Wirtschaft

Wirtschaftsweisen oder Laien?

Globale Finanzkrise, Bankgeheimnis, Euro-Rettung: Ein Bundesrat muss heute von Wirtschaft etwas verstehen. Wie kompetent sind diesbezüglich die vier aussichtsreichen Kandidaten für die zwei freien Stühle? Eine Einschätzung.

1/4 Johann Schneider-Ammann
Mehr als alle anderen der Mann der «Wirtschaft».
Bild: Keystone

   

Wirtschaftliche Fragen bilden einen Schwerpunkt der Politik. Die weltweite Finanzkrise und die noch anhaltenden Aufräumarbeiten haben diese Bedeutung noch erhöht. Deshalb ist die Frage relevant, über welchen wirtschaftlichen Hintergrund die vier Bundesratskandidaten verfügen, die intakte Wahlchancen haben. Dabei geht es weniger um Kompetenz im Sinne von theoretischen Kenntnissen. In den Stäben der Bundesverwaltung ist genügend Fachwissen vorhanden. Entscheidend aber ist, wo ein Bundesrat sein Ohr hat, welchen Interessen er näher steht, welche Wahrnehmungen der Wirtschaftsabläufe ihn oder sie im bisherigen Werdegang geprägt haben. Hier ein Überblick:

Johann Schneider-Ammann (FDP)

Nach der gängigen Definition ist er mehr als alle anderen der Mann der «Wirtschaft». Der diplomierte Elektroingenieur (an der ETH) mit einem MBA der französischen Kaderschmiede INSEAD leitet mit dem Industrieunternehmen Ammann Group eine grosse Firma mit 3000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Franken. Er sitzt in mehreren Verwaltungsräten, so etwa beim Schweizer Uhrenkonzern Swatch, bei einigen ist er sogar Präsident, wie etwa beim Technologieunternehmen Mikron. Daneben ist der FDP-Politiker auch bestens vernetzt: Er ist Vizepräsident des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse und Präsident von Swissmem, dem Verband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Als Politiker sitzt Schneider-Ammann im Nationalrat in der für die Unternehmen wichtigsten Kommission: jener für Wirtschaft und Abgaben (WAK).

Doch Schneider-Ammann ist nicht Repräsentant aller Unternehmen. So hat er sich immer wieder mit deutlicher Kritik an den Banken hervorgetan. Schneider-Ammann steht ausserdem nicht für eine eher angelsächsische Unternehmenskultur, wie sie bei vielen Schweizer Grosskonzernen mittlerweile vorherrscht: Die exorbitanten Boni etwa führen seiner Ansicht nach «die freie Wirtschaft, die Wohlstandsrezept ist, ad absurdum». Sie würden ausserdem eine «gesellschaftliche Zersetzung» bewirken.

Karin Keller-Sutter (FDP)

Obwohl Mitglied der so genannten Wirtschaftspartei FDP ist der Bezug der St. Gallerin zu wirtschaftlichen Themen von ihrer Ausbildung und ihrem Werdegang her nicht sehr gross: Keller-Sutter ist diplomierte Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin. In Freiburg hat sie ausserdem ein Nachdiplomstudium in Pädagogik abgeschlossen und in Montreal Studien in Politikwissenschaften absolviert. Ihr Schwerpunktthema ist «Mehr Sicherheit – weniger Gewalt», hierbei hat sie sich als Regierungsrätin und Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartementes in St. Gallen bereits hervorgetan.

