozent angehoben zu haben. Bei einer Jahresteuerung von 0,7 Prozent blieb den Schweizer Angestellten damit im Schnitt real lediglich noch 0,4 Prozent mehr Salär.

2009 hatte der Verdienst der Arbeitnehmenden im Schnitt um 2,1 Prozent zugenommen. Da die Konsumentenpreise gleichzeitig um 0,5 Prozent gesunken waren, kletterten die Löhne real gar um 2,6 Prozent. Das war der höchste Anstieg seit Beginn der Statistik im Jahr 1987. Zu verdanken war der saftige Zuschlag dem Umstand, dass die Löhne für 2009 bereits im Herbst 2008 vereinbart worden waren, als die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Wirtschaft noch nicht vollständig durchgeschlagen hatten.

Unternehmer sind optimistisch

Obwohl die Wechselkurse in exportorientierten Branchen für Unsicherheiten sorgten, blickten die Unternehmen diesen Herbst mit Optimismus in die Zukunft und rechneten mit einem moderaten Wirtschaftsaufschwung im nächsten Jahr, hiess es. Die UBS ihrerseits erwartet ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 2,3 Prozent.

Die Umfrageteilnehmer rechnen mit einer weiter sinkenden Arbeitslosigkeit. Auch die UBS teilt diese Einschätzung und erwartet für 2011 einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresmittel auf 3,4 Prozent nach 3,9 Prozent im laufenden Jahr. (oku/sda)

Erstellt: 29.10.2010, 15:03 Uhr

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6 Kommentare

Max Meier

29.10.2010, 17:00 Uhr
Melden

Geht doch einfach auf UBS, da seht ihr alle Branchen: Banken und Versicherungen werden mit erwarteten +1.5% angegeben. Antworten


edwin berg

29.10.2010, 15:45 Uhr
Melden

Und wo bleibt der Vergleich zur Finanzbranche, dem grössten und anscheinend wichtigsten Wirtschaftssektor der Schweiz??? Antworten



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