Wirtschaft

Wie die Frankenstärke das Land verändert

Erstmals wirkt sich der starke Franken in den Auftragsbüchern der Industriefirmen aus. Inzwischen ist klar: Die Schweizer Wirtschaft wird sich nachhaltig verändern.

1/8 Schweizer Unternehmen müssen noch spezialisierter werden: Eine Angestellte der Firma Victorinox mit einem Messer mit eingebautem Höhenmeter.

   

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Wie ein Vergrösserungsspiegel führt die Frankenstärke dem Land seine Realität vor Augen: Die hohen Löhne werden noch höher, die Lebenshaltungskosten auch, die inländischen Einkaufspreise ebenfalls. Das wird die Unternehmenslandschaft langfristig verändern. Denn die Ursachen dieser Entwicklung ändern sich auf absehbare Zeit nicht.

Während der letzten drei Generationen hat sich die Schweiz zu einem Hochqualitätsstandort entwickelt. Überlebt haben abgesehen von lokal orientierten Dienstleistern hoch spezialisierte Unternehmen. Einige von ihnen sind klein und kreativ – etwa Hersteller von Präzisionsinstrumenten. Andere nutzen ihre Grösse, um sich Innovation leisten zu können – etwa Pharmafirmen. Wer von undifferenzierter Massenware lebt, etwa eine Textilfabrik, hat in der Schweiz seit Jahren kaum mehr eine Chance. Die Schweiz kann nicht billig sein, darum muss sie besonders gut sein.

Mit der Frankenstärke dürfte nun ein weiterer Umbruch anstehen: «Es droht nichts weniger als ein breiter Verlust der industriellen Substanz in der Schweiz», schreibt der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie heute Morgen in einer Mitteilung zu den neusten Branchenzahlen. Die hoch spezialisierten kleinen Firmen können es sich aufgrund ihrer Einzigartigkeit leisten, ihre Preise bis zu einem gewissen Grad zu erhöhen. Und die grossen können ihre Produktion dorthin verlagern, wo sie auch verkaufen, um so die Währungsschwankungen auszugleichen. Doch wer nicht hoch spezialisiert ist, ist gefährdet – vor allem die Unternehmen der Metall- und Papierindustrie. Sie werden teilweise aufgeben oder sich einem Riesen anschliessen müssen. «Bereinigung» nennen Ökonomen diesen Prozess.

«Mittelfristig mit der Parität rechnen»

Doch auch wer überlebt, wird sich weiter anstrengen müssen. «Die Unternehmen haben sich längst darauf eingestellt, dass sich die Situation nicht mehr fundamental bessern wird», sagt Thomas Zellweger, auf Familienunternehmen spezialisierter Betriebswirtschaftler der Universität St. Gallen. «Sie wissen, dass sie bezüglich des Euro mittelfristig mit der Parität rechnen müssen.» Kleine Schweizer Firmen werden noch innovativer arbeiten müssen. Und grosse werden weiter zu wachsen versuchen – der starke Franken ermöglicht ihnen Zukäufe. So wird sich die Schweizer Wirtschaft unter dem Druck des Frankens nachhaltig verändern: Sie wird noch spezialisierter, noch effizienter werden.

Die Geschichte hat gezeigt, dass sie dazu in der Lage ist, auch wenn die Umbruchzeit schmerzhaft ist. Die Unternehmen reagieren darauf, indem sie vermehrt dort einkaufen, wo sie ihre Produkte auch absetzen. Sie handeln neue Verträge mit den Zulieferern aus, die dem neuen Wechselkurs entsprechende Bedingungen enthalten. Sowohl die Löhne als auch die Konsumentenpreise werden ausserdem unter dem Anpassungsdruck fallen und somit einen Teil des Schlags auffangen.

