Wirtschaft

«Wie die UBS auch arbeitet, die Manager-Boni können nur steigen»

Ethos-Direktor Dominique Biedermann sagt, warum seine Stiftung den Vergütungsplan der UBS zur Ablehnung empfiehlt und selbst dem neuen Verwaltungsrat die Entlastung verweigern will.

«Es ist nicht akzeptabel, dass solche Änderungen eingeführt werden»: Ethos-Direktor Dominique Biedermann.

«Es ist nicht akzeptabel, dass solche Änderungen eingeführt werden»: Ethos-Direktor Dominique Biedermann.
Bild: Keystone

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Die UBS (UBSN 12.9 -0.23%) sagt, ihre Vergütungen ans Management würden höchsten Standards genügen. Trotzdem wollen Sie den Vergütungsbericht an der Generalversammlung zur Ablehnung empfehlen. Weshalb?
Das Vergütungssystem, über das im letzten Jahr abgestimmt wurde und das damals angenommen wurde, entspricht nicht dem, was die UBS danach eingeführt hat. Damals hat man uns versprochen, dass die variabel und verzögert ausbezahlten Boni wieder gemindert werden und sogar auf null fallen können, wenn die Leistung entsprechend schlecht ausfällt.

Sie sprechen das nachträglich eingeführte Bonusprogramm an, den so genannten «Incentive Performance Plan»?
Genau. Die UBS hat dieses Aktienprogramm entgegen dem damals Versprochenen eingeführt. Denn dieses Programm enthält keinen Malus. Das heisst, egal wie schlecht das Management wirtschaftet, der Wert der zugeteilten Boni wird nicht unter den Anfangswert fallen, er kann nur steigen. Es ist nicht akzeptabel, dass solche Änderungen eingeführt werden, die vom Beschluss an der letztjährigen Generalversammlung derart fundamental abweichen.

Sie kritisieren in Ihrer Pressemitteilung explizit auch den Lohn von Carsten Kengeter, dem Co-CEO der UBS Investmentbank, der mit insgesamt 13,2 Millionen Franken bei der Grossbank die höchste Zahlung für 2009 erhält.
Nur 5 Prozent der Vergütung von Herrn Kengeter besteht aus einem Fixlohn. Das allein widerspricht allgemeinen Grundsätzen und fördert risikoreiches Verhalten besonders stark. Ausserdem wird der Bonus bezahlt, obwohl die Investmentbank im letzten Jahr einen Verlust von 6 Milliarden Franken erleiden musste.

Aus der UBS ist zu hören, die Bank würde heute einen solchen Vertrag wohl kaum mehr abschliessen.
Carsten Kengeter kam im Herbst 2008 zur UBS. Erst Anfang 2009 übernahm er die Rolle als Co-Chef der Investmentbank. Da hätte man seinen Vertrag ohne weiteres ändern können.

Weiter wird auch argumentiert, der einstige Goldman-Sachs-Mann Kengeter sei sein Geld wert. Er hätte ohne weiteres bei einer anderen Grossbank das Doppelte kassieren können.
Wenn der Mann so viel wert ist, wieso hat man ihm dann ein Fixgehalt von 669'000 Franken angeboten, das im Vergleich zu seiner Gesamtentschädigung geradezu bescheiden ausfällt? Die exorbitanten Zahlungen fallen bei allen Finanzinstituten im Investmentbanking an. Das führt zur Frage, ob dieser Bereich tatsächlich zu einer Bank passt, die das klassische Bankgeschäft betreibt – Kredite, Depositen, Vermögensverwaltung.

Sie wollen zurück zur alten Regelung in den USA, nach der das Investmentbanking nicht durch Geschäftsbanken mit Kundengeldern betrieben werden darf.
Ja. Das Investmentbanking ist bisher immer die grössten Risiken eingegangen und hat sogar die Finanzkrise zu verantworten – auch die Milliardenverluste der UBS. Die hohen Löhne des Bereichs sind aber auch ein Problem für die Kultur der gesamten Bank. Die Leute im klassischen Kredit- und Kleinkundengeschäft und auch jene in der Vermögensverwaltung können kaum nachvollziehen, wieso ihre Kollegen im Investmentbanking so viel besser bezahlt werden.