Simonetta Sommaruga (SP)

Bekanntheit hat Simonetta Sommaruga vor allem als Konsumentenschützerin erlangt. Von 1993 bis 1999 war sie Geschäftsführerin, seit 2000 ist sie Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz. In dieser wirtschaftsnahen Funktion steht sie automatisch immer wieder im Gegensatz zu den Unternehmen und den Gewerkschaften. Druck auf die Preise bedeutet zum Beispiel Druck auf die Margen oder Druck auf die Löhne. Mit dem linken Flügel der eigenen Partei – und ebenfalls mit den Gewerkschaften – hat es sich Sommaruga aber auch durch ihre Mitarbeit am Gurten-Manifest und dem Buch «Für eine moderne Schweiz» verscherzt. Beide Schriften kritisieren die Schweizer Sozialdemokratie in mehrerer Hinsicht. Wirtschaftlich relevant sind folgende Punkte: Die SP solle nicht mehr nur Arbeitnehmern, sondern auch Unternehmern offenstehen, sie solle nicht auf jede Sonderforderung linker Einflussgruppen aufspringen, sie soll nicht leichtfertig nach dem Staat rufen und die Steuerbelastung im Auge behalten und die Leistungsbereitschaft soll mehr belohnt werden. Generell wird die SP als «zu staatsgläubig und marktskeptisch» beurteilt.

In ihrer formalen Ausbildung hat sich Sommaruga nie mit Wirtschaft befasst: Am Konservatorium Luzern hat sie Pianistin gelernt und später ein Studium in englischer und spanischer Literatur begonnen, aber nicht abgeschlossen. Der starke Wirtschaftsbezug von Sommaruga zeigt sich auch an den Kommissionen, in denen sie im Ständerat einsitzt hat. Allen voran jener für Wirtschaft und Abgaben. Ausserdem sitzt sie in jener für Soziale Sicherheit und Gesundheit und jener für Umwelt, Raumplanung und Energie.

Jacqueline Fehr (SP)

Als Wirtschaftsbezug von Jacqueline Fehr wird zuweilen erwähnt, dass sie einmal Präsidentin des Gewerkschaftsbundes des Kantons Zürich war. Doch viel näher als ihre parteiinterne Konkurrentin Simonetta Sommaruga steht sie den Gewerkschaften dennoch nicht. Schon zur Zeit dieser Präsidentschaft war das Verhältnis angespannt, danach sogar feindselig. 1999 verweigerten die Gewerkschaften ihr die Unterstützung bei der Wahl in den Ständerat und 2000 bei jener zur Präsidentin der Zürcher Kantonalpartei. So hat Fehr beide Wahlen nicht geschafft.

Studiert hat sie Sekundarlehrerin, ausserdem hat sie ein Zweitstudium in Psychologie, Betriebswirtschaft und Politologie bis und mit Vordiplom begonnen. Ihre Themenschwerpunkte sind Familien, Kinderbetreuung und Schule: Zu diesen Themen hat sie auch zwei Bücher im Orell-Füssli-Verlag verfasst. Weiter engagiert sich Fehr in den Bereichen Gesundheitspolitik und Verkehr. Hier sitzt sie im Nationalrat in den entscheidenden Kommissionen: In jener für soziale Sicherheit und Gesundheit und jener für Verkehr und Fernmeldewesen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.09.2010, 14:34 Uhr

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27 Kommentare

Barbara Grunder

08.09.2010, 08:16 Uhr
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Welche Frage, eindeutig Hr. Schneider-Ammann. Antworten


Karl Hubel

07.09.2010, 13:03 Uhr
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@Daniel Jaggi: ich bin aber nicht sicher, dass Schneider-Ammann als Wirtschaftsprofi der beste Kandidat ist. Als Hauptlobby bei BR Merz (und sein engster Berater) trägt er auch Mitschuld für bekannte miserable Ergebnisse. Da hätte man BR Merz im Amt lassen können. Als BR wird er nur eigene Familiengeschäften noch mehr lobbyeren. Er ist ein Geschäftsprofi, aber kein Wirtschaftsprofi. Er wird kaum auch der Verbesserung des internationalen Ansehens des Landes beitragen. Antworten


Bojan Antonovic

06.09.2010, 23:26 Uhr
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Es gibt einen einfachen Test: "Monopoly"-Spielen gegen Jugendliche. Wer 2x verliert, wird unwählbar. Noch besser sind Wirtschaftsspiele. Es wäre besser, einige Leute hätten es am PC versucht, bevor sie ein Unternehmen gegründet hätten. Antworten