Gegen die SVP-Initiative

Auf politischer Ebene sind für die Unternehmen zwei Dinge wichtig. Einerseits sorgt die demonstrierte Wachsamkeit der Nationalbank für Vertrauen. «Es ist gut für die Unternehmen, wenn sie nun kurzfristig erst mal mit 1.10 Franken rechnen können», sagt Zellweger. Andererseits ist die Wirtschaft künftig noch stärker auf kreative und gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen – und somit auf die Personenfreizügigkeit. Sowohl Swissmem als auch der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse haben darum in den letzten Wochen ihre deutliche Nein-Parole zu der neuen SVP-Initiative gegen Masseneinwanderung veröffentlicht.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.08.2011, 14:28 Uhr

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49 Kommentare

Paul Giger

25.08.2011, 18:30 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wenn alle zusammen arbeiten, kann auch diese Krise überwunden werden. Leider wirft auch hier die SVP wieder den Knebel zwischen die Beine, die etwas gutes machen wollen. Die Personenfreizügigkeit muss bestehen bleiben und nicht wie die SVP verlangt gekündigt werden. Wir brauchen die Spezialisten, wovon wir viel zuwenig haben. Leute die nur ihrem Guru und Co. nachlaufen haben wir sowieso zu viel. Antworten


Mark Mathis

25.08.2011, 13:34 Uhr
Melden

Kann mir jemand verraten, warum die Lebenshaltungskosten steigen müssen, wenn der Franken so stark ist? Das ist doch moderne Wegelagerei. Zweitens ist dieses Spezialisierungsgedudel Augenwischerei. Wir hatten einen Kursanstieg von über 25 Prozent in kurzer Zeit. Das ist keine evolutionäre Entwicklung. Warum koppelt man den Franken nicht nach einer fixen Formel an Dollar, Euro und meinethalben Yen? Antworten


orlando martinelli

25.08.2011, 12:43 Uhr
Melden

...die hohen Löhne werden noch höher, die Lebenshaltungskosten auch, die inländischen Einkaufspreise ebenfalls...Kann mir jemand erklären, warum wir nicht einfach alles um 50% zurückfahren, d.h. halber lohn, halbe lebensmittelkosten, halber mietzins, halbe krankenkassenprämie etc. ist doch alles nur eine frage des standpunktes? welcher oekonom hat da eine plausible erklärung? Antworten


Nadine Binsberger

25.08.2011, 03:07 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Wenn man immer alles noch besser und noch effizienter machen kann - was haben wir dann alle die letzten Jahrzehnte getan? Gepfuscht und geschlafen? Antworten


Matthias Vogelsanger

24.08.2011, 18:32 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Tönt alles so einfach: Noch ein bisschen mehr Spezialisieren, noch ein bisschen effizienter werden, alles in Butter, die Ferien in Euroland werden noch billger. So einfach wird es aber bestimmt nicht werden. Was würde Professor Zellweger dazu meinen sein Gehalt um 25% zu kürzen? Dies entspricht dem Wertverlust der Exporte in den Euroraum bei einem Eurokurs von 1.10 statt 1.50. Antworten


Max Meier

24.08.2011, 17:33 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Wir brauchen das Geld dringend, da wir durch massive Einwanderungszahlen von ungebildeten auf Sozialhilfe angewiesene und kriminelle Menschen bald ein Verhältnis 50:50 haben: 50% der Bevölkerung zahlt die andere Hälfte. Die eine Hälfte muss sich immer mehr verbiegen und die andere Hälfte wird gekuschelt - dies kommt schief raus. Nicht der starke Franken ist das problem, unsere Politiker sind es. Antworten


Nadine Binsberger

25.08.2011, 03:13 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Meier 17:33: Sie operieren leider mit falschen Zahlen. Auch ohne Einwanderer sind lediglich 40% der CH-Bevölkerung erwerbstätig. Der Rest nicht. Weltweit betrachtet wird sogar nur 10% der wirtschaftlich relevanten Arbeit bezahlt. Das aktuelle Wirtschaftssystem ist darauf angewiesen, dass 90% der Arbeit nicht bezahlt wird.


maja naef

24.08.2011, 17:28 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Ist der Franken tier ist es schlecht, ist der Franken hoch ist es auch schlecht. Nie passt es allen aber dadurch wird sich nicht alles ändern. Ohne PFZ ging es früher auch. Reine Angstmacherei. Antworten


Arthur Gubler

24.08.2011, 17:20 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Der starke Franken ist die beste Werbung für die Schweiz! Antworten


Matthias Eichenseer

24.08.2011, 16:41 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Leider kapieren viele Schweizer nicht dass der Franken nur ein Mittel zum Zweck ist und kein Objekt das man als patriotisches Symbohl verehren muss. Den Franken muss man nicht aufgeben aber man kann ihn an Euro und Dollar anbinden wie es die Chinesen machen. Selbst die Norwegische Krone scheint an den Euro gebunden zu sein. Lieber etwas Inflation als ein Heer von Arbeitslosen. Antworten


Alois Leimgruber

24.08.2011, 17:46 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Den Franken an den Euro binden,das wäre das dümmste was wir machen könnten. Das ist wie man ein Gesunder ins Bett eines tödlich infizierten gelegt würde damit dieser von seiner tödlichen Krankheit geheilt würde.