Im letzten Jahr verdanken die meisten Grossbanken – ausser der UBS – dem Investmentbanking hohe Gewinne. Aktionäre, die Sie vertreten, könnten daher gegen eine solche Trennung sein.
Die Aktionäre können selber entscheiden und auch nach einer Trennung in die Investmentbank investieren, wenn sie das wünschen. Doch dann wüssten sie besser, wem sie ihr Geld anvertrauen. Wer die UBS-Aktie kauft, denkt in erster Linie an deren Vermögensverwaltungs- und an das Kreditgeschäft, nicht an die Risiken einer Investmentbank.

Sie empfehlen der Generalversammlung auch, die Entlastung des Verwaltungsrats abzulehnen. Und zwar gilt das nicht nur für die alte Garde unter Marcel Ospel und Peter Kurer, sondern selbst für die aktuelle unter Kaspar Villiger.
Wir sind nicht damit einverstanden, dass der neue Verwaltungsrat nichts unternimmt, um eine rechtliche Verantwortung des alten Management zu klären. Die UBS hat gute Gründe, als Unternehmen gegen ihre einstigen Verantwortlichen vorzugehen und sie hat im Gegensatz zu Aktionären und Aktionärsgruppen auch die Mittel dazu. Dass sie es nicht tut, verstehen wir nicht und können wir nicht akzeptieren. Die Entlastung für das vergangene Jahr wollen wir auch verweigern, weil während der ersten Monate noch Peter Kurer Präsident war.

Weiter wenden Sie sich auch gegen die Zuwahl von Wolfgang Meyrhuber in den Verwaltungsrat.
Wir haben grosse Bedenken betreffend der Verfügbarkeit des Kandidaten. Denn wir bezweifeln, dass ihm genügend Zeit bleibt, um seinen Aufgaben im UBS-Verwaltungsrat seriös nachzugehen. Immerhin ist er Chef der Lufthansa, die mit eigenen Problemen kämpft. Darüber hinaus ist er bereits Verwaltungsrat von weiteren weltweit tätigen, börsenkotierten Konzernen: bei BMW, Munich Re, Fraport und Heico Corp. Diese Ämterhäufung entspricht nicht den Richtlinien der Corporate Governance, wie sie etwa in Deutschland gelten. Da ist von höchstens drei Verwaltungsratsmandaten die Rede, die ein CEO maximal eingehen soll.

Ihre Stimmkraft ist zu gering, um alleine ein Abstimmungsresultat deutlich beeinflussen zu können. Welche Chancen sehen Sie für Ihre Vorstösse?
Um unsere Chancen zu erhöhen, haben wir diesmal sehr früh umfassend informiert. Wenn nur schon 10 bis 20 Prozent gegen den Vergütungsbericht stimmen, muss der Verwaltungsrat faktisch noch einmal über die Bücher. Die grössten Chancen haben wir mit einer Verweigerung der Entlastung des Verwaltungsrats. Ich halte es für möglich, dass die UBS den Entlastungsantrag wieder zurückzieht. Das kann bis 5 Minuten vor der Abstimmung noch geschehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.03.2010, 15:44 Uhr

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33 Kommentare

Thomi Horath

23.03.2010, 13:46 Uhr
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@ Anton Lötscher: Die Liste lässt sich noch weiterführen: Alt-Bundesrat Villiger hat auch verursacht, dass der Goldstandard in der Schweiz abgeschafft wurde, nämlich mit dem Beitritt zum internationalen Währungsfonds... Ich finde, den Goldstandard abzuschaffen war nicht gut, aber das sei jedem selber überlassen, was er dazu meint. Antworten


Florian Wachter

23.03.2010, 12:58 Uhr
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Wir stehen offensichtlich kurz vor dem Auflammen öffentlichen Zorns breiter Bevölkerungskreise. Ich hoffe, diese Kreise wählen 2011 nicht wieder Bürgerliche. Antworten


Thomi Horath

23.03.2010, 11:38 Uhr
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Die Manager-Löhne und Bonifikationen werden weiter steigen bis zu dem Tag X, wo der grosse Crash kommt. Dann werden alle Banken pleite gehen und mit ihnen der Staat. Dann ist endlich schluss mit lustig und wir werden alle wideder von Null anfangen können. Ich warte auf den Tag X. Antworten


