«Wir brauchen sie selbst»

Aktualisiert am 06.10.2010 1 Kommentar

Indien möchte die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte unterbinden. Der Handelsminister macht jedoch einen Vorschlag, wie ausländische Firmen vom Know-how indischer Arbeiter profitieren könnten.

Beliebte Arbeitskräfte in Industrie und Wirtschaft: Indische IT-Spezialisten bei der Arbeit.

Beliebte Arbeitskräfte in Industrie und Wirtschaft: Indische IT-Spezialisten bei der Arbeit.
Bild: Reuters

Indien lehnt Abwerbeinitiativen anderer Länder für Fachkräfte ab. Der Export qualifizierter Arbeitskräfte sei «nicht in Indiens Interesse», sagte Industrie- und Handelsminister Anand Sharma dem «Handelsblatt» (Mittwochsausgabe). «Wir brauchen sie selbst.»

Ausländische Unternehmen könnten gerne nach Indien kommen und dort investieren, um vom Arbeitskräftepotenzial des Landes zu profitieren, sagte der Industrieminister. Deutsche Unternehmen täten dies bereits in erheblichem Masse. Wahrscheinlich werde der Umfang deutscher Investitionen in den nächsten Jahren noch steigen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte im Sommer angekündigt, angesichts des drohenden Fachkräftemangels eine Abwerbeinitiative starten zu wollen.

Von seinem Besuch in Deutschland in dieser Woche verspreche er sich Anregungen für die Berufsausbildung in Indien, sagte Industrieminister Sharma der Zeitung. Indien stehe hier vor grossen Herausforderungen. Deutschland könne dabei helfen. So sei es etwa sein Ziel, das Modell der dualen Berufsausbildung aus Deutschland nach Indien zu holen, das sich aus Ausbildung in Berufsschulen und Lehrbetrieben zusammensetzt, sagte Sharma.

(mrs/AFP)

Erstellt: 06.10.2010, 10:30 Uhr

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1 Kommentar

Fabrizio Micciche

06.10.2010, 13:41 Uhr
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Ja genau, unter dem Deckmantel das qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, werden Stellen in Billiglohnländer verschoben. Ich kenne genug Informatiker die eine Stelle suchen, aber keine finden, weil sie halt zu teuer sind! Antworten



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