Thomas Muster

24.08.2011, 16:39 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Immer die gleiche Leier zur PFZ. In Wirklichkeit könnten wir auch ohne PFZ Fachkräfte in die Schweiz holen, so wie wir es früher taten und so wie es die USA, Neuseeland, Kanada oder Australien tun können, obwohl sie nicht in der EU sind. Antworten


anna weber

24.08.2011, 23:15 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Th. Muster/Sie haben schon recht, aber z.B. Kanada muss jeder Einwanderer für seinen Lebensunterhalt sorgen, soziale Unterstützung gibt es keine. Stimmt auch, dass wir aus Italien und später aus Spanien, Saisonniers holten, aber unter Kontrolle , die Firmen mussten ein Gesuch stellen für jeden Fremdarbeiter.


Ursula Jungo

24.08.2011, 16:08 Uhr
Melden 6 Empfehlung

2012 werden wir froh sein,haben wir einen starken Franken!Schwächt ihn nicht noch mehr ab!Die Invaliden,Armen und Alten haben immer mehr Probleme durchzukommen,steigen die Preise für alles noch mehr!Wo können die wohl am Besten einigermassen überleben?! Antworten


Mondet Roger

24.08.2011, 16:06 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Und wie die Entwicklung nun zeigt, benötigen wir weitere Heerscharen von Soziologen, Psychologen, Politologen, Philologen. Gut, dass unsere Kinder noch vermehrt Fremdsprachen im Vorkindergarten erlernen dürfen. Handwerker, Techniker, Ingenieure, Physiker, Mathematiker brauchen wir ja so oder so nicht mehr. Die kaufen wir uns im Ausland ein. Antworten


Margrit von Dach

24.08.2011, 15:43 Uhr
Melden 19 Empfehlung

In der USA und Europa fällt das Geldsystem zusammen. Warum die Economiesuisse alle Hebeln in Bewegung setzt uns an etwas zu koppeln, das dem Untergang geweiht ist weiss ich nicht. Innovation und Keativität gedeiht nur auf Freiem Boden und den findet man nicht in der EU. Economiesuisse, ihre Einstellung ist kontraproduktiv. Warum? Antworten


Harry Kant

24.08.2011, 16:21 Uhr
Melden 5 Empfehlung

weil ich manchmal das gefuehl habe, die schweiz duerfe international nicht gut/besser dastehen, es koennte ja neid enstehen. vielleicht hat man auch angst als "streber" dazustehen? vielleicht kann es ja als rassistisch (ist ja heute schon praktisch alles) angesehen werden, wenn die schweiz was erreicht im gegensatz zu anderen laendern wie zb. griechenland. aber ich bin ja nur ein dummer buerger...


Ursi Brock

24.08.2011, 15:36 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Hauptsache die Kapitaleigentümer welche sich den SFr. als sicheren Hafen gesucht haben bleiben verschont. Ein gutes Mittel im seine vermögenswerte abzusichern. Der Preis den die normale Bevölkerung dafür bezahlt wird hoch sein... bis zum beinahe Verlust des Vermögens und der Löhne durch Inflation und/oder Preissteigerungen sowie Konkurse und Entlassungen. Antworten


peter schwery

24.08.2011, 15:35 Uhr
Melden 5 Empfehlung

wenn alles billiger ( günstiger ) werden muss, z.B. Tourismus Angebote, Exporte, Dienstleistungen aller Art, so sollte das auch die Beamten, Politiker, Rechtsanwälte, also auch die Personen, die ohne eigenes finanz. Engagement und ohne grosses Risiko recht hohe Löhne erhalten. Folglich muss sich dann eine Gruppe der Bevölkerung dem Preiskampf global stellen,die andere macht weiter mit teuer.. Antworten


Andreas Dietrich

24.08.2011, 15:31 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Die sinkenden Löhnen glaube ich den Studienautoren sofort! Die fallenden Konsumentenpreise sind ein Märchen, das gerne erzählt wird, um die Lohnsenkungen als harmlos darzustellen. Marken-Turnschuhe sind in Polen teurer als in der Schweiz z.B. und ich kann mich gar nicht erinnern, dass Polen Spitzenlöhne für Angestellte und Handwerker zahlt. Löhne sind in der Globalisierung entkoppelt von Kosten. Antworten


