Wirtschaft
Zurich Financial rüstet sich für neue Immobilienkrise
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Die Banksparte des Finanzkonzerns Zurich Financial (ZURN 229.1 -0.99%) Services (ZFS) muss wegen der Wirtschaftskrise auf den britischen Inseln über die Bücher: Sie erhöht ihre Rückstellungen für Ausfälle auf Immobiliendarlehen in den beiden Ländern um 330 Millionen Dollar.
Die Verschlechterung der Immobilienmärkte in Grossbritannien und Irland machten diesen Schritt nötig, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Bereits im letzten Jahr hatte ZFS keine neue gewerblichen Immobiliendarlehen in Irland vergeben. In Grossbritannien hatte ZFS die Vergabe erheblich eingeschränkt.
Zurich hat auf den Inseln eine Bank
Seit Juni diesen Jahres gewähren die britische Dunbar Bank und die irische Zurich Bank überhaupt keine solchen Kredite mehr. Die Dunbar Bank ist eine Tochtergesellschaft der Zurich Bank, welche wiederum zu 100 Prozent ZFS gehört. ZFS verfügt einzig auf den britischen Inseln über eine Banksparte.
Für das britische Geschäft werden 250 Millionen Dollar Rückstellungen gebildet, für den irischen Markt betragen die Rückstellungen 80 Millionen Dollar. Sie werden im ersten Halbjahr 2010 verbucht.
Schwere Rezession
Insgesamt verfügt ZFS jetzt über Rückstellungen auf der Hälfte des Werts der irischen Darlehen. Der Umfang der gewerblichen Darlehen für Immobilien in Irland beläuft sich auf 495 Millionen Dollar, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. In Grossbritannien betrage der Umfang dieser Darlehen 1,91 Milliarden Dollar, auf 18 Prozent davon seien Rückstellungen gebildet worden.
Grossbritannien und Irland schlitterten wegen der Finanzkrise in eine schwere Rezession. Besonders in Irland war die Spekulationsblase am Immobilienmarkt ausgeprägt. (sam/sda/)
Erstellt: 16.07.2010, 07:45 Uhr



