Wirtschaft

Österreichische Tochter reisst BayernLB tief in rote Zahlen

Aktualisiert am 10.11.2009

Die Bayerische Landesbank erwartet im laufenden Jahr einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro.

Kapitalzufuhr unumgänglich: BayernLB.

Kapitalzufuhr unumgänglich: BayernLB.
Bild: Keystone

Im vierten Quartal werde die Risikovorsorge bei der österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) massiv erhöht werden müssen, erklärte die BayernLB am Dienstag in München. Daneben müsse die Bank den Wert ihrer Tochter berichtigen und teilweise abschreiben.

Derzeit untersuchen Wirtschaftsprüfer das Kreditportfolio der HGAA. Die Tochter der BayernLB erwartet einen Jahresverlust von deutlich mehr als einer Milliarde Euro. Auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung am 10. Dezember will die HGAA über Kapitalmassnahmen beraten. Laut BayernLB wird eine Kapitalzufuhr unumgänglich sein.

Die HGAA verdirbt ihrer Konzernmutter damit das laufende Jahr. In den ersten drei Quartalen konnte die BayernLB, die im vergangenen Jahr nach Milliardenverlusten vom Freistaat gerettet werden musste, sich aus den roten Zahlen befreien und einen Vorsteuergewinn von 367 Millionen Euro erwirtschaften. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 1,7 Milliarden Euro angefallen. Das dritte Quartal 2009 war zwar bereits von einer erhöhten Risikovorsorge für die HGAA belastet. Die BayernLB konnte vor Steuern allerdings noch 16 Millionen Euro Gewinn verbuchen. (sam/ap)

Erstellt: 10.11.2009, 11:45 Uhr

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