Hans Otto Luternauer

24.08.2011, 15:31 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Mir graut vor einer Schweiz die hier beschrieben wird. Völlige Überfremdung droht. Immobilienpreise steigen noch mehr. Mietpreise auch. Löhne sinken.
Aber es wird nicht soweit kommen. Wir werden eine Weltwährungsreform erleben. Spareinlagen erleben den schmerzlichsten "Haircut" aller Zeiten. Das jetzige Finanz- und Geldsystem wird untergehen. Die Karten werden NEU gemischt!
Antworten


Peter Gutknecht

24.08.2011, 15:31 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Zum letzten Abschnitt: gut ausgebildete ausländische Fachkräfte könnte die Schweiz auch mit besseren EIGENEN Einwanderungsgesetzen (à la USA) holen. Personenfreizügigkeit nützt tendenziell nur unausgebildeten Leuten, die eben bloss dank ihres EU-Passes in die Schweiz einwandern dürfen. Die Lügen der Economiesuisse werden nicht dadurch wahr, dass sie ständig gebetsmühlenartig wiederholt werden. Antworten


Rene Wetter

24.08.2011, 20:27 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Was ie meisten Leute nicht begreifen wollen ist, dass auch ohne PFZ viele Ausländer reinkommen, denn die Firmen rekrutieren dort. Schon vor der PFZ hatte die Schweiz die grösseren Ausländerquoten als jedes EU Land. Es liegt an den Firmen begreift das endlich! Und noch was: Bei einer Krise gibts keine Rückwanderung mehr schon seit 1975 nicht mehr


Hans Osterwalder

24.08.2011, 15:53 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Danke, Peter Gutknecht, genau das habe ich mir beim Lesen des letzten Abschnitts auch gedacht ...


Eric Cerf

24.08.2011, 15:23 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Wir wehren uns mit Händen und Füssen gegen einen EU-Beitritt, der schwache EURO könnte aber als Turbo wirken und ein Umdenken erzwingen. Wann? Wenn wir die Parität 1:1 erreichen, oder gar darunter sacken. Sobald in der CH reihenweise Firmen schliessen, Leute entlassen und in der EU produzieren, kippt die Stimmung. Denn lieber weniger verdienen und den EURO abholen, als AL sein und stempeln müssen Antworten


Margrit von Dach

24.08.2011, 16:29 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Eric Cerf. Das Geldsystem fällt. Das Schneeballsystem hat ausgedient. haben Sie das immer noch nicht begriffen? Ein Umdenken findet statt. mehr Lebensqualität statt Geldqualität. Gibt schlaue Bücher darüber, vielleicht mal einen Blick reinwerfen


Thomas Meier

24.08.2011, 15:21 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Guter Artikel, mal ein sachlicher Kommentar neben all dem Populismus den man ständig von den Politikern hört und der Hexenverbrennungsstimmung im Volk. Naja, mit der Volksinitiative hat die SVP einmal mehr bewiesen, dass sie Fremdenfeindlichkeit höher gewichtet als Wohlstand. SVP wählt, wer lieber arm unter seines gleichen ist, anstatt Wohlstand in einer gemischten Bevölkerung... Antworten


Roger Muenger-Jaensch

24.08.2011, 15:20 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Ehrlicherweise müssten auch die Verlierer genauer definiert werden, welche Preise senken müssen und nicht günstiger einkaufen können wie z.B. das Heer von Mikrobetrieben, welche die hohen Mieten usw. zu berappen haben. Davon redet nie jemand - es gibt scheinbar nur Grosse und Hochspezialisierte - aber es gibt auch noch die gefühlte Normalität nach gesundem Menschenverstand. Antworten


Sudwerk Braumeister

24.08.2011, 15:20 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Wir Schweizern müssen nicht befürchten dass vor uns die Weltuntergang steht. Solange das wir weiterhin auf Qualität stehen, gibt es immer ein Publikum die lieber CH kauft als Chinesisch. Wir dürfen nicht uns erlauben auf diesem Niveau konkurrieren zu lassen. Antworten