Simone Buchmann

23.03.2010, 10:47 Uhr
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Bei Herrn Peter Zurbrügg stört mich der Satz "wenn der Staat helfen MUSS". Warum MUSS er den helfen, wenn die Privaten immer alles besser wissen? Der Staat MUSS im Gegenteil frühzeitig Regeln festlegen, damit er später nicht helfen MUSS. Denn auch ich bin dafür, dass die Privaten ihre Probleme selbst lösen. Nur können sie das offenbar nicht. Es ist wie im Kindergarten. Antworten


Sibylle Weiss

22.03.2010, 22:28 Uhr
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J. Trutmann; heute gilt man als gut, wenn man die Firmen ruiniert.Der heutige Trend ist, dass die Guten und Qualifizierten arbeitslos sind u.mit ein bisschen Pech es auch bleiben, wo dann das Sozialamt die Endstation ist. Und dann heisst es erst noch, die Arbeitslosen sind selbst schuld, egal ob Fremdverschulden im Spiel war oder nicht! Antworten


Sam Brown

22.03.2010, 22:08 Uhr
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Kann mich nur Herbert Frei anschliessen, die hohen Gehälter sind Diebstahl am Aktionär, der die Verluste trägt bzw. mit kleinerer Rendite auskommen muss. Die Experten und Spezialieten haben keine Ahnung, was sie machen, aber wen interessiert das, solange er am Kuchen mitnascht? Antworten


Hans Inauen

22.03.2010, 20:09 Uhr
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Herr Zurbrügg, Sie sind eine wahre Erleuchtung, ich nehme an Sie kennen die Gehälter der Beamten. Antworten


Herbert Frei

22.03.2010, 19:51 Uhr
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Ja, es bleibt nur noch, dieser Bank kein Geld mehr anzuvertrauen oder in sie zu investieren. Die Politik der UBS und anderer Grossbanken ist Raub an den Aktionären und Kunden. Antworten


Peter Zurbrügg

22.03.2010, 19:48 Uhr
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Diese Diskussion über die Boni und Gehälter der Banken und sonstigen Firmen finde ich überflüssig. Wenn der Staat helfen muss, dann kann er ja die Bedingungen festlegen. Aber bei privaten unabhängigen Firmen geht das weder den Staat, noch den Bürger was an, wieviel an Gehälter ausbezahlt wird! Da finde ich die Gehälter unserer Beamten eine grössere Frechheit, denn das sind Steuergelder! Antworten


Josef Trutmann

22.03.2010, 19:10 Uhr
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Immer die gleiche Antwort: wir brauchen die Besten, die gehen sonst zur Konkurrenz. Ja das kennen wir nun seit Jahren. Die Besten haben uns in dieses Schlamassel geführt. Ich kann es nicht mehr hören, die Besten! Wer denn, warum denn. 20 Fixangestellte übernehmen die Besten von heute auf morgen. Die Besten, ich bekomme wieder einen Ausschlag. Antworten


Anton Lötscher

22.03.2010, 18:50 Uhr
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Abzocker-Initiative / Gegenvorschlag hin oder her, was ich nicht verstehe: aBR Viliger hat zusammen mit Ospel die Swissair gegroundet; aBR Villiger -Chef EFD - war damals nicht gewillt ein paar Millionen zur Rettung der nationalen Airlaine zu bewilligen, aber nun als VR-Präsident der UBS war er der erste der beim Bund anklopfte für eine einmalige Unterstützung von läpischen 40 Milliarden, ...??? Antworten


Wolfgang Erschwil

22.03.2010, 18:36 Uhr
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und die Politik macht nichts dagegen, da Sie selber daran beteiligt ist. Eines Tages handelt das Volk.... Antworten


Carlo Weisman

22.03.2010, 18:31 Uhr
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Langsam geht mir die UBS auf die Nerven. Hauptsächlich nervt es mich, dass nichts gegen die Verantwortlichen unternommen werden kann. Niemand kann mir weismachen, dass die Verantwortlichen so naif, so dumm waren, dass sie nicht merkten, was auf dem US Immobilienmarkt los war. Aber eben man lässt die Verantwort- lichen laufen. Komisches Rechtssystem..... Antworten


Paul Meier

22.03.2010, 18:30 Uhr
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Die einzige wirkliche Macht die wir haben lautet: Konten kündigen, Kundengelder-Abfluss steigern, Bank aushungern! Solange der zuständige Bundesrat behauptet, dass diese Abzocker-Bank für unser Land lebensnotwendig ist, gibt es keine Alternative als die erwähnte. Neben Kunden wie Frau Weder (bravo) müssen weitere potente Geldanleger dieses Institut verlassen. Es gibt auch seriöse Banken. Antworten


