Wirtschaft

ZKB ist in Datenklau-Affäre verwickelt

Aktualisiert am 14.02.2010

Deutsche Steuerfahnder wollen auch gegen Kunden der Zürcher Kantonalbank vorgehen. Auf einer CD befinden sich auch Daten der Staatsbank.

Überrascht über die Entwicklung: Urs Oberholzer, Präsident des Bankrats der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Überrascht über die Entwicklung: Urs Oberholzer, Präsident des Bankrats der Zürcher Kantonalbank (ZKB).
Bild: Keystone

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Die deutschen Steuerbehörden nehmen auch die Zürcher Kantonalbank ins Visier. Wie die Zeitung «Sonntag» berichtet, ist die Staatsbank in die Datenklau-Affäre verwickelt. Auf einer CD im Bundesland Baden-Württemberg mit 1742 Daten sind neben Kundeninformationen der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) und CS auch solche von ZKB-Kunden gespeichert, wie eine hochrangige Regierungsquelle bestätigt. Die CD wurde den deutschen Steuerfahndern für 500'000 Euro angeboten. Ob sie gekauft wird, ist noch offen.

Für die ZKB selbst kommt diese Entwicklung überraschend. «Die ZKB hat keinerlei Anhaltspunkte, dass den deutschen Steuerbehörden Kundendaten der ZKB angeboten worden sind», sagt Urs Oberholzer, Präsident des Bankrats gegenüber «Sonntag». Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der gesamten Datenklau-Affäre unterdessen ein Ermittlungsverhafen eingeleitet, unter anderem wegen Verdacht auf wirtschaftlichen Nachrichtendienst. Die Bundesanwaltschaft in Deutschland hat um Rechtshilfe ersucht, wie Kommunikationschefin Walburga Bur bestätigt. (tan)

Erstellt: 14.02.2010, 10:51 Uhr

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