Markus Meyer

24.08.2011, 15:19 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Diesem Artikel schenke ich herzlich wenig Glauben, da den Recherchen der Journalistin zufolge die Gemeinde Riedholz im Kanton Bern liegen soll!? (Der Ort liegt richtigerweise im Kanton Solothurn)
Machen wir uns also wegen "BLICK-ähnlichen" Schlagzeilen nicht in die Hosen...
Antworten


Sabine Meier

24.08.2011, 15:14 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Was bringen uns Arbeitsplätze, wenn diese mit ausländischen Fachkräfte besetzt werden?
Höhere Mieten und mehr Zersiedelung!
Antworten


Ruedi Gaehler

24.08.2011, 15:12 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Auch die Schweizer Agrarwirtschaft wird davon betroffen sein. Importierte Lebensmittel werden - im Vergleich zu den lokal hergestellten - noch günstiger und den Landwirten bleibt nicht anderes übrig als noch effizienter/billiger zu produzieren oder sich zu spezialisieren, z.B. auf Bio-Produkte oder Nahrungsmittel, die sich schlecht transportieren lassen. Nicht alle weden diesen Wechsel schaffen... Antworten


Kurt Gehrig

24.08.2011, 15:11 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Eine Steuersenkung für Unternehmer ist falsch. Die Steuern könnten für alle Schweizer und Schweizerinnen gesenkt werden, wenn das Bankgeheimnis aufgehoben würde. Es kämen Milliarden unversteuerter Gelder an den Tag. Die Wechselkurs-Problematik würde dadurch entschärft. Antworten


Ernst Strickler

24.08.2011, 15:10 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Die Schweiz hat Teile der Bevölkerung dem „Finanzplatz“ geopfert! Die Regierung/SNB hätte das CHF-Problem viel früher erkennen müssen! Die Innovationskraft der meisten Produkten ist beschränkt(!), der Abstand zum Ausland wird kleiner, aber die teuren CH-Preise bleiben. Pech wer z.B. Dienstleistung ins Ausland exportiert. Innert 1 Jahr, 20% weniger Lohn! Der „Fall Zug“ wird zum „Fall Schweiz“! Antworten


Beat Keller

24.08.2011, 15:01 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Australien geht einen anderen Weg: Da gibt es ein Punktesystem für Einwanderer. Wer über eine gewisse Anzahl kommt, abhängig von Ausbildung, Alter, Beruf etc., der kann kommen. Andere eher nicht. Im Museum of Immigration in Adelaide kann man die Kehrseite davon sehen. Bis weit in die 50er Jahre wurden weisse, gebildete Briten bevorzugt. Dunkelhäutige gar nicht, Chinesen nur als niedrige Arbeiter. Antworten


Mario Metzler

24.08.2011, 15:46 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Im Fragebogen kann man auch ankreuzen ob man der Australischen Regierung 10'000$ "schenkt". Wollen wir solche Schmiergeldzahlungen auch in der Schweiz? Somit würden wieder nur die reichen in das Land kommen können, und die Mieten steigen weiter.


Adolf Schoch

24.08.2011, 14:46 Uhr
Melden 25 Empfehlung

oje, schon wieder eine geistreiche Gratisprognose die morgen vom Winde verblasen ist Antworten


Reto Brunner

24.08.2011, 15:01 Uhr
Melden

Richtig,Wetterprognosen sind einfacher zu erstellen als Wirtschaftsprognosen.
Uebrigens sog. gut ausgebildete Fachkräfte sind in der Regel nicht die kreativen Köpfe,sondern die, welche sich super in ein bestehendes betrieblichesUmfeld einfügen lassen!!


Guido Singenberger

24.08.2011, 14:42 Uhr
Melden 34 Empfehlung

Solange die sich Gewerkschaften für höhere Löhne und weniger Leistung am Arbeitsplatz einsetzen, werden damit langfristig nur die Arbeitnehmer bestraft. Antworten


Hans - Ulrich Vogt

24.08.2011, 15:37 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Ernst Strickler. Die Logik von Herr Singenberger ist nicht schlüssig, aber die Gewerkschaften müssen sich nicht noch ums Lohndumping bemühen. Dafür haben sie bereits gesorgt, als sie, bzw ihre Parlamentarier mit der SP die PFZ abgenickt haben,ohne stärkere Schutzbestimmungen zu verlangen. Die jetzigen Kontrollmechanismen im z. B. Baugewerbe taugen nichts. Missverhältnis Baustellen = Kontrolleure


Markus Früh

24.08.2011, 15:22 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Singenberger: Ich weiss nicht ob Sie noch in der Arbeitswelt tätig sind aber allen Anschein nach sind Sie es eher nicht. Wenn doch, dann wohl in einem Umfeld, dass entweder einem "Geschützten Arbeitsplatz" gleicht oder in der dilettantischen Teppichetage eines innovationslosen Unternehmens, dass jetzt die hohle Hand ausstreckt.