Peter Stein

22.03.2010, 18:30 Uhr
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@Markus Meier Die Krux an der Sache ist, dass das Spiel mit den riesigen Gewinnen naturgemäss an einem anderen Ort riesige Verluste generiert. Egal was es ist. Eine Art Naturgesetz. Wenn wir wollen, dass uns allen einiges erspart bleibt, muss Nachhaltigkeit in die Wirtschaft. Das jetzt ist Casino auf unser aller Kosten-und das nicht allein monetär. Antworten


Kurt Aegeri

22.03.2010, 18:19 Uhr
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Schön, dass es noch solche Stimmen wie die von Herrn Biedermann gibt. Befremdlicherweise lässt unsere Regierung mit den Händen im Schoss den Finanzmarkt nach wie vor gewähren. Oder schüttelt vielleicht mal medial den Kopf. Dafür werden diese Leute weder bezahlt noch gewählt! Wann das in die Köpfe der Volksvertreter zurückkehrt, möchte ich endlich mal wissen! Bald sind wieder Wahlen. Antworten


Markus Meng

22.03.2010, 18:12 Uhr
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Der Bundesrat hat uns den kapitalen Verhandlungsfehler eingebrockt. Niemand auf der ganzen Welt rettet eine solche Bank mit der Hilfe der Nationalbank und hat, solage die Schuld besteht, rein gar nichts zu sagen. Niemand! Ausser der schweizer Bundesrat ... Dem Volk ungefragt Schrottpapiere aufbürden, trotz Verlust kräftig Boni verteilen sowie die Entlastung der obersten Führung beantragen. Bravo! Antworten


Martin Meister

22.03.2010, 18:02 Uhr
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Die Politik, sprich wir Bürger, sind machtlos gegenüber der immer schlaueren Finanzwelt, die eine Blase an die nächste reiht. Punkt. Das kann gar nicht mehr geändert werden. Es wird sich von selber irgendwann ändern, aber auf schmerzvolle Weise für uns alle. Ich habe Angst davor. Ich will, dass auch meine Kinder noch in einer friedlichen Welt leben können. Manager sollten Kinder haben müssen! Antworten


Julian Bieri

22.03.2010, 18:00 Uhr
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Natürlich werden die Aktionäre die Vergütungen gutheissen, sie verfolgen ja auch nur das Ziel Geld zu verdienen. Antworten


Walter Tell

22.03.2010, 17:48 Uhr
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Was ist das für ein Land, in dem notorische Spieler und Zocker zu den angesehensten und reichsten Bürgern gehören? Eine Demokratie, die ihren Namen verdient, hätte ihnen längst ihr zerstörerisches Handwerk gelegt und sie zur Ordnung gerufen. Antworten


Anita Weder

22.03.2010, 17:46 Uhr
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Also nun werde ich mein Konto bei der UBS definitv schliessen und mein Geld auf eine regionale Bank bringen. Genug ist genug! Antworten


Kurt Stoller

22.03.2010, 17:39 Uhr
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Weder Abzocker-Initiative noch jeglicher Gegenvorschlag werden gegen diese Banker erwas nützen. Diese Leute haben jeden Bezug zur Wirklichkeit, jedenf Stolz und jede Scham verloren. Die blanke Gier regiert. Für alle "Normalen" kann ich nur empfehlen: Alle Gelder aus diesen Banken abziehen. Sich mit weniger Rendite zufrieden zu geben. Antworten


Rolf Obrecht

22.03.2010, 17:28 Uhr
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Leider wird der Vorstoss von Herrn Biedermann nichts nutzen. Denn diejenigen Stimmberechtigten welche grosse Aktienvolumina in ihren Depots halten werden nicht auf seinen Vorstoss eingehen. Diese sitzen meistens selber in irgendeinem Verwaltungsrat und beziehen eine unmoralisch hohe Entschädigung. Keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus! Da hilft nur: jeder Aktionär (oder Gruppe) = eine Stimme! Antworten


Jan Holler

22.03.2010, 17:22 Uhr
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Nichts änderte sich wirklich. Alles ist wie gehabt. Darum: Der Staat darf nicht mehr als Retter eingreifen. Kapitalismus funktioniert nur, wenn Risiken bestraft werden, wenn sie zu gross waren und (riesige) Verluste beschert haben. Das geht aber nur, wenn es kein "too big to fail" mehr gibt. Ergo muss der Staat dafür sorgen, dass Unternehmen (wie die UBS) nicht mehr so gross werden können. Antworten


