Twitter sperrt 380'000 Profile wegen Terror-Propaganda

2016 ging der Kurznachrichtendienst Twitter verstärkt gegen die Verbreitung extremistischer Inhalte vor. Auch in der Schweiz wurden Nutzerkonten geschlossen.

Kampf gegen Terror-Propaganda: Twitter-Logo an der New Yorker Börse. (Archiv)

Kampf gegen Terror-Propaganda: Twitter-Logo an der New Yorker Börse. (Archiv) Bild: Richard Drew/AP/Keystone

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Twitter hat im vergangenen Jahr rund 377'000 Nutzerkonten wegen der Verbreitung terroristischer Inhalte gesperrt. Dabei seien fast drei Viertel davon von hauseigener Software zur Bekämpfung unerwünschter Spam-Nachrichten entdeckt worden.

Das betonte der Kurznachrichtendienst in seinem aktuellen Transparenzbericht am Dienstag. Nur zwei Prozent der Sperrungen gingen demnach auf Behörden-Hinweise zurück. Unter anderem europäische Regierungen und die EU-Kommission fordern von Twitter und anderen Online-Diensten immer nachdrücklicher ein härteres Vorgehen gegen extremistische Inhalte.

Behördenanfragen in der Schweiz

Die Zahl der Behörden-Anfragen nach Nutzerdaten sei im zweiten Halbjahr 2016 um sieben Prozent gestiegen. Davon seien allerdings 13 Prozent weniger Accounts betroffen gewesen.

In der Schweiz gab es in der zweiten Jahreshälfte drei Behördenanfragen, die sich auf 4 Nutzerkonten bezogen. Bei zwei der Anfragen rückte Twitter Informationen heraus. In der ersten Jahreshälfte waren es zwei Anfragen gewesen.

In Deutschland sprang die Zahl der Behörden-Anfragen im zweiten Halbjahr vergangenen Jahres im Vergleich zu den ersten sechs Monaten von 111 auf 275 hoch. Auch seien deutlich mehr Nutzerkonten betroffen gewesen: 404 statt 165. Twitter habe bei 54 Prozent der Anfragen zumindest einige Informationen herausgerückt. (chi/sda)

Erstellt: 21.03.2017, 19:18 Uhr

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