Karl Hinderlin

24.08.2011, 15:18 Uhr
Melden

@Ernst Strickler: Ob Leute durch schlechte CEOs oder durch verblendete Gewerkschaftskader arbeitslos werden, ist für die Arbeitslosen einerlei. Weder die einen noch die anderen wurden jemals zur Rechenschaft gezogen, sondern werden noch mit Beförderungen belohnt. Daher hat Guido Singenberger recht. Die Gewerkschafter täten besser nichts, als höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten zu fordern.


Ernst Strickler

24.08.2011, 14:54 Uhr
Melden 50 Empfehlung

@Guido Singenberger. Also müssten sich nach „ihrer Logik“, die Gewerkschaften um niedere Löhne und um mehr Leistung am Arbeitsplatz einsetzen, damit es den Arbeitnehmer besser geht!..;)


ali kazemi

24.08.2011, 14:41 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Jetzt in der Krise als Zufluchtsort für Schwarzgelder wird eine Weile Kapital aus dem Ausland in die Schweiz fliessen,aber bei zunehmender Beschleunigung der Globalization u viele neue aufstrebende Länder wird Westen bald gezwungen sein etwas vom Wohlstand abzugeben.langfristig können keine einzelne Länder sich mit Fluchtgelder o Casino-Kapitalismus bereichen, während anderswo Kinder hungern Antworten


Ronnie König

24.08.2011, 14:40 Uhr
Melden 36 Empfehlung

Dann müsste logischerweise auch der Invalide und der Sozialfall ausgelagert werden. Wohin? Weiss keiner. Die Alten, die nicht reich genug sind für die teuere Schweiz? Da wurde nicht zu Ende gedacht. Und wenn soziale Unruhen alles ändern? Gehen dann alle? Ich sag es mal so: Lassen wir es auf uns zu kommen und holen etwas Geld bei den Reichen. dann sehen wir weiter. Antworten


thomas maluk

24.08.2011, 15:18 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Alles was nicht rentiert wird weggeschaft..Kennen wir doch schon aus der Geschichte..Meine Frage ist: rentieren denn unsere Reichen und Superreichen die 99% des Kapitals besitzen(horten)???? Die werden bös aus der Wäsche schauen, wenn die Krise sich verschärft...denn dann wird sich das Fussvolk das holen was es will, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!!!


Bernhard Rindlisbacher

24.08.2011, 15:15 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Und woher wollen sie die Gewissheit nehmen, dass in Zukunft nicht wirklich Invalide und Alte "ausgelagert" sprich ermuntert werden in biligere Länder mit vielen Arbeitslosen (welche sich dann zu tieferen Kosten um diese menschen kümmern konnen) zu ziehen? Dem kann ja noch nachgeholfen werden, indem mandamit droht, dass die Kosten in der CH nicht mehr voll getragen werden, im Ausland aber schon.


Eron Thiersen

24.08.2011, 14:39 Uhr
Melden 53 Empfehlung

Jetzt vor den Wahlen wird viel gedroht und viele Unwahrheiten erzählt. Richtig ist, die Industrie will nach Asien aus durchaus verständlichen Gründen (Löhne, Rohstoffe, Logistik, China, Indien ...). Die Rufe nach Steuergeschenken sind da der falsche Weg, weil die Industrie so oder so abwandern wird, zurückbleiben werden aber nur (noch mehr) Steuergeschenke für Vermögende. Antworten


Berta Müller

24.08.2011, 15:10 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Länder wie China, Indien usw. sind einerseits interessant, weil die Löhne, Lager- und Rohstoffkosten tief sind. Auch hat man da nicht so viele gesetzliche Auflagen wie im Westen.
Wenn dann doch etwas passiert, die Arbeiter z.B. erkranken kann man erklären man habe die Richtlinien eingehalten und die Regierung sei schuld ....



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