Hanspeter Estermann

06.09.2010, 21:58 Uhr
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Wenn man all die Kommentare der letzten Zeit liest (nicht nur BAZ) muss man feststellen.Der/die ideal Kandidat/ingibt es nicht.Es kanns gar nie geben.Viele "hervor- ragende "Parlamentarier wurden zu grauen Mäusen im Bundesrat ,umgekehrt unscheinbare zu sehr guten Dep. chefs.Zu Intelligente (z.b.Frau Sommaruga) schätzen die meisten NR/SR gar nicht-wegen eigener Ueberforderung in vielen Sparten. Antworten


Roberto Conte

06.09.2010, 21:53 Uhr
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In der heutigen wirtschftlichen Situation ist es nicht einfach die Übersicht zu behalten. Herr Ammann mag ein sehr guter Unternehmensfürer sein, doch wer auf zu vielen Hochzeiten mitmischelt und überall 100% present sein muss hat wohl nicht viel Ruhezeit. Für mich ist wichtig das Feeling zu haben die kommenden und jetzigen Highlights zu spüren. Beim Menschen, der Umwelt und dem richtigen Zeitpunkt Antworten


Daniel Jaggi

06.09.2010, 21:35 Uhr
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Der einzige Wirtschaftsprofi ist eindeutig Johann Schneider Ammann. Wer von der SP Bundesrätin wird spielt keine Rolle, Links bleibt Links ob Pianistin oder Sek. Lehrerin, weiter bringen uns beide Kandidatinnnen nicht. Antworten


Rolf Schumacher

06.09.2010, 19:57 Uhr
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@Badran sehr gute Analyse. @ Martin. Nein führen kann man nicht abstrakt lernen. Es geht nicht um Statistiken und Präsentationen, sondern um, Leidenschaft, Fachwissen ( als BR Geschichte, Sprachen/Literatur, Philosophie, Recht, Rhetorik), Charme, Ehrlichkeit, Motivationstalent, Problemerkennung, Problemlösung, Krisensicherheit, optimale Teambildung, Härte, Loyalität (dem Staat/Bürgern) gegenübe Antworten


Heinz Martin

06.09.2010, 19:06 Uhr
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@Jacqueline Badran: Führen ist nicht Talentsache! Man kann alles lernen, inkl. des Führens! Antworten


Jacqueline Badran

06.09.2010, 17:37 Uhr
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Führungserfahrung und sogenannte Wirtschaftskompetenz wird völlig überschätzt. Das sieht man an den vielen angeheirateten (Schneider-Ammann, Spuhler, Vasella..etc.). Die Wirtschaft gibt es ohnehin nicht: es ist ein eklatanter Unterschied, ob börsenkotiert oder KMU, ob Real- oder Finanzwirtschaft. Führung und Wirtschaftsverständnis ist Talent-Sache und das haben vermutlich alle vier. Antworten


Dieter Wundrak-Gunst

06.09.2010, 17:21 Uhr
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Simonetta Sommaruga (SP) und Johann Schneider-Ammann (FDP) werden nicht nur wegen ihrem Wissen, sondern auch wegen ihrer Ausstrahlungskraft meiner Meinung von der Bundesversammlung gewählt. Und dann kommt noch hinzu, dass jetzt die SVP, zwar ungewollt, das ihrige dazu beiträgt. Was? Man kommt mit einem Kandidaten, der einfach aus lauter Anstand ja sagte. Und die CVP schmeckt auch schon den Braten Antworten


Kurt Aegeri

06.09.2010, 16:57 Uhr
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Frau Sommaruga ist eine pragmatische blitzgescheite Politikerin. Sie hat klar bewiesen, dass sie sich auf sämtlichen Polit-Parketts behaupten kann. Im übrigen steht sie ausnahmsweise mal nicht für Filz und Bankenhörigkeit, was dem BR nur guttun kann! Klar, dass die Bankenlobby sie nicht wählen würde. Antworten


