Weshalb sich die New Yorker mit dem Bier eines Schweizers zuprosten

Aktualisiert am 06.08.2009

Ein kleiner Bierbrauer aus dem Jura mischt das grosse New York auf: Seine Biere verkaufen sich im Big Apple für 25 Dollar das Glas.

Seine Starkbiere reifen in Eichenfässern: Jerôme Rébetez aus Saignélegier.

Seine Starkbiere reifen in Eichenfässern: Jerôme Rébetez aus Saignélegier.

Jerôme Rébetez ist der Geheimtip unter Bierbrauern. Seine Produkte tragen Namen wie «Cuvée Alex Le Ronge», «La Meule», «La Cuivrée», «La Mandragore» und in der Weltmetropole New York haben sie fast Kultstatus. Die Tagesschau des Westschweizer Fernsehens TSR) berichtet gestern, dass in New York das Glas Bier aus Rebetez’ «Bastelbrauerei» für über 25 Dollar das Glas (ca. 26 Franken) über den Ladentisch geht.

«Das ist schon etwas viel», findet der junge Bierbrauer. In den USA trinke er jeweils das billigere Bier der Konkurrenz, gestand er gegenüber TSR. Rebetez hat mit seinen Malzgetränken offenbar den Geschmack der New Yorker getroffen. Der bekannte US-Gastrokritiker Eric Azimov (New York Times) lobte das Bier am Fernsehen als das beste «alte Bier» aus Europa.

Gereift in alten Eichenfässer

Vor 12 Jahren hat Rébetez mit seiner Brauerei in Saignelégier begonnen. Eigentlich ist er gelernter Önologe, kein Wunder reifen seine Biere wie Weine in Eichenfässern heran. Rébetez braut Starkbiere und jedes Jahr erweitert er sein Sortiment um eine weitere Cuvée. In der Gastroszene ist der unkonventionelle Bierbrauer aus dem Jura schon länger ein Begriff.

Aber das breite Publikum entdeckt ihn erst jetzt. Nebst den Amerikanern schmeckt auch Italiener, Franzosen und Schweden das Bier des Jurassiers. Rébetez freuts. Sein Absatz steigt Jahr für Jahr um zweistellige Wachstumsraten. (hmo)

Erstellt: 06.08.2009, 21:26 Uhr

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