Schweizer kaufen für 10 Milliarden Franken im Ausland ein

Eine neue Studie der Credit Suisse hat das Einkaufsverhalten der Schweizer untersucht.

Anstehen zum Einkaufen: Eine Autokolonne wartet am Zoll von Basel.

Anstehen zum Einkaufen: Eine Autokolonne wartet am Zoll von Basel. Bild: Keystone

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Der Detailhandel hat mit 2016 erneut ein schwieriges Jahr hinter sich. Nachdem die Umsätze bereits 2015 um 0,4 Prozent abnahmen, ging es bei den Einnahmen im vergangenen Jahr um weitere 1,0 Prozent nach unten.

Allerdings verlangsamte sich gemäss einer gemeinsamen Studie der Grossbank Credit Suisse (CS) und des Beratungsunternehmens Fuhrer & Hotz vom Mittwoch die Abwärtsdynamik in einigen Segmenten. So verzeichnete 2016 beispielsweise der Bereich Nahrungsmittel ein leichtes Umsatzwachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch der Einkaufstourismus im Ausland nahm als Folge eines relativ stabilen Euro-Franken-Wechselkurses nicht noch weiter zu, sondern stagnierte auf hohem Niveau. Insgesamt kauften die Schweizer im Ausland Waren für rund 10 Milliarden Franken ein.

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Einige Detailhändler ausserhalb des Bereiches von Lebensmitteln gerieten aber im vergangenen Jahr stark unter Druck. Das Umsatzminus nahm etwa bei Bekleidungs- und Schuhhändlern mit –7,8 Prozent gegenüber 2015 nämlich nochmals deutlich zu. Damals lag der Einnahmeschwund bereits bei –4,1 Prozent.

Mehreinnahmen erwartet

Für 2017 gehen die CS-Ökonomen von einer Stagnation der nominalen Umsätze aus, was laut einer Medienmitteilung nach den schwachen Vorjahren einer Stabilisierung gleichkommt. Auch die Einkäufe der Schweizer Bevölkerung im Ausland dürften eher ab- als zunehmen. Rund 60 Prozent der Detailhändler gehen für 2017 sogar von einem Umsatzplus aus.

Obendrein dürfte sich im laufenden Jahr der Trend zum Onlinehandel dynamisch fortsetzen. Laut den CS-Experten steigt der Anteil aus E-Commerce an den gesamten Detailhandelsumsätzen innerhalb der kommenden fünf Jahre von derzeit rund 5 auf über 10 Prozent. (spu/SDA)

Erstellt: 04.01.2017, 10:39 Uhr

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