ANdrreas Burger

06.09.2010, 16:52 Uhr
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Die Eidgenossenschaft ist keine Firma, entsprechend qualifiziert die Unternehmensführung nicht zwingend zum / zur Bundesrat / rätin. Was Leute aus der "Wirtschaft" anrichten können hat der aktuelle Finanzminister demonstriert. Ich wünsche mir insbesondere eine Bundesrätin mit gutem vernetztem Denken, Verständnis für gesellschaftliche Fragen und volkswirtschaftliche Zusammenhänge, sprich J. Fehr. Antworten


Rolf Schumacher

06.09.2010, 16:40 Uhr
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@Kummer. Amman ist Vize von Economiesuiss. Daniel Vasella wurde eben gerade in den Vorstand der economie suisse gewählt. Wenn man Amman wählt ist man für eine weitere Verfilzung. Novartis ist genauso ein to big to fail Unternehmen wie die UBS, deshalb ist die Wahl Amman gefährlich. Antworten


Adolf Schoch

06.09.2010, 16:28 Uhr
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oje dieses unnötige Thema, der Job eines Politikers ist im Gegensatz zu dem eines Unternehmers immer redundant, er verträgt fast immer unbegrenzt viele Fehler seines Inhabers ohne Schaden anzurichten, es braucht darum auch keine Ausbildung zum Politiker. Antworten


Max Meier

06.09.2010, 16:27 Uhr
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Alle völlig ungeeignet! Wir hatten schon Philosophen, Juristen, Gewerkschafter und andere in der realen Welt nicht platzierbare Gutmenschen im Bundesrat. Ein Volkswirtschafter wie z.B. Reiner Eichenberg, wollte sich wohl aber noch nie verheizen lassen. Und das ist gerade das Problem, welche kompetente Persönlichkeit mit Charisma und internationaler Erfahrung im arbeitsfähigen Alter will in den BR? Antworten


Sven Gross

06.09.2010, 16:22 Uhr
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Also wenn unsere Top-Manager etwas von Wirtschaft verstehen würden und ein Rückrat hätten, dann wären wir nie in die Wirtschaftskrise gekommen in der wir uns heute befinden. Also regt euch nicht zu sehr über das Wissen und Unwissen der Bundesräte auf. Eigentlich weiss ja jedes Kind, dass man nur soviel ausgeben kann wie man einnimmt doch dieses Wissen scheint auf höheren Ebenen nicht zu gelten Antworten


Albert Bergwitz

06.09.2010, 16:03 Uhr
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Herr Schneider-Ammanns ueberragende Kompetenz wirkt ein wenig lauwarm, wenn man bedenkt, dass er sich die Ammann Group angeheiratet hat. Da kann man sich die zynische Frage nicht verkneifen, ob das -Ammann anhaengsel am Nachnamen wohl eine Bedingung fuer seine Position bei der Ammann Group war, da die dortige Fuehrungsetage aus lauten Ammaennern besteht. Antworten


Pedro Schmidt

06.09.2010, 15:58 Uhr
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Wieviel "Vernetzung" und "Erfahrung in der Wirtschaft" hat man ja gesehen... Unabhängigkeit ist meines Erachtens viel wichtiger, und wie man mit den Experten umgeht, ihnen zuhört, und die Schlüsse fürs politische Handeln aus ihren Berichten zieht. Die SP-Kandidatinnen sind daher sehr geeignet, Schneider-Ammann nicht besser – man sucht ja keinen Bankmanager, sondern einen Bundesrat. Antworten


erika manser

06.09.2010, 15:51 Uhr
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Schwache Wirtschaftskenntnisse und Verbindungen und keine wirkliche Fuehrungserfahrung. Und diese Kandidatinnen sollen die besten sein, die wir haben, oder hochkaraetig wie die NZZ sie nennt. Wahrscheinlich im Geld ausgeben. Von Geld erwirtschaften keine Ahnung. Schade. Antworten