Ernst Boller

22.03.2010, 17:22 Uhr
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Machen wir uns keine Illusionen. Die grossen Aktionärspakete werden zustimmen und somit den Plan durchwinken. @ Emil Roduner. Das stimme ich Ihnen voll und ganz bei. Soll doch keiner erzählen, unter den über 10'000 Mitarbeitern fänden sich keine zwanzig, die den Job auch machen könnten, wenn die Top-Kader zur Konkurrenz abwandern und ihren Schaden dort anrichten. Antworten


Bruno Bänninger

22.03.2010, 17:05 Uhr
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Eine Bank, die vom Staat, also vom Volk, gerettet werden musste, hat - ohne Wenn und Aber - alle Freiheiten verspielt. Das gilt besonders dann, wenn die Regierung unfähig ist, die Dinge endlich in Ordnung zu bringen. Es ist ein Jammer, dass bei uns Versager das Sagen haben. Antworten


Markus Meier

22.03.2010, 17:04 Uhr
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Tendeziell wird die Wirtschaft wieder aufwärts gehen. Das Investmentbanking wirft in solchen Phasen extreme Gewinne ab. Die Kunst dabei ist es zur richtigen Zeit auszusteigen. Grübel versteht dies. Insofern ist er gewiss die beste Besetzung für die UBS. In gewissen Bankenkreisen war ja der Crash des amerikanischen Immobilienmarkts im voraus klar und wurde gehandelt. Nur bei der UBS nicht. Antworten


Emil Roduner

22.03.2010, 17:03 Uhr
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Es wird immer behauptet, die Banken würden die Spitzenkader verlieren, wenn die Boni und Gehälter nicht konkurrenzfähig wären. Ich hege den Verdacht, dass die ganzen Bankenprobleme ausgeblieben wären, wenn man sich mit der "zweiten Garde" begnügt hätte. Antworten


Ruthild Auf der Maur

22.03.2010, 16:33 Uhr
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Leider bin ich keine registrierte Aktionärin, ansonsten wäre ich mit einem klaren "Nein" dabei. Ich hoffe doch, dass sich einige Kleinaktionäre überzeugen lassen und ebenfalls einer Entlastung mit einem Nein entgegentreten, alleine schon deswegen, um sich den Weg für evtl. Klagen nicht endgültig zu versperren. Für eine Entlastung ist es eindeutig zu früh. Antworten


Carlo Schnydrig

22.03.2010, 16:33 Uhr
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Der Artikel entspricht erneut der Arroganz der UBS-Spitze. Diese unmoralischen Vorhaben und Absichten dieser Banken kann nur mittels einer hohen Bankensteuer gestoppt werden. Mittels einer Bankensteuer könnten diese ihre gemachten Fehler mindestens moralisch ein stückweit gutmachen. Mit diesem System würde wenigstens ein Teil des überschüssigen Kapitals zurückfliessen und als Bonis vorenthalten. Antworten


Dave McWide

22.03.2010, 16:29 Uhr
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Auch 1:12 nützt nichts.. dann werden halt alle Dienstleistungen die unter einem grosszügigen Lohn an externen Firmen weitergegeben. das fängt mit Putzen, Abwart, Portier an und hört beim mittleren Kader auf. Antworten


Ospan Dreher

22.03.2010, 16:06 Uhr
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Bravo Herr Biedermann !!! Hat aber lange gebraucht als Ethos-Direktor, dass sie das herausgefunden haben. Haben SIe eine Zündschnurverlängerung angeboten gekriegt ? Normalerweise darf diese Bank keine Bonuszahlungen tätigen, wenn man in den roten Zahlen dreht oder haben sie schon mal einen Bonus erhalten; wenn kein Gewinn erwirtschaftet worden ist ??? Geheimniskrämerei ist eine suspekte Sache ... Antworten


Thomas Müller

22.03.2010, 16:01 Uhr
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Und wenn die Bonis nicht mehr steigen dann steigt halt irgend ein anderer Lohnbestandteil der Banker.... egal wie sie es dann nennen werden., es wird weiter abkassiert!!! Einzige Lösung: 1:12!!!! Antworten



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