Martin Holzherr

06.09.2010, 15:34 Uhr
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Wer sich nie mit wirtschaftlchen Themen auseinandergesetzt hat, muss als Bundesrat zwangsläufig vieles den Fachleuten aus der Administration überlassen und kennt wahrscheinlich nicht einmal alle Auswirkungen einer politischen Massnahme, die die Wirtschaft betrifft. Jaqueline Fehr und Karin Keller-Sutter gehören scheinbar zu diesen wirtschaftlichen Analphabeten. Und wie steht es um jetzige BR's? Antworten


Michael Kummer

06.09.2010, 15:26 Uhr
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Johann Schneider-Ammann ist Unternehmer und Vize von Economiesuisse. Er sollte nach der Wahl das EVD übernehmen. Karin Keller-Sutter das EJPD. Frau Sommaruga ist wohl die Einzige, die im VBS aufräumen könnte. Antworten


Paul Schlup

06.09.2010, 15:20 Uhr
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Die neue Leitung der Baz-Redaktion setzt sofort Zeichen. Früher wäre eine solch kritische Einschätzung der Kandidatinnen wohl nicht möglich gewesen. Antworten


Werner Neumeyer

06.09.2010, 15:15 Uhr
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Fakti ist, dass Herr Schneider-Ammann der einzige praxiserfahrene ist. Trotzdem ist zu erwähnen, dass kein einziger der Kandidaten bei einer heutigen Bewerbung mit ihren Zeugnissen eine Stelle bei einer Bank, Versicherung oder ähnlichen Konzernen bekäme. Jeder Personalverantwortliche müsst den Teilnehmern eine Absage zuschicken, das ist heutige Berufsrealität. Erfahrung zählt nur auf dem Papier. Antworten


Hans Holbein

06.09.2010, 14:59 Uhr
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Die geeignetsten Kandidaten für die 2 zu vergebenden Bundesratssitze sind fraglos Simonetta Somaruga und Johann Schneider-Ammann. Nur so erhält der zur Zeit schwache Bundesrat mehr Profil. Ich hoffe, dass das Parlament am 22.9.2010 ihre Verantwortung wahrnimmt und nicht so ein Kasperlitheater aufführt wie bei den letzten Bundesratswahlen. Das verärgert den Stimmbürger und stärkt die SVP noch mehr. Antworten


Mascha Madörin

06.09.2010, 14:59 Uhr
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Schneider-Amann: Ich kenne mehrere Unternehmer. Etwas von Märkten und Privatwirtschaft zu verstehen ist etwas anderes als etwas von ganzen Volkswirtschaften zu verstehen. Ich halte viel von der Fähigkeit der Economiesuisse ihre Verbandsinteressen zu vertreten, wenig jedoch von ihrem volkswirtschaftlichem Sachverstand, den wir ja eigentlich brauchen könnten im Bundesrat. Antworten


Renzo Giambonini

06.09.2010, 14:56 Uhr
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Ich habe heute Johann Schneider-Ammann bei Radio DRS 1 zugehört. Immer wieder repetiert er seine Ideen und seinen Status. Das Wort "ich" kommt fast in jedem Satz vor. Er glaubt auch, dass ER der Beste ist. Wir brauchen im Bundesrat keine Männer (auch Frauen) mit "zig" Verwaltunsratsposten. Der Mann brauch doch den Titel BUNDESRAT als Krönung seiner Karriere - für mich absolut nicht wählbar! Antworten


Peter Rusterholz

06.09.2010, 14:51 Uhr
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Als Unternehmer basiere ich auf Erfahrungen die ich mir durch Erfolge und Misserfolge über viele Jahre angeeignet habe. Ich spiele auch Klavier - dennoch käme es mir nie in den Sinn mich als Musikexperte zu bezeichnen. Es wirkt schon lächerlich, mit wie wenig wirtschaftlichen Erfolgsausweisen sich gewisse BR Kandidaten als wirtschaftlich Kompentent anpreisen